Wilhelm Olbers

Olbers, Wilhelm

Mediziner und Astronom (1758–1840). Eigenh. Brief mit U. („W. Olbers“). Ort abbreviert. ½ S. Gr.-8vo.
$ 942 / 800 € (21492)

Wilhelm Olbers (1758–1840), Mediziner und Astronom. E. Brief mit U. („W. Olbers“). Ort abbreviert, 3. Mai 1827. ½ S. Gr.-8°. – An einen Herrn Sohn: „Hier, mein theurer Sohn! Die verlangten Gabainschen Papiere. Mit unserer Abrechnung bis 1ten Jan. 1827 hat es seine völlige Richtigkeit. Die Ursache meines Ir[r]thums lag darinn [!], daß ich die Notiz von dieser Abrechnung um Neujahr herum suchte. Sie haben sich aber bereits am 10. Novb. 1826 mit mir berechnet und mir die bis 1ten Jan.

1827 fällig werdenden Zinsen vergütet [...]“. – Sich seit dem Jahr 1820 fast ausschließlich seinen astronomischen Forschungen widmend, beobachtete der promovierte Mediziner den Kometen von 1779 und entwickelte eine einfache Methode, aus drei Örtern die Bahn eines Kometen exakt zu berechnen („Abhandlung über die leichteste und bequemste Methode, die Bahn eines Kometen zu berechnen“, 1797), die mehr als 100 Jahre lang Verwendung fand. „Er entdeckte die Planetoiden Pallas (1802) und Vesta (1807) sowie sechs Kometen, von denen einer (1815) seinen Namen erhielt (Olbers’-Komet), und leistete Pionierarbeit über Meteore. 1826 warf Olbers die als Olberssches Paradoxon bekannt gewordene, mit den Vorstellungen der klassischen Physik unlösbare Frage auf, warum der Nachthimmel trotz der unermeßlichen Zahl von leuchtenden Sternen dunkel ist“ (DBE). Olbers war Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, förderte Friedrich Wilhelm Bessel und war ein wichtiger Briefpartner von Carl Friedrich Gauß. – Mit kleinen Läsuren am linken Rand, sonst sehr wohlerhalten..

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