Heinrich von Müller

Müller, Heinrich von

Staatsmann (1813–1874). 2 Briefe mit eigenh. U. („vMühler“). Berlin. Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 2 Bll. Folio und qu.-gr.-8vo.
$ 452 / 400 € (18335)

Heinrich von Mühler (1813–1874), Staatsmann. 2 Briefe mit e. U. („vMühler“). Berlin, 1870 und 1871. Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 2 Bll. Folio und qu.-gr.-8°. – An den Apotheker und Chemiker Carl Boedeker (1815–1895) mit der Mitteilung von dessen Bestellung zum außerordentlichen Mitglied der Wissenschaftlichen Prüfungskommission für Chemie. – Heinrich von Mühler war 1841 in das preußische Kultusministerium berufen worden, wo vor allem kirchliche Fragen zu seinem Zuständigkeitsbereich gehörten.

„Seit 1851 war er Mitglied des neugegründeten evangelischen Oberkirchenrats, seit 1862 Kultusminister. Beeinflußt durch seine pietistische Frau Adelheid, geb. von Goßler, betrieb Mühler eine orthodoxe Kirchen- und Schulpolitik, konnte jedoch weder die Beibehaltung der Konfessionsschulen noch die Errichtung einer einheitlichen preußischen Landeskirche unter Einschluß der neuen Provinzen durchsetzen. Nach Bismarcks Hinwendung zum Liberalismus 1866 sah er sich zunehmender Kritik ausgesetzt. Im Kulturkampf widersetzte sich Mühle der Einführung der Zivilehe sowie der Trennung von Kirche und Staat. 1872 mußte er seinen Rücktritt einreichen“ (DBE)..

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