Franz Carl Naegele

Naegele, Franz Carl

Gynäkologe und Geburtshelfer (1778–1851). 2 eigenh. Briefe mit U. („Naegele“). Heidelberg. Zusammen (3+3=) 6 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 4to. Ein Brief mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 388 / 320 € (18134)

Franz Carl Naegele (1778–1851), Gynäkologe und Geburtshelfer. 2 e. Briefe mit U. („Naegele“). Heidelberg, 1824 und 1830. Zusammen (3+3)= 6 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 4°. Ein Brief mit e. Adresse (Faltbrief). – An den Mediziner Johann Christian Clarus in Leipzig: „Auch von Ihnen die Ansicht, die ich schon durch Kuhl und andere von Puchelt [d. i. der Leipziger Internist und Direktor der Medizinischen Poliklinik Friedrich August Puchelt, 1784–1856] hatte, bestätigt zu erhalten war mir erfreulich, sehr erfreulich.

Doch nun ein paar Worte ganz in dem Vertrauen, gesprochen, wie es echte Freundschaft gewährt und hinwieder erwartet, die sich auf gegenseitige Anerkennung von Redlichkeit Offenheit u. s. w. stützt. Natürlich, mein Freund, bin ich nicht allein Herr u. Meister in der Küche, der eine streut hier sein Salz in die Suppe, der andere dort. Einer hält diese Brühe für die Köstlichste, ein anderer jene. Und jeder behauptet den besten Geschmack zu haben [...]“ (Br. v. 21. März 1824). – „[...] Sie könnten mir einen Liebesdienst erweisen, der mich Ihnen zu ewigem Danke verpflichten würde, wenn Sie eine Anzeige von meinem Lehrbuche für die Hebammen machen wollten. Ich bin weit entfernt, unverdientes Lob zu wünschen. Ich wünsche nicht einmal Nachsicht (so sehr das Buch deren auch bedarf), sondern nur eine gerechte Beurtheilung. Das Buch enthält das Resultat einer 30jährigen Erfahrung, die, und zwar früher in der Eigenschaft als Stadt- und Landphysikus und [in] der Folge als Lehrer[,] mir hinreichende Gelegenheit gewährt hat, kennen zu lernen, was eine tüchtige Stadt- und was eine Landhebamme wissen und können muß, um ihrem Berufe auf die für die Menschheit wohlthätigste, nützlichste Weise vorzustehen [...]“ (Br. v. 28. Oktober 1830). – F. C. Naegele war Amtsphysikus von Barmen und Beyenburg und beschäftigte sich besonders mit der Geburtshilfe. 1807 wurde er a.o. und drei Jahre darauf o. Professor der Gynäkologie und Direktor der Entbindungsanstalt in Heidelberg. Sein wissenschaftliches Interesse galt insbesondere der geburtshilflichen Pathologie; von 1825 bis 1847 war Naegele Mitherausgeber der „Heidelberger klinischen (seit 1835: medizinischen) Annalen“; sein erwähntes „Lehrbuch der Geburtshülfe“ sollte bis 1883 14 Auflagen erreichen. – Papierbedingt etwas gebräunt und tls. etwas fleckig; der Br. v. 21. März 1824 mit kleinem Ausschnitt auf Bl. 2 durch Siegelbruch (minimale Buchstabenberührung)..

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