August Hermann Niemeyer

Niemeyer, August Hermann

deutscher Theologe, Pädagoge, Librettist, Lyriker, Reiseschriftsteller, evangelischer Kirchenlieddichter und preußischer Bildungspolitiker (1754-1828). Eigenh. Stammbucheintrag mit Namenszug. Halle. Quer-8vo. 1 p.
$ 524 / 450 € (76110)

August Hermann Niemeyer besuchte das Pädagogium in Halle und studierte 1771–1777 an der dortigen Hochschule Theologie. Am 18. April 1777 wurde er zum Doktor der Theologie promoviert. Niemeyer begann seine berufliche Laufbahn 1777 als Privatdozent der Theologie an der Universität Halle, ab 1784 lehrte er dort als Professor. Später gründete und leitete er das Pädagogische Seminar der Universität und wurde schließlich zu deren Kanzler und Rektor ernannt. Darüber hinaus war Niemeyer Direktor der Franckeschen Stiftungen. 1785 wurde er Mitdirektor des Pädagogiums und des Waisenhauses, 1787 Direktor des theologischen Seminars, 1792 Konsistorialrat, 1804 Oberkonsistorialrat und Mitglied des Berliner Oberschulkollegiums.

1807 wurde er als Geisel nach Frankreich gebracht, nach seiner Rückkehr aber 1808 zum Mitglied der Reichsstände des Königreichs Westphalen, auch zum Kanzler und Rector perpetuus der Universität Halle ernannt. Die Kanzlerstelle behielt er auch unter der preußischen Regierung (1814), welche ihn 1816 zum Mitglied des Konsistoriums zu Magdeburg ernannte..

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 1 S. 4to.Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 256 / 220 € (936803/BN936803)

An Konsistorialrat Miller in Ulm in Betreff seines neuen Buches: "[...] Ich hatte mir vorgenommen, den uns allen ach! so früh entrißnen Lubri [?], deßen Bekanntschaft ich zu machen die Freude hatte, zu ersuchen die Anzeige in der A. Zeit. zu ändern. Nun ist er nicht mehr auf seinem irdischen Posten, und über alle diese literarischen Kleinigkeiten erhaben. Da wende ich mich denn an Sie und überlaße es Ihnen ganz, ob Sie für die Verbreitung meines Buchs [...] etwas thun wollen [...]". - Mit kleinem Randausriß durch Siegelbruch.

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 1 S. 4to.
$ 175 / 150 € (936804/BN936804)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Ich mache mir das Vergnügen, Ihnen ein Exemplar der Schrift beiliegend zu überschicken [...]". - Mit kleinen Randausrissen.

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Schriftstück mit U. Halle. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.
$ 931 / 800 € (79559/BN51620)

Empfehlungsschreiben für einen Studenten: "Herr C. F. Aug. Vogel aus Sachsen widmet sich auf hiesiger Universität seit Ostern 1822 dem Studium der Theologie u[n]d Philologie. Er ist mir während dieser ganzen Zeit nicht nur durch seinen Collegienfleiss sondern auch durch seine im pädagogischen Sinne bewiesenen sehr guten Kenntnisse, Gewandtheit und Lebendigkeit im Vortrag rühmlichst bekannt worden. Eben so hat er sich in dem Unterricht, welchen er als Aush[ilf]slehrer im [...]zimmer ertheilt, empfohlen.

Dieß und die Unbescholtenheit seiner Sitten qualificirt ihn ganz vorzüglich zu einer ununterbrochenen Fortsetzung seiner Studien, da er von allen Seiten die Ladung zu einem würdigen Religions & Jugendlehrer erwartet [?] [...]"..

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 873 / 750 € (79566/BN51627)

An einen Redakteur: "Ew. Wohlgeboren erhalten in der Anlage den Artikel über Rhenius für das Conv. Lexicon der Gegenwart [...]". - Mit Empfängernotiz in Tinte und Spuren alter Montage.

