Oper und Klassische Musik.

Oper und Klassische Musik.

Album mit über 50 signierten Portraitpostkarten, Billets und Visitenkarten von u. a. Otto Klemperer, Dietrich Fischer-Dieskau, Karl Böhm, Igor Markevitch, Yehudi Menuhin, Eugen Jochum, Carl Orff, Carl Schuricht, Hertha Töpper, Géza Anda, Gloria Davy, Dean Meist München. 47 montierte Signaturen auf 26 Bll. Einband mit typischen Illustrationen der1950er Jahre. Gr.-qu.-8vo (180:230 mm).
$ 1,917 / 1.800 € (81661)

Das vorliegende Album der passionierten Musikliebhaberin und Sammlerin Erika Billig ist eine schöne Sammlung von aus den späten 1950er und frühen 1960er Jahren stammenden signierten Photographien, Albumblättern und Zeitungsausschnitten. In dem Album findet sich musikalische Prominenz, die zu dem Zeitpunkt teils noch am Anfang der Karriere stand. Im einzelnen sind dies (in alphabetischer Reihenfolge) • Rosemarie Ammende-Haaf (1920-2015), Konzertpianistin. • Géza Anda (1921-1976), Schweizer Pianist ungarischer Herkunft.

Berühmt wurde Géza Anda durch den Einsatz für die Kompositionen seines Landsmannes Béla Bartók und für die Erarbeitung von Solowerken und Konzerten des klassisch-romantischen Repertoires (Beethoven, Chopin, Liszt, Schumann, Brahms, Tschaikowsky und Rachmaninow). • Karl Böhm (1894-1981) dirigierte zahlreiche berühmte Orchester – vor allem die Wiener Philharmoniker, machte aber auch viele Plattenaufnahmen mit den Berliner Philharmonikern, darunter eine Gesamtaufnahme aller Mozart-Sinfonien – sowie an vielen namhaften Opernhäusern in Europa und den USA – etwa an der Metropolitan Opera in New York City. • Kim Borg (1919-2000) war ein finnischer Opernsänger (Bass). Neben Boris Christoff war er international der gefragteste Boris Godunow seiner Generation. • Alexander Brailowsky (1896-1976), russischer Pianist und Chopin-Spezialist. • Lisa della Casa (1919-2012) war eine Schweizer Opernsängerin (Sopran). Sie galt als eine der herausragenden Strauss- und Mozart-Interpretinnen. • Gloria Davy (1931-2012), US-amerikanische Opernsängerin. 1958 war sie die erste schwarze Künstlerin, die in der New Yorker Metropolitan Opera die Titelrolle in der Aida sang.[ • Dean Dixon (1915-1976), US-amerikanischer Dirigent, der die meisten großen Symphonieorchester in Europa, Israel, Japan und Lateinamerika leitete und das europäische Publikum mit vielen amerikanischen Komponisten (z.B. William Grant Still) bekannt machte. • Werner Egk (1901-1983; eigentlich Werner Joseph Mayer), deutscher Komponist mit schwieriger NS-Vergangenheit. Egk gilt als ein Vertreter des deutschen Neoklassizismus und des modernen Musiktheaters und wird gelegentlich als „Komponist des Wiederaufbaus“ apostrophiert. • Kieth Engen (1925-2004), US-amerikanischer Opernsänger und Bayerischer Kammersänger. • Ferenc Fricsay (1914-1963), österreichischer Dirigent ungarischer Herkunft. Im August 1947 erfolgte sein internationaler Durchbruch, als er bei den Salzburger Festspielen für den an einem Gehirntumor erkrankten Otto Klemperer die Uraufführung von Dantons Tod von Gottfried von Einem übernahm. Zu seinem festen Kern von Interpreten zählten u. a. Dietrich Fischer-Dieskau, Rita Streich, Maria Stader, Ernst Haefliger, Josef Greindl und bis zu dessen Unfalltod 1954 auch Peter Anders. Bevorzugte Instrumentalsolisten Fricsays waren Yehudi Menuhin, Géza Anda, Clara Haskil und Annie Fischer. • Annie Fischer (1914-1995) war eine ungarische Pianistin, die vor allem für ihre Beethoven-Interpretationen berühmt ist. Dem Holocaust entging sie durch Flucht nach Schweden. • Dietrich Fischer-Dieskau (1925-2012), deutscher Bariton und einer der bedeutendsten Lied- und Opernsänger des 20. Jahrhunderts. Beispielhaft erwähnt seien