Josef Neuwirth

Neuwirth, Josef

Kunsthistoriker (1855-1934). 2 eigenh. Briefe mit U. Smíchow. 2½ SS. 8vo. Davon 1 Karten-Brief.
$ 159 / 150 € (7078)

Josef Neuwirth (1855-1934), österr. Kunsthistoriker. 2 e. Briefe m. U., Smíchow, 30. Januar u. 28. Februar 1899, 2 ½ Seiten 8°. Davon 1 Karten-Brief. An den Journalisten u. Schriftsteller Emil Faktor (1876-1942): „[…] Ihre Proben haben mich – abgesehen von dem Persönlichen – inhaltlich und formell in hohem Grade interessiert und ungemein angesprochen. Die Stoffwahl verräth einen guten Geschmack, der Absurditäten der sogenannten Tagesströmung glücklich zu meiden versteht […]“ – Neuwirth studierte Geschichte, klassische Philologie, Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an der Deutschen Univ.

Prag, wurde 1882 zum Dr. phil. promoviert und war bis 1884 als Gymnasialprofessor tätig. 1885 habilitierte er sich in Prag für Kunstgeschichte, wurde 1897 a.o.Prof. und lehrte von 1899-1926 als Ordinarius allgemeine Kunstgeschichte an der TH Wien, wo er 1908 das Fach Denkmalpflege einführte. Von 1905-14 war er Generalkonservator der Zentralkommission zur Erforschung der Kunst- und historischen Denkmale, 1902-33 Vorstandsmitglied bzw. 1918-33 Vorsitzender des Altertumsvereins bzw. des Vereins für Geschichte der Stadt Wien..

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Neuwirth, Josef

Journalist und Politiker (1839-1895). Eigenh. Brief mit U. Meran. 28.03.1884. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 159 / 150 € (941581/BN941581)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wärmsten Dank vor allem, verehrter Freund, für deine freundliche Erinnerung an mich! In Folge meines Zustandes ist mein Badener Projekt bis auf Weiteres in die Ferne gerückt. Dir darüber mehr zu sagen, daran hindert mich mein überaus schmerzhaftes Handgelenke, in welchem die gichtische Affektion leider stetig zunimmt, während mein trauriges Allgemeinbefinden sich hier in absoluter Ruhe und guter Frühlingsluft allerdings bereits ein wenig gebessert hat.

Aber ich bin mehr als je Jammerpepi und wenn der bevorstehende Sommer mir nicht gründliche Besserung bringt, dann werde ich wo[h]l für den Rest meines Lebens außer Dienst treten müssen [...] Du hast dir inzwischen auch einen längeren Urlaub verschafft, denn mehr als das bedeutet ja deine Mandatsniederlegung nicht. Aber es war doch ein kluger Schritt von politischer Feinfühligkeit, den zu bereuen du nach keiner Richtung hin Ursache hast. 'Nicht jedes Mädchen hält so rein', sagt Faust. Auf Wiedersehen nach Ostern! Und inzwischen die wärmsten Grüße aus unfreiwilligem Exil! [...]". - Mit einem größeren Einriss am Mittelfalz..

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Neuwirth, Josef

Journalist und Politiker (1839-1895). Eigenh. Brief mit U. Kammer [am Attersee]. 29.08.1882. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 191 / 180 € (941582/BN941582)

An einen namentlich nicht genannten Freund in Zipf, möglicherweise den Brauereiunternehmer und Politiker Wilhelm Schaup: "Mit fast elektrischer Geschwindigkeit ist mir dein Schreiben [...] zugekommen, man sieht den praktischen Mann!, und wenn ich dasselbe heute erst beantworte, so ist das gräuliche Hundewetter, das alle Projekte verhöhnt, einerseits, mein Zustand, ich habe seit meiner Rückkehr aus Gastein das Haus noch nicht verlassen, andererseits daran schuld. Nun der Himmel allmälig blau wird und mein Befinden wieder halbwegs darnach ist, daß ich an eine kleine, mit nicht viel pedaler Strapaze verbundene Tour denken kann, ich auch hoffen darf oder doch hoffen will, daß die traurige Störung in deinem Home wenn auch noch nicht verwunden so doch abgeschwächt ist und du vielleicht selbst das Bedürfniß nach einer kleinen Zerstreuung empfindest, nun melde ich mich wieder [...] mit der Mittheilung, daß ich [...] an Ruhs schreibe mit der Aufforderung, mir morgen telegr.