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 3 SS. auf Doppelblatt. 4to.
$ 1,745 / 1.500 € (79567/BN51628)

An einen nicht namentlich genannten Empfänger: "Dünckt es mich doch fast Jahrelang daß ich von Ihnen, mein hochgeehrter Freund, und eben so auch von meinen übrigen Gönnern und Freunden in Ihrer Umgebung gar nichts gehört habe, als wes mir nicht etwa zufällig durch Reisende oder andere offentliche [!] Nachrichten zugekommen ist, wozu auch der nun [...] unsers [...] gehört. Ich muß endlich einmal das lange Stillschweigen brechen und wende mich an Sie, dem ich von Allen den Threuen [?] zuletzt sah, mit der Bitte, in einer freyen Stund, deren Sie nicht viel haben mögen, meinem Verlangen, doch einige Kund aus Ihrem Kreiße zu erlangen, freundlich zu genügen.

Denn es ist doch noch sehr ungewiß, ob ich in d. Sommer selbst werd nachfragen können, ob ich noch bey Ihnen Allen, die ich ehre und liebe, im Andenken bin und ob Ihnen Allen - auch Ihrem ehrwürdigen Vorderen [?] - Gott Gesundheit und Kräfte und guten Muth erhält, wie ich dieß, und recht aufs neue seit meinem voriährigen Feste zu äusern habe. Denn auch im 12t Lehr-Lustrum habe ich alle meine Geschichten teilen, lehren, lesen (bey ungeprüften Augen) und schreiben können (wes einer meiner [...] war) nie werden. Wie lange das noch so gelingen wird, [...] - und da liegt es ia am besten und sichersten. Dem wunderlichen vielgestaltigen Treiben, besonders auf dem Gebiet der Geologie, sehe ich richtig zu, obwohl oft mit Erstaunen, wes wir noch alles erleben müßen. Ich hätte wohl Lust, auf so manche Beobachtungen über fremde Menschen und Länder auch nach Beobachtungen über meine [...] pädagogisch-theologische Zeit zu schreiben. Aber ob es mögl. seyn wird - ich [...] steht bey dem, der unsre Tage gezählt hat. es mir eine [...] seyn, mich [...] mit entfernten Freunden über so [...] auszusprechen, wozu doch in meinem Bezirk [?] kein Raum ist. Bey Ihrem letzten Aufenthalt äußerten Sie, daß noch oft in Ihrer Provinz Stellen zu besetzen wären, naeml. auch an gelehrten Schulen. Sie hatten, dünkt mich, selbst einige Namen bey uns angestellter Lehrer auf Ihrer Liste - irre ich nicht so Rügner und Stette. Sollten einst, für sie und manche andre, die hier sehr mäßige Stellen haben, [...] bey Ihnen Aussicht seyn? [...] würde auch besonders für Mathematik, Französisch, Deutsch, [...] zu brauhen seyn. Er hat auch, wie Sie vielleich wißen, mehrere aus dem griech. Tragikern übersetzt. Es würd mich freuen, wenn Sie zuweilen ein[en] Blick auf unsre Schulamtscandidaten werfen wollten. Auch der Mittel & Bürgerschule fehlt es nicht an brauchbaren Subiecten. Ich ersehnte [?] eine Som[m]erreise! Sie hängt mit dem Wunsch zusammen, meine Tochter [...], die im M. März im L. n. Müller [?] a. Ostern heimführe, u[n]d mit ihr die Burg Metternich, unweit [?] Bonn oder Cöllen beziehen wird, da - schon im Ziel - zu besuchen - wie weit ich aber auf dieser Reise, die noch manches Hinderniß trüben tun, kommen werde, läßt sich noch gar nicht bestimmen. Ihrem 'sehr gern käme ich in das Münsterland', [un]d ich weiß - der freundlichen Aufnahme kön[n]t ich gewiß seyn. Aber wer weiß, ob ich Sie & die andre Freud dann freilich [?] [...]"..