Fischer-Dieskaus Schuberts Winterreise für den RIAS im Jahr 1948, seine erste Schallplattenaufnahme 1949 (Vier ernste Gesänge von Brahms), 1951 die Wiedergabe der Lieder eines fahrenden Gesellen von Gustav Mahler bei den Salzburger Festspielen unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler. 1954 Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Wolfram im Tannhäuser. Seine wesentlichen Stationen waren Auftritte an der Carnegie Hall in New York, der Deutschen Oper Berlin, der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München und am Royal Opera House in London. Sein Repertoire umfasste etwa 3000 Lieder von etwa 100 verschiedenen Komponisten. • Pierre Fournier (1906-1986), französischer Cellist, der besonders für sein sangliches Cellospiel bekannt war. Seine Aufnahmen der Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach gehören zu den herausragenden Tondokumenten der Schallplattengeschichte. • Nicolai Gedda (1925-2017), schwedischer Opernsänger und einer der gefragtesten Mozart- und Oratorieninterpreten des 20. Jahrhunderts. • Agnes Giebel (1921-2017), deutsche Sopranistin, die aufgrund ihres konzertanten Repertoires bekannt wurde. • Elisabeth Grümmer (1911-1986) war eine der herausragenden deutschsprachigen Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre großen Rollen in Bayreuth waren die Eva in den Meistersingern, die Elsa in Lohengrin und die Freia und Gutrune im Ring des Nibelungen. Als Liedersängerin war sie mit ebenfalls erfolgreich. • Ernst Haeflinger (1919-2007), Schweizer Tenor, der insbesondere als Bach-Interpret bekannt wurde. • Bernard Haitink (geb. 1929), niederländischer Dirigent. Haitink dirigierte während seiner künstlerischen Laufbahn ein breites Repertoire. Unter seinen Plattenaufnahmen befinden sich unter anderem alle Symphonien von Ludwig van Beethoven (drei Zyklen, mit dem London Philharmonic, Concertgebouw- und London Symphony Orchestra), Robert Schumann, Johannes Brahms (drei Zyklen: Concertgebouw, Boston Symphony, London Symphony Orchestra), Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Anton Bruckner, Gustav Mahler (bis auf die Achte mehrfach), Dmitri Schostakowitsch und die erste Gesamtaufnahme der Sinfonien Ralph Vaughan Williams' mit dem London Philharmonic. • Hildegard Hillebrecht (1925-2018), deutsche Opernsängerin. • Paul Hindemith (1895-1963), deutscher Komponist der Moderne (Neue Musik). In seiner frühen Schaffensperiode schockierte er das klassische Konzertpublikum mit provozierend neuartigen Klängen (schroffen Rhythmen, grellen Dissonanzen, Einbezug von Jazz-Elementen), was ihm den Ruf eines „Bürgerschrecks“ einbrachte. Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einem Aufführungsverbot seiner Werke. Hindemith verkörpert in besonderem Maße den Typ eines in Theorie und Praxis gleichermaßen versierten Universalmusikers. • Ludwig Hoelscher (1907-1996), deutscher Cellist. • Marga Höffgen (1921-1995), deutsche Altistin, die vor allem als Interpretin von Oratorien und Passionen (JS Bach) berühmt wurde. Als Opernsängerin waren die Rolle der Erda aus Das Rheingold und Siegfried ihre Paraderollen. • Eugen Jochum (1902-1987), deutscher Dirigent und einer der bekanntesten Interpreten der Werke Anton Bruckners. 