zu sagen, ob er damit einverstanden, daß wir übermorgen [...] gemeinsam nach Aussee fahren, derart daß er zum Zuge [...] in Ebenzweier zu uns stößt, während wir [...] uns in Vöklabruck [...] treffen [...] Sobald von Ruhs Antwort da ist blitze ich dir dieselbe nach Zipf hinüber. Ich habe die Empfindung, daß wenn wir die Tour jetzt nicht machen, dieselbe überhaupt ins Wasser fällt [...] Bitte Frau Czermak mein aufrichtiges Beileid auszudrücken! Mein Erstes, nachdem ich die Todes-Anzeige gelesen hatte, war, nachzusehen, ob der Verstorbene nicht als Mitgl. der 'Conc.' [d. i. der Schriftstellerverein Concordia] auch dem Pensionsfonds [...], dem ich vorstehe, angehöre. Leider fand ich seinen Namen nicht in der Mitgliederliste [...] Wäre letzteres der Fall gewesen so bezöge die Wittwe [!] jetzt eine jährl. Pension von 600 fl. Ich bedauere lebhaft, daß es nicht der Fall ist [...]". - Leicht stockfleckig..

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Neuwirth, Josef

Journalist und Politiker (1839-1895). Eigenh. Brief mit U. Wien. 04.01.1879. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 159 / 150 € (941583/BN941583)

An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich theile Ihnen mit, daß ich heute in einem Schreiben an den Präsidenten um Enthebung von der mir übertragenen Mission gebeten habe. Die Affaire wäre ohne persönliche Conflikte nicht abgelaufen und ich trage kein Verlangen darnach, die Zahl meiner Gegner vermehrt zu sehen. Zudem besagt § 52 klar, daß die Anmeldungen persönlich u. mündlich 'bei dem Präsidenten' zu erfolgen haben. Auch verspüre ich keine Neigung, am 15. dM. schon von 7 Uhr Morgens an Mittelpunkt einer unvermeidlichen Katzbalgerei zu sein, lauter Dinge, die ja Sie selbst mir mit Recht nahegelegt haben.

Wie wir Drei nun d'raus kommen werden, das vermag ich freilich nicht abzusehen, doch, wollen wir das, sobald erst Rechbauer [d. i. der Jurist und Politiker Karl Rechbauer] einen neuen Ukas erlassen hat, noch näher besprechen. Die Noth ist groß, denn die Zahl derer, die sprechen wollen, ist Legion [...]"..

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Neuwirth, Josef

Journalist und Politiker (1839-1895). Eigenh. Brief mit U. Wien. 01.03.1884. 1 S. auf Doppelblatt. 12mo.
$ 106 / 100 € (941584/BN941584)

An einen namentlich nicht genannten Freund: "Vielen Dank für deine freundliche Erinnerung und Einladung! Aber Jammer-Pepi ist dermalen wirklich krank, ein gebrochener Mann, arbeits- und gesellschaftsunfähig, und steht vor der ärzlich constatirten Nothwendigkeit Wien zu verlassen! Deine und deiner Frau Gemalin, der ich meine Verehrung ausdrücke, freundliche Entschuldigung erbittend bin ich mit den freundschaftlichsten Grüßen [...]".

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Neuwirth, Josef

Journalist und Politiker (1839-1895). Eigenh. Brief mit U. Abg[eordneten]haus. 30.06.1877. 1 S. auf Doppelblatt. 4to.
$ 169 / 160 € (941585/BN941585)

An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Nehmen Sie mit dem folgenden 'Telegramm per Post' fürlieb: Zuckersteuer-Resolution nach langer Debatte mit 17 gegen 12 angenommen. Sodann Mittheilung Hopfens, daß Resolutionsantrag des Subcomités für Zoll- u. Handelsb. in Betreff der schwebenden Staatsschuld, ferner des Bankstatuts (welches morgen zur Vertheilung komme) für die Verhandlung im Ausschuße vorliege. Zugleich Anfrage an Herbst als Obmann, ob das Bankstatut auf die T.O. gesetzt werden soll? Herbst macht eine kurze ausweichende Bemerkung.

Plener gegen Berathung des Bankstatuts, da am 7. Vertagung, also höchstens noch zwei Sitzungen, beantragt Resolution wegen schweb. Schuld auf die T.O. zu setzen [...] d. h. Schluß der Sitzung, da der auf der T.O. stehende Gegenstand erledigt. Der Ausschuß beschließt, auf die T.O. der nächsten Aussch. Sitzg. (wahrscheinlich Dienstag) zu setzen: Resolution wegen schweb. Schuld. Darauf Schluß der Sitzung [...]"..

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