Oskar Panizza

Panizza, Oskar

Schriftsteller (1853–1921). 2 eigenh. Briefe mit U. („Panizza“). München und Tegernsee bei München. Zusammen (¾+2=) 2¾ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to und qu.-gr.-8vo.
$ 1,628 / 1.600 € (18206)

Oskar Panizza (1853–1921), Schriftsteller. 2 e. Briefe mit U. („Panizza“). München und Tegernsee bei München, 9. Januar 1892 bzw. o. D. [Um bzw. nach 1894]. Zusammen (¾+2=) 2¾ SS. auf 2 Bll. Gr.-4° und qu.-gr.-8°. – An Herrn Löbell, einen Mitarbeiter des Leipziger Verlages Wilhelm Friedrich: „Auf meine Anfrage betreffs Verlag meines Buches ‚Visionen ...’ bin ich noch immer ohne Antwort. Soeben schreibt mir Leo Berg, der in Hamburg eine neue Zeitschrift herausgibt, und bittet mich um eine der Erzählungen, wie sie der I.

Band meiner ‚Dämmerungs-Stücke’ enthielt. – Wenn Sie nun geneigt wären, den Verlag des 2. Bandes (Visionen) zu übernehmen, könnte man Berg gegen entsprechende Annoncirung, nicht nur dieses Buchs, sondern Ihrer übrigen modernen Verlags-Werke, die eine oder andere Erzählung im Aushänge-Bogen zum Wiederabdruck überlassen [...]“ (Br. v. 9. Januar 1892; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). – „Sind Sie bei der Hi[t]ze verrü[c]kt geworden? Schicken mir 2 teure Bücher, die ich gar nicht bestellt habe. Ich habe von Niemann nur ‚Karma’ bestellt [...] Die beiden andern Sachen gehen mich nichts an. ‚Manas’ u. ‚Junggesell’. Soll ich sie Ihnen gleich returniren? Oder hat es Zeit, bis ich Ende d. W. zurückkomme[?] – Morgen fahre ich zu Friedrich an den Achensee, wo wir für 1 Tag etwas zusammenbleiben [...]“ (undat. Brief aus Tegernsee bei München; mit gestemp. Briefkopf). – Beide Bll. mit kleinen Heftspuren..

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Panizza, Oskar

Schriftsteller (1853-1921). Eigenh. Brief mit U. Paris. 16.04.1899. 2 SS. Gr.-4to.
$ 1,527 / 1.500 € (33229/BN28136)

An das Antiquariat Emil Hirsch in München mit Dank für eine große Ansichtssendung und mit kuren Kommentaren hierzu: "[...] Nun zu den Büchern. Betrachtungen über die römisch-katholische Kirche [...] ist absolut wertlos [...] Des sociétés secrètes ist interessant [...] Sand, wichtigste Lebensmomente Nürnberg 1819, nebst Nachtrag, Nürnberg 1820, ist allerdings ein wertvolles Stimmungsbild für die damaligen Juden [...] und würde diese pièce gern erwerben, und zwar lieber von Ihnen als durch ein anderes Antiquariat [...]".

Nach Berechnung von Rabatt und Versand gelangt Panizza zu einer Endsumme von 3,20 Mark - "ist Ihnen das recht?" - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und gestemp. Adresse; die Verso-Seite mit zwei von ihm montierten Katalogausschnitten; am linken Rand etwas eingerissen und mit kleinen Läsuren..

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Panizza, Oskar

E. Brief mit U.
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Oskar Panizza (1853–1921), Schriftsteller und Publizist. E. Brief mit U. München, 29. November 1894. 1¾ SS. Gr.-4°. – An Hermann Hambrecht im Separatkonto Verlag Dr. E. Albert in München, in dem der von Otto Julius Bierbaum herausgegebene „Moderne Musenalmanach“ erschien: „[...] Ich stehe immer noch in Ihrer Schuld und Sie sammeln fortwährend neue feurige Kohlen auf mein Haupt. Als ein Schriftsteller, der halb von des Staatsanwalts Gnaden lebt und zu keinem kräftigen Honorar-Schlucke kommt, akzeptire ich Ihr freundliches Anerbieten [...] Löbell macht jetzt böses Gesicht. Er ist auf sehr knappe Razionen gese[t]zt; meidet die Gesellschaft; ist trübsinnig. – Nach meiner unmaßgeblichen Meinung, Herr Hambrecht, müßte, wenn der ganze Verlag ‚Separat-Conto’ aufrecht erhalten bleiben soll, wenigstens der jährliche ‚Musenalmanach’, wenn auch in billigster Ausstattung, weiter erscheinen. In diesem Band stak und steckte fernerhin ein unberechenbares moralisches Gewicht, das sich auf den ganzen Verlag überträgt [...] Auch müßte der fernere Almanach nicht so sanft wie möglich, sondern so kräftig und tüchtig wie die früheren sein. Denn Publikum wie Kritik haben nur vor rücksichtsloser Betonung des Modernen Respekt. Und der Krieg ist das Wesen aller Dinge. Illustrazionen sind ganz unnötig. Auch fürchte ich, daß mein Freund Bierbaum als Liriker [!] und feiner Seelen-Stimmungs-Mensch dem Lirischen, Poetischen, Zart-Empfundenen zu viel Spielraum läßt. Und dafür hat das heutige Publikum entse[t]zlich wenig Intereße [...] Diesen Brief darf mein Freund Bierbaum lesen! [...] – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. – Leicht gebräunt und mit kleinen Heftlöchern am linken Rand (minimale Buchstabenberührung); mit von zeitgenössischer Hand stammender Numerierung in blauem Farbstift am rechten oberen Rand der Recto-Seite.