1949 gründete er das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das er bis 1960 auch leitete und zu einem der führenden Orchester Deutschlands machte, • Otto Klemperer (1885-1973), einer der großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Als er 1905 bei Gustav Mahlers 2. Sinfonie unter Oskar Fried das Fernorchester dirigieren durfte, traf er den Komponisten persönlich. Die beiden wurden Freunde und Klemperer bekam 1907 auf Empfehlung Mahlers die Stelle des Chorleiters, später eines Kapellmeisters am deutschen Landestheater in Prag. 1910 assistierte er Mahler bei der Uraufführung von dessen 8. Sinfonie. • Erika Köth (1912-1983), eine der großen Koloratursopranistinnen des 20. Jahrhunderts in Deutschland, bekannt vor allem bekannt durch Mozart-Opern, und ihre Rollen in Opern und Operetten von Albert Lortzing, Robert Stolz, Johann Strauss und Franz Lehár.) • Rafael Kubelík (1914-1996), tschechischer Dirigent und Komponist und Sohn des Geigers Jan Kubelík. Er galt vor allem als Spezialist für tschechische Komponisten, wobei seine Interpretationen der Kompositionen von Dvořák und Janáček Maßstäbe gesetzt haben. Auch für das Werk Gustav Mahlers setzte er sich ein und begann in den 1960er Jahren als erster mit einer Gesamteinspielung von dessen Sinfonien auf Schallplatte; wurde allerdings von Leonard Bernstein „überholt“, dessen später begonnene Gesamtaufnahme zuerst fertiggestellt wurde. • Lorin Maazel (1930- 2014) war ein US-amerikanischer Dirigent. Im Alter von neun Jahren dirigierte er anlässlich der New Yorker Weltausstellung erstmals öffentlich ein Orchester. In den folgenden Jahren dirigierte das Wunderkind Little Maazel weitere Orchester in Los Angeles, Cleveland, Philadelphia, San Francisco und Chicago; an den Konzerten nahmen bis zu 8500 Zuhörer teil. 2000 nahm Maazel zusammen mit Andrea Bocelli das Album Sentimento auf, das sich als eines der erfolgreichsten Klassikalben in der Musikgeschichte erwies. Bis zu seinem Tod war Maazel Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. • Nikita Dmitrijewitsch Magaloff (1912-1992), russischer Pianist und Interpret von Chopin und Liszt-Klavierwerken. Auch seine Interpretationen der Klavierwerke von Strawinski waren herausragend. • Enrico Mainardi (1897-1976) war ein italienischer Cellist, Komponist und Dirigent. • Igor Markevitch (1925-1989), Avantgarde-Komponist und Dirigent russisch-ukrainischer Herkunft. Als Komponist schaffte er eine einzigartige Orchestration, bei der man selbst im komplexesten Orchestersatz fast jedes Instrument hört. Nach 1945 verlegte er sich aufs Dirigieren. • Yehudi Menuhin (1916-1999) war ein Wunderkind und wurde zu einem der größten Geiger des 20. Jahrhunderts. Sein Biograf Humphrey Burton nannte ihn das „berühmteste Kind auf dem Planeten“. Er war ein Wunderkind im Maßstabe eines Mozarts. Mit sieben Jahren spielte er ein Konzert mit dem San Francisco Symphony Orchestra und vier Jahre später trat er erstmals in der Carnegie Hall in New York auf. Zusammen mit dem Komponisten Benjamin Britten trat Menuhin kurz nach Kriegsende für die Überlebenden in den Konzentrationslagern auf und stand außerdem mit Wilhelm Furtwängler und den Berliner Philharmonikern im ausgebombten Berlin auf der Bühne. Die Zusammenarbeit mit diesem Dirigenten, der als Liebling der Nazis galt, wurde ihm als Verrat angelastet. Darüber erstaunt setzte sich Menuhin für Furtwänglers Denazifizierung ein. • Darius Milhaud (1892-1974), französischer Komponist. • Carl Orff (1895-1982) war ein deutscher Komponist und Musikpädagoge. Sein bekanntestes Werk ist die szenische Kantate Carmina Burana, die zu einem der populärsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts wurde. Aus einem ganzheitlichen Klangbewusstsein heraus, arbeitete Orff an einer umfassenden Form der Vermittlung, die als „Schulwerk“ (1930–35) bis heute eine Grundlage des Musikunterrichts ist. Dazu gehörte auch die Entwicklung des perkussiven Orff-Instrumentariums, die er gemeinsam mit dem Instrumentenbauer Karl Maendler vorantrieb. • Eugene Ormandy, eigentlich Jenő Blau (1899-1985), US-amerikanischer Dirigent und Geiger ungarischer Herkunft. • Sir