Martin Pleßner

Pleßner, Martin

Orientalist (1900–1973). Ms. Brief mit eigenh. U. („MPlessner“). London. 1 S. Gr.-4to.
$ 292 / 250 € (22532)

Martin Pleßner (1900–1973), Orientalist. Ms. Brief mit e. U. („MPlessner“). London, 6. August 1971. 1 S. Gr.-4°. – An einen Hrn. Sticker (wohl der Astronom und Wissenschaftshistoriker Bernhard Sticker, 1906–1977) zur Übersendung „des druckfertigen Manuskripts des Turbabuches“: „[...] Sie werden an den handschriftlichen Nachtraegen sehen, dass ich buchstaeblich bis zum letzten Augenblick daran gearbeitet habe. Als ich Ihnen ankuendigte, ich wuerde Ihnen das Manuskript im Juni in Hamburg uebergeben, ahnte ich nicht, wie viel daran noch zu tun war.

Sie werden sehen, dass ich Ihren Wuenschen von 1962 Rechnung getragen habe, was das Buch erheblich verbessert hat: die Notwendigkeit, di[e] kosmologischen Reden in extenso zu drucken, hat zu vielen Textverbesserungen gefuehrt, was wiederum auf das Verstaendnis einwirkte [...]“. – Die „Turba Philosophorum“, auch unter dem Namen „Versammlung der Philosophen“ bekannt, ist einer der ältesten lateinischen Texte der Alchemie. – Martin Plessner war Assistent am Seminar für Geschichte und Kultur des Vorderen Orients in Hamburg, später in Berlin und Bonn, und habilitierte sich 1930 in Frankfurt a. M., wo er als Privatdozent bis zu seiner Emigration 1933 nach Palästina las. „In den folgenden Jahren übte Plessner verschiedene Unterrichtstätigkeiten aus. 1950–69 gehörte er der Hebrew University an, seit 1955 als Associate Professor der arabischen Sprache und Literatur und seit 1963 als Professor der islamischen Kultur. Plessner, Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften (1966–73), beschäftigte sich vor allem mit dem Einfluß des klassischen Islam auf das mittelalterliche Judentum. Er veröffentlichte u. a. ‚Die Geschichte der Wissenschaften im Islam als Aufgabe der modernen Islamwissenschaft’ (1931) und ‚Vorsokratische Philosophie und griechische Alchemie in arabisch-lateinischer Überlieferung’ (1975)“ (DBE). – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit Eingangsstempel; im linken Rand gelocht (keine Textberührung) und mit kleinen Randläsuren..