Gerhard von Mutius

Mutius, Gerhard von

Diplomat und Philosoph (1872-1934). Ms. Sentenz mit eigenh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Bukarest. 1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).
$ 508 / 450 € (84942/BN55482)

"Denkt man an die äussere Weltlage und Deutschlands äussere Lebensbedingungen, so sieht die Zukunft nach wie vor dunkel und schwierig aus. Blickt man hingegen auf die innere Lebenskraft des deutschen Volkes, so kann man nicht anders, als an eine grosse Zukunft glauben. In dieser Hinsicht scheint mir namentlich die Entwicklung der deutschen Sprache hoffnungsreich. In jeder sprachschöpferischen Wendung, überall da, wo sie nicht nur neutrales Verständigungsmittel, Routine und Gewohnheit ist, fühlen wir den Auftrieb, die Jugend, das Glück der Sprache [...]".

- Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Gerhard von Mutius war von 1927 bis 1931 deutscher Gesandter in Bukarest. - Mit feinen Einschnitten im Formularteil..

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Mutius, Gerhard von

Diplomat (1872–1934). Eigenh. Brief mit U. („GvMutius“). Kristiania. ¾ S. Gr.-4to.
$ 203 / 180 € (23102)

Gerhard von Mutius (1872–1934), Diplomat. E. Brief mit U. („GvMutius“). Kristiania, 14. November 1919. ¾ S. Gr.-4°. – An eine Dame in Beantwortung von deren Schreiben mit der Auskunft, „daß ich seinerzeit Ihre Angelegenheit zur Kenntnis einer französischen Persönlichkeit gebracht habe, die sich vielleicht dafür interessieren könnte. Leider ist mir der Aufenthalt dieser Persönlichkeit momentan nicht bekannt, und ich bin daher im Augenblick nicht in der Lage, weitere Erkundigungen einzuziehen.

Ich möchte Ihnen unter diesen Umständen empfehlen, die doch wohl unmittelbar bevorstehende Ratifizierung des Friedensvertrages abzuwarten und dann sich an die deutsche Vertretung in Paris zu wenden [...]“. – Gerhard von Mutius war seit 1903 im diplomatischen Dienst tätig, kam über Paris und St. Petersburg als Legationsrat nach Peking und wurde dann Botschaftsrat in Konstantinopel. „Während des Ersten Weltkriegs war er 1915–17 Leiter der politischen Abteilung des Generalgouvernements in Warschau. Seit 1918 deutscher Gesandter in Norwegen, führte er 1920/21 den Vorsitz der deutschen Friedensdelegation in Paris und übernahm anschließend die Leitung der Westeuropa-Abteilung des Auswärtigen Amts. 1923–26 war er Gesandter in Kopenhagen, danach in Bukarest und arbeitete seit 1931 wieder im Auswärtigen Amt“ (DBE). Nebenher auch publizistisch tätig, wurde er für „Die drei Reiche. Ein Versuch philosophischer Besinnung“ (1916) mit dem Nietzsche-Preis ausgezeichnet. – Etwas angestaubt und knittrig und leicht fleckig..

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