Johannes Müller

Müller, Johannes

evangelischer Theologe (1864–1949). Eigenh. Brief mit U. und eh. Postkarte mit U. [Berchtesgaden] und Elmau. Zusammen (1+¾=) 1¾ SS. auf 2 Bll. Gr.-8vo und qu.-8vo. Die Karte mit vorgedr. Adresse.
$ 182 / 180 € (19569)

Johannes Müller (1864–1949), evangelischer Theologe. E. Brief mit U. und e. Postkarte mit U. [Berchtesgaden] und Elmau, [1917] und 1921. Zusammen (1+¾=) 1¾ SS. auf 2 Bll. Gr.-8° und qu.-8°. Die Karte mit vorgedr. Adresse. – An den Gießener Kirchenhistoriker Gustav Krüger (1862–1940), der ihn um einige biographische Angaben gebeten hatte (Karte v. [13. Februar 1917]) und der später offensichtlich mit der Verwertung der Bibliothek des 1920 verstorbenen Theologen Wilhelm Bousset beschäftigt war: „Ich würde aus der Bibliothek Dr.

Boussets gern Von Soden, Neues Testament 4 Halblederbände übernehmen, und bitte nur Zusendung unter Nachnahme, falls das Werk noch zu haben ist [...]“ (Br. v. 21. Juni 1921; auf Briefpapier mit gedr. Adresse). – Der promovierte Theologe gab 43 Jahre lang die „Blätter zur Pflege persönlichen Lebens“ heraus und begründete 1903 in Schloß Mainberg (Unterfranken) die „Freistätte persönlichen Lebens“ (seit 1916 in Schloß Elmau). „Müller wandte sich in seiner Arbeit und in zahlreichen Schriften (u. a. ‚Von den Quellen des Lebens’, 1905) an die ‚entkirchlichten Gebildeten’. Die von ihm verkündete und praktizierte Lebensform ist von der Jugendbewegung beeinflußt. Im ‚Dritten Reich’ vertrat er Positionen, die dem Nationalsozialismus und den ‚Deutschen Christen’ entgegenkamen“ (DBE), entfernte sich dann jedoch davon und sah nach 1945 seine einstige Hinwendung zur „nationalen Wiedergeburt“ Deutschlands „als den großen Irrtum seines Lebens ein. Nach seinem Tode endete die Elmauer Bewegung“ (BBKL VI, s. v.). – Der Adressat gilt als „die einflußreichste Gestalt der Gießener Theologie in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus [als] eine der dominierenden Figuren der Universität überhaupt“ (Gießener Elektronische Bibliothek)..

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Müller, Johannes

evangelischer Theologe (1864–1949). Eigenh. Brief mit U. Elmau. 1 S. Gr.-8vo.
$ 182 / 180 € (25917)

Johannes Müller (1864–1949), evangelischer Theologe. E. Brief mit U. Elmau, 14. Januar 1921. 1 S. Gr.-8vo. – An den Schriftsteller Bruno Wille (1860–1928): „Lange nicht hat mir etwas so grosse Freude gemacht wie die Nachricht von Ihrer Vermählung mit der lieben Frau Friedländer. Ich hätte Ihnen schon längst geschrieben, wenn ich nicht Ende des Jahres erkrankt wäre und erst seit Anfang der Woche wieder einigermassen in Ordnung bin [...]“. – Johannes Müller promovierte 1890 mit einer Arbeit über den Sündenbegriff bei Descartes und Spinoza und war hernach als freier Schriftsteller tätig.

1897 gründete er die „Blätter zur Pflege persönlichen Lebens“ (seit 1917 „Grüne Blätter“) zur Verbreitung seiner Gedanken und begründete 1903 in Schloß Mainberg (Unterfranken) die „Freistätte persönlichen Lebens“ (seit 1916 in Schloß Elmau). „Die von ihm verkündete und praktizierte Lebensform ist von der Jugendbewegung beeinflußt. Im ‚Dritten Reich’ vertrat er Positionen, die dem Nationalsozialismus und den ‚Deutschen Christen’ entgegenkamen“ (DBE), doch wandte er sich später zunehmends vom Nationalsozialismus ab, dessen Rassenwahn und Antisemitismus er ablehnte. – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im Mittelfalz beidseitig eingerissen..

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