Peter Pears (1910-1986) war ein britischer Opernsänger (Tenor) und langjähriger Lebensgefährte des Komponisten Benjamin Britten. • Edith Peinemann (geb. 1937) ist eine deutsche Violinistin und später vor allem Musikpädagogin, die durch ihre Vorträge über die klassischen und romantischen Werken hinaus sich vor allem mit zeitgenössischer Literatur wie die Violinwerke von Béla Bartók, Alban Berg und Aram Chatschaturjan beschäftigt. • Massimo Pradella (geb. 1925) ist ein italienischer Dirigent. Er war zunächst Geiger und Komponist, widmete sich aber dann auf Drängen Bruno Walters dem Dirigieren. Nach seinem Debüt 1954 in Rom unternahm er Konzertreisen durch ganz Europa, Amerika und Asien. Von 1959 bis 1990 war er ständiger Dirigent bei RAI. • Wolfgang Sawallisch (1923-2013) war ein deutscher Dirigent und Pianist. Nach 22 Jahren am Nationaltheater München war Sawallisch von 1993 bis 2003 Musikalischer Leiter des Philadelphia Orchestra. • Carl Schuricht (1880-1967), Komponist und einer der bedeutendsten Orchesterleiter des 20. Jahrhunderts. Er galt als bedeutender Interpret der Werke der Wiener Klassik und der Sinfonien Anton Bruckners. • Irmgard Seefried (1919-1988), deutsche lyrische Sopranistin, die sowohl als Opern- als auch als Liedsängerin Weltruhm genoss.. • Dorothea Siebert (1921-2013), deutsche Opernsängerin (Sopran), die an der Wiener Staatsoper engagiert war und bei den Festspielen von Salzburg und Bayreuth gastierte. • Maria Stader (1911-1999), Schweizer Opernsängerin und bedeutende Mozart- und Bach-Interpretin. Stader hatte vor allem Rita Streich, Kim Borg, Ernst Haefliger, Josef Greindl, Kieth Engen und Dietrich Fischer-Dieskau als Gesangspartner. Gewissermassen war sie der hohe Gegenpart von Hertha Töpper. • Leopold Stokowski (1882-1977), englischer Dirigent und Arrangeur Klassischer Musik. Ursprünglich Organist, wurde Stokowski einer der erfolgreichsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Er gab über 7000 Konzerte und leitete dabei mehr als 2.000 Uraufführungen. • Rita Streich (1920-1987), deutsche Opernsängerin (Koloratursopran). Sie wurde als Wiener Nachtigall bezeichnet und als Mozart- und Strauss-Interpretin gerühmt. Von 1954 bis 1971 sang sie alljährlich eines der sechs Blumenmädchen in Wagners Parsifal bei den Bayreuther Festspielen. • Hertha Töpper (1924-2020), österreichische Opern- und Oratoriensängerin, die sich als Octavian im „Rosenkavalier" in die Herzen gesungen und gespielt hat. Töpper war national wie international insbesondere als Dorabella, Fricka, Brangäne, Octavian, Judith, Carmen gefragt. Sie gastierte an allen großen Opernhäusern dieser Welt, in London, Wien, Mailand, Brüssel, Amsterdam, Rom, Zürich usw. Höhepunkte ihrer Laufbahn waren ihre Engagements bei den Salzburger Festspielen sowie an der Metropolitan Opera in New York. • Heinz Wallberg (1923-2004) war ein deutscher Dirigent. Er stand am Pult ziemlich aller bedeutender Opernhäuser der Welt und leitete als Konzertdirigent die bedeutendsten Orchester; dazu gehören auch die großen Klangkörper der ehemaligen Sowjetunion in Moskau und Leningrad. Allein an der Wiener Staatsoper hat er mehr als 450 Vorstellungen und im Wiener Musikvereinssaal fast 500 Konzerte dirigiert. • Friedrich „Fritz“ Wunderlich (1930-1966), deutscher Opernsänger (lyrischer Tenor), der unter der Leitung von Karl Böhm 1959 an den Salzburger Festspielen debütierte.Wunderlich war auf dem Höhepunkt seiner Karriere und sollte am 8. Oktober 1966 sein Debüt an MET in New York geben. Drei Wochen davor stürzte er (durch nachlässig gebundene Schuhe verursacht) von einer Treppe und starb an den Folgen eines Schädelbruchs..

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