Alfred Heinrich Pellegrini

Pellegrini, Alfred Heinrich

Maler (1881–1958). Eigenh. Brief mit U. („AHPellegrini“). Basel. 2 SS. 4to.
$ 217 / 180 € (12844)

Alfred Heinrich Pellegrini (1881–1958), Maler. E. Brief mit U. („AHPellegrini“). Basel, 1. Februar 1957. 2 SS. 4°. – An einen Hermann Sutz (?), der augenscheinlich gezwungen ist, einen Teil seiner Gemäldesammlung zu veräußern : „[...] Ich möchte, damit ich nichts vergesse[,] der Reihe nach fragen und antworten [...] Könnten Sie mir eine Beschreibung Ihres Gauguin-Bildchen[s] schicken Grösse, Bildinhalt, damit ich hier in Basel beim Kunsthandel, den ich gut kenne, mich nach den Preisen erkundigen kann, damit Sie eine möglichst hohe Summer erhalten können! Behalten Sie es noch zurück.

Wenn Sie je auch meine Bilder veräussern müssen dann sagen Sie mir bitte auch die Preise die man Ihnen bietet damit ich Sie auch darin beraten kann. Ich weiss nicht wie weit ich in Amerika bekannt bin, ich glaube in WHO’S WHO in U.S.A. stehe ich, ebenso im englischen und schweizerischen [...] Ja mein lieber alter Freund ich hoffe sehr dass Sie noch lange leben und es noch genießen können nach all den Bitternissen die Sie durchgemacht haben, dass Ihnen München noch einmal eine Heimat sei, wie es ja auch für uns eine war. Wie gut hätte das alles sein können ohne die Kriege. Von der neuen Secession sind bald keine Mitglieder mehr am Leben. Ich hätte auch wieder mitgemacht bei der Secession, aber sie hat sich aufgelöst, leider [...]“. – A. H. Pellegrini besuchte die Basler Gewerbeschule bei Fritz Schider und Albrecht Wagen, studierte an der Kunstakademie München Aktzeichnen bei Gabriel von Hackl und wurde 1906 Mitglied der Münchner Sezession. Von 1906 bis 14 in Stuttgart tätig, schuf er als Illustrator und Gebrauchsgraphiker Buchschmuck, Plakate und Ex Libris. Durch seine Bekanntschaft mit dem Architekten Theodor Fischer bekam er mehrere Wandbildaufträge vermittelt: 1917 nach Basel zurückkehrend, trat „die grosse Figurenkomposition im Wand- und Staffeleibild“ in den Vordergrund. „1922 beginnt die grosse Periode der dekorativen Wandmalerei. Innerhalb der auf Hodler folgenden Generation wird Pellegrini zu einem ihrer fruchtbarsten Vertreter. Hans F. Secker bezeichnet ihn in seiner 1934 erschienenen Monographie als ‚grössten lebenden Wandmaler’. Der grösste Teil seines monumentalen Schaffens findet sich in Basel. Für die dekorative Haltung ist bezeichnend, dass Pellegrini in Hauptaufgaben manchmal die geschlossene Bildfläche zugunsten frei auf die Mauer verteilter Figurengruppen aufgibt. Neben der breiten Wandmalerei-Produktion geht ununterbrochen auch die Tafelmalerei weiter“ (Beat Wismer und Paul-André Jaccard: Werke des 20. Jahrhunderts. Von Cuno Amiet bis heute. Aargauer Kunsthaus Aarau. Sammlungskatalog 2. Aarau 1983). Daneben trat Pellegrini auch als Portrait-, Landschafts- und Figurenmaler hervor..

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