Wilhelm Müller

Müller, Wilhelm

Schriftsteller (1794–1827). „Sprüche aus meinem zweiten Hundert | Hab’ ich’s getroffen?“ Eigenh. Manuskript mit U. („WMüller“). Franzensbad. 1¾ SS. Schmal-gr.-8vo.
$ 2,171 / 2.000 € (18716)

Wilhelm Müller (1794–1827), Schriftsteller. „Sprüche aus meinem zweiten Hundert | Hab’ ich’s getroffen?“ E. Manuskript mit U. („WMüller“), Franzensbad, 14. August 1826. 1¾ SS. Schmal-gr.-8°. – Zehn Sinnsprüche mit zusammen 32 Zeilen zu je zwei bis vier Strophen und ein abschließendes „Postscriptum | Der Gedanke trügt, | Kein Sprichwort lügt. | Von Mund zu Mund | Läuft’s rein u. rund. | Und nennen’s hundert Weise dumm, | Es klingt u. schiert sich nichts darum“. – Der „durch seine in der Nachfolge Eichendorffs stehende und meist noch zu seinen Lebzeiten vertonte volkstümlich-romantische Lyrik“ bekannt gewordene „Griechen-Müller“ – seinerzeit so apostrophiert wegen seiner Unterstützung des griechischen Freiheitskampfes, wiewohl er selbst nie einen Fuß auf griechischen Boden gesetzt hatte – „wurde [...] zum Begründer des neueren deutschen Gesellschaftslieds“ (DBE).

Seine wohl bekanntesten Werke sind die zwei von Franz Schubert vertonten Liederzyklen „Die schöne Müllerin“ und „Winterreise“. – Papierbedingt etwas gebräunt und minimal fleckig..

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Müller, Wilhelm

Dichter (1794-1827). Eigenh. Brief mit U. Dessau. 22.01.1826. 3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.
$ 8,143 / 7.500 € (937855/BN937855)

In Zusammenhang mit der Redaktion der Ersch/Gruber'schen Enzyklopädie, vielleicht an Johann Gottfried Gruber: "Verehrter Freund, Ich wüßte in der That nicht, was Hassel u. ich Ihrer u. der ersten Redaktoren Mittheilung nach hinzufügen sollten, als ein: So ist's, u. wir werden das Unsrige thun. Daher schicke ich Ihnen Ihr Manuskript zum Druck mit einigen, den Styl betreffenden Bemerkungen zurück u. erwarte baldigst die Druckexemplare. Ferner lege ich bei den Artikel: 'Cavaceppi' für die jetzt in Druck begriffenen Bogen.

Ersch hat mir den Artikel in den Schuh geschoben u. zwar so eilig, daß er mir auftragen mußte, ihn direkt an Sie zu befördern. An Hassel kann ich erst nächsten Mittwoch schreiben, um ihm dann das Direktorium mit meinen Ergänzungen zurückzuschicken. Eine solche Revisionsarbeit läßt sich nicht übereilen; man muß Fach auf Fach durchgehen. Daß es jetzt an Fuhren zwischen Leipzig u. Dessau fehlt, weiß ich selbst aus Erfahrung, von Ihrem Pech her. Hartmann, Ackermanns Commissionär, weiß wohl am besten Gelegenheiten nachzuweisen. Noch erinnere ich Sie an den mir versprochenen Band H der Frankfurter Encyclop. Auch haben Sie, wenn ich nicht irre, für Ersch die Biogr. des Contemp. und die Supplem. der Encycl. Brit. angeschafft. Hab' ich Sie in dieser Hinsicht recht verstanden, so ersuche ich Sie, mir bei Ersch die H-Bände dieser Werke zur Mittheilung anzuweisen. Ich selbst habe für die H. Bibl. viele encycl. Werke angeschafft, Reallexika über einzelne Wissenschaften u. Künste [...] Aber Alles läßt sich von uns mit eigenen Mitteln nicht zwingen, wenigstens nicht sogleich. Haben Sie nicht vorläufig mit Rochlitz wegen Haendel u. Haydn gesprochen? [...]". Schon 1821-25 hatte Müller für die für die 1. Sektion der Ersch/Gruber'schen "Allgemeinen Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste" 56 Artikel beigesteuert (überwiegend zu italienischen Themen sowie englischen und deutschen Schriftstellern). Im Dezember 1825 übernahm er mit Georg Hassel die Redaktion der 2. Sektion ("H-N"). Müller, bekannt als Verfasser der "Schönen Müllerin" und der "Winterreise" und wegen seines Enthusiasmus für den griechischen Freiheitskampf auch "Griechen-Müller" genannt, starb im Oktober 1827, noch nicht 33-jährig, an einem Herzinfarkt. Sein Nachlass wird von der Anhaltischen Landesbücherei Dessau verwahrt..

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