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief).
$ 1,745 / 1.500 € (79568/BN51629)

An den Konsistorialrat Kohlrausch in Münster: "Ich eile, m. hochgeehrter Hr: Ihnen umgehend über H. Rink Auskunft zu geben. Sie können schwerl[ich] eine gestaltern kathol. Schulman[n] erhalten. Er steht am Gymnas. zu Heiligenstadt & ist den 30 näher als den 20. Er besitzt Sprach- & Sachkenntniße, ist ein sehr denkender Kopf naeml. über Sprachstudium, weiß auch Mathematik u[n]d hat richtige pädagogische didaktische Ansichten. Ich würde ihn so wie ich ihn in der Prüfung habe kennen lernen, unbedenkl.

wählen. Für untere Stellen ist er zu gut - die von H. Gesenius empfohlenen bringe ich auch ins Andenken. An unsrem Padag[ogium] [!] steht ein Dr. Mensing seit mehren Jahren, der auch erst nach u[n]d nach, da er gut an 30 Jahren hat, eine Beförderung wünscht. Er ist Mathematicus aber gar nicht Philologe. Französische Sprache, Geographie, deutsche Sprache kann er mit Nutzen lehren; ist auch ein sehr guter Musiker & Hornist [?]. Er steht hier gegen 600 R. die Ration eingerechnet u[n]d kaum so hoch. Ich habe keinen Auftrag von ihm. Aber er würde, glaub' ich, gern, selbstständig werden, was er in seiner itzigen Lage nicht werden kann. Wäre das ein Mann für Sie? Endl. bin ich mit der N[euen] A[uflage] m[einer] Grunds[ätze] zu fried[en]. Auch der 3t Theil hat viel Umarbeitung erfahren. Ueber die neuesten Bestrebungen im [...] habe ich mich, nach meiner besten Ueberzeugung, offen ausgesprochen. Es wird hie & da - vielleicht auch oben mißfallen. In meine Schlußwünsche stimmen Sie gewiß der Hauptsache nach ein [...]". - Mit gr. Siegelrest..

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 1 S. 4to. Mit eh. Anschrift verso (Faltbrief).
$ 931 / 800 € (79569/BN51630)

An den Bürgermeister von Halle, Karl Albert Ferdinand Mellin, mit einer Entschuldigung: "Ew W[ohlgeboren] bitte ich die Verspätung des Umstehenden zu entschuldigen. Mein Versprechen war mir, ueber dem Drang so vieler Geschäfte u[n]d Männer [?] aus dem Sinn gekom[m]en. Prüfen Sie nun Alles, & betrachten es bloß als Vorschläge. Die letzten werden [?] mir am besten gefallen [...]".

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief).
$ 1,047 / 900 € (79571/BN51632)

An ein Mitglied der Leipziger Verlegerfamilie Gleditsch: "Ich bin bloß durch Geschäfte gehindert, E. W. früher für die mir übersandten Exemplare meines Kupfers zu danken, und Ihnen zugleich die Rückkunft des unbeschädigten Originals zu melden. Nach meinem Urtheil hat der Künstler sehr brav gearbeitet. Ueber die Aehnlichtkeit konnen [!] Fremde besser als ich urtheilen. Einige haben dem Auge auch [?] etwas mehr Licht & Ausdruck gewünscht [?]. Aber die Urtheile sind hier, wie über alle menschlichen Werke verschieden [...]".

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Niemeyer, August Hermann

evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828). Eigenh. Brief mit U. Halle. 2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief) und papierged. Siegel. Mit eh. Beilage.
$ 1,745 / 1.500 € (79573/BN51634)

An einen Prediger [...]: "Ich bin sehr lange in Ihrer Schuld geblieben! Sie haben mich ... mit einem freundlichen Schreiben erfreut. Sie haben mir in angenehmes Geschenk gemacht. Für beydes hätt ich Ihnen längst danken sollen. Am meisten aber danken, daß Sie unsere Anstalten einen recht schätzbaren Arbeiter in Ihrem C. H. Sohn erzogen haben Und damit will ich auch an fangen - will Sie versichern, daß er sich von Tag zu Tag besser in sein Geschäft findet, daß er treu und gewissenshaft sein Amt versieht, daß er in seinen Klassen nützl. wird, und, wie ich hoffe, uns [...]. Es ist an einen so [...]". - Mit Ausschnitt durch Brieföffnung. - Die Beilage ... .

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