Eugen Nerdinger

Nerdinger, Eugen

Schrift- und Buchgestalter, Gebrauchsgraphiker und Leiter der Augsburger Werkkunstschule (1910–1991). Ms. Brief mit eigenh. U. Augsburg. 1 S. 8vo.
$ 88 / 80 € (12839)

Eugen Nerdinger (1910–1991), Schrift- und Buchgestalter, Gebrauchsgraphiker und Leiter der Augsburger Werkkunstschule. Ms. Brief mit e. U. Augsburg, 13. September 1977. 1 S. 8°. – An Heinz Birker: „Von einem längeren Italienurlaub zurückgekehrt finde ich Ihren Brief unter meinem Poststapel. Ich danke Ihnen sehr für Ihre freundlichen Worte. – Beiliegend schicke ich Ihnen einen Sonderdruck, der anläßlich meines 60. Geburtstages erschienen ist; er enthält ein Verzeichnis meiner bis zum Jahre 1970 erschienenen Arbeiten.

Sie sind alle vergriffen. Man kommt kaum mehr an ein Exemplar heran [...]“. – Eugen Nerdinger studierte Gebrauchsgraphik an der Städtischen Kunstschule in Augsburg und an der Akademie für angewandte Kunst in München und machte sich als Graphiker selbständig. Im Herbst 1945 gründete er die „Stern-Offizin“, eine Werkstätte für Buchkunst und Gebrauchsgraphik, und begann an der Augsburger Kunstschule zu unterrichten. Auf seine Initiative hin wurden zusätzliche Fachabteilungen für Ausstellungsgestaltung und Werbegraphik geschaffen; 1960 übernahm er der Leitung des Instituts, das im Jahr darauf zur „Werkkunstschule der Stadt Augsburg, Höhere Fachschule für angewandte Graphik und Malerei“ umbenannt wurde. Als Sozialdemokrat gehörte er während der Zeit des Nationalsozialismus zur Widerstandsgruppe um Bebo Wager. „Bis zum Jahr 1937 kümmerte sich Nerdinger um den Aufbau der Organisation, die konspirativen Methoden der illegalen Zusammenarbeit sowie Informationssammlung und weitergabe [...] Sein Atelier diente nebenher zur Tarnung unerlaubter politischer Aktivitäten“ (Wikipedia, Abfrage v. 24. III. 2008). – Ohne den erwähnten Sonderdruck..

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