Julius Mosen

Mosen, Julius

Schriftsteller und Dramaturg (1803–1867). Eigenh. Brief mit U. („JMosen“). Neuhaldensleben. 2 SS. auf Doppelblatt (mittig durchrissen). Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 467 / 400 € (23336)

Julius Mosen (1803–1867), Schriftsteller und Dramaturg. E. Brief mit U. („JMosen“). Neuhaldensleben, 8. Juni 1844. 2 SS. auf Doppelblatt (mittig durchrissen). Gr.-8°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – An Herrn Reimann von der Arnoldschen Buchhandlung in Dresden: „[...] Ich wollte überdieß keinen Frieden, sondern Kampf bringen. Ich habe manches Vorurtheil in Dresden geschont, aber die gar zu Dickgemästeten in der Kunst mögen unter dem Beile fallen. Wenn die Ochsen brüllen, so ist immer eine neue Wahrheit entdeckt, seitdem Pythagoras eine Hekate geopfert, als er seinen großen Lehrsatz erfunden hatte.

Nachdem ich 4 Wochen lang bei meinem Bruder, dem Pfarrer in Groitzsch [?] bei Pegau, erlebt habe, bin ich nun weiter vorgerückt und ietzt bis zum Schreibpulte meines Schwagers, des Oberstleutnants Lentze in Neuhaldensleben bei Magdeburg. Nächsten Donnerstag fahre ich mit den Meinen auf dem Dampfbo[o]te nach Wittenberge bei Perlenberg, wo mein 2ter Schwager v. Platen ein Gut besitzt [...]“. – Auf sehr dünnem, etwas gebräuntem und knittrigem Papier; der linke Rand beider Bll. stärker gebräunt und lädiert..

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Mosen, Julius

Schriftsteller und Dramaturg (1803–1867). Eigenh. Brief mit U. O. O. 1 S. Kl.-8vo.
$ 584 / 500 € (7251)

Julius Mosen (1803–1867), Schriftsteller und Dramaturg. E. Brief m. U., o. O., 17. Juli o. J., 1 Seite kl.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Noch immer sehr leidend bin ich mit meiner Familie hier angekommen und werde heute ein Logis in Dr. Schreber’s Haus vor dem Petersthor beziehen, wo ich mich 1 Monat lang einer Kur unterziehen will. Sie würden mich sehr erfreuen, wenn Sie mir dort Ihren Besuch gönnten, da ich selbst gar sehr am Gehen behindert bin [...]“. Mosen, ein Freund von Ludwig Tieck, Ernst Theodor Echtermeyer, Arnold Ruge und Gottfried Semper, wurde 1844 Dramaturg am Großherzoglichen Hoftheater in Oldenburg; 1846 begann er unter stetig anwachsenden Lähmungserscheinungen zu leiden, die schlußends zu Unbeweglichkeit und zum Verlust der Sprache führten.

Sein bekanntestes Gedicht ist der Text des „Andreas Hofer-Liedes“ („Zu Mantua in Banden“), das heute Landeshymne des österreichischen Bundeslandes Tirol ist. – Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808–1861) war Universitätsprofessor und seit 1844 Leiter der Leipziger orthopädischen Heilanstalt. In seinen Schriften beschäftigte er sich vor allem mit der Gesundheit der Kinder und den sozialen Folgen des Stadtlebens am Beginn der Industrialisierung; Schreber war Namensgeber der im 19. Jahrhundert als Armen- und Specialgärten bekannten, heute Schrebergärten benannten Kleingärten, die jedoch ihren bis heute gültigen Namen erst nach seinem Tod erhielten..

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Mosen, Julius

Schriftsteller (1803-1867). Eigenh. Brief mit U. Dresden. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 526 / 450 € (31471/BN17955)

An den Literaturhistoriker Karl Goedeke "in Celle p. adr. Hahn'sche Hofbuchhandl. Hannover": "Da in diesem Augenblicke bei F. A. Brockhaus in Leipzig eine zweite Auflage meiner Gedichte unter der Presse ist u. ich mithin zunächst kein Eigenthumsrecht an diesen Schriften habe, so muß ich Sie ersuchen, sich gütigst mit Ihrer Anfrage dorthin zu wenden [...]". - Mosen war seit 1834 selbständiger Anwalt in Dresden, befreundete sich mit Ludwig Tieck, Ernst Theodor Echtermeyer, Arnold Ruge und Gottfried Semper und wurde 1844 Dramaturg am Großherzoglichen Hoftheater in Oldenburg.

1846 begann er unter fortschreitenden Lähmungserscheinungen zu leiden, die zu Unbeweglichkeit und zum Verlust der Sprache führten. Sein literarisches Werk umfaßt Lyrik, historische Dramen, Erzählungen und einen Roman. Zudem war er Dichter des "Andreas Hofer"-Lieds "Zu Mantua in Banden", der späteren Landeshymne Tirols. - Karl Goedeke lebte von literarischen und journalistischen Arbeiten, ehe er 1873 Professor für Literaturgeschichte in Göttingen wurde. Neben Anthologien und Chrestomathien zur Literatur des 16. und 17. Jhdts. verfaßte er u. a. eine Biographie seines Freundes Emanuel Geibel und gab für den Cotta-Verlag umfangreiche Klassiker-Editionen heraus. Sein Hauptwerk, der "Grundriß zur Geschichte der Deutschen Dichtung", eine Literaturgeschichte mit teilweise umfangreichen Biographien und fast erschöpfenden Bibliographien, wird bis heute fortgeführt. - Mit kl. Ausschnitt auf Bl. 2 durch Brieföffnung und einem wohl aus der Hand des Adressaten stammenden Bearbeitungsvermerk in Rotstift am oberen Rand der Recto-Seite von Bl. 1..

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Mosen, Julius

Schriftsteller (1803-1867). Eigenh. Brief mit U. O. O. 1 S. 8vo.
$ 759 / 650 € (937871/BN937871)

Übersendet einem Freund "als Andenken und zur Aufmunterung" einen von ihm verfassten Kunstbericht. "Gestern mit der Eröffnung der Leipziger Ausstellung erfolgte auch die Ausgabe. Ich habe alle Ursache mit den Leipziger Freunden zufrieden zu sein […]". - Gefaltet. - Nach dem Studium der Philosophie und der Rechtswissenschaften ließ Mosen sich als Advokat in Leipzig nieder, wurde 1831 Gerichtsaktuar und 1834 selbständiger Anwalt in Dresden, wo er sich mit Ludwig Tieck, Ernst Theodor Echtermeyer, Arnold Ruge und Gottfried Semper befreundete.

1844 wurde Mosen Dramaturg am Großherzoglichen Hoftheater in Oldenburg, 1846 begann er unter stetig anwachsenden Lähmungserscheinungen zu leiden, die schlußends zu Unbeweglichkeit und zum Verlust der Sprache führten..

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