Joseph Meder

Meder, Joseph

österreichischer Kunsthistoriker (1857-1934). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Wien I. Albertina. Gr.-8vo. 3 pp. Doppelblatt.
$ 405 / 350 € (96860)

An die Verlagsbuchhandlung Benno Schwabe in Basel: „Im Besitze Ihrer freundlichen Zeilen vom 26.8.1921 betreffend die Anfrage, ob ich geneigt wäre, mit Ihnen in Verhandlung über etwaige Kunstpublikationen zu treten, gestatte ich unter Beifügung meines verbindlichsten Dankes mir zunächst die Frage, welche Art Kunstpublikationen Sie im Sinne haben. Da ich derzeit zufällig stark in Anspruch genommen bin, so könnte ich momentan mich nur auf kleines einlassen. Vielleicht haben Sie die große Güte, mich über Ihre Projekte, d.h.

über die Art derselben, einigermaßen zu informieren, auf daß ich in die Lage gesetzt werde, Ihnen ein entscheidende Antwort zu geben. […]“ - Joseph Meder wurde in Lobeditz (Zlovědice) in Böhmen geboren. Er studierte Germanistik an der Universität Wien und schloss 1883 mit dem Dr. phil. ab. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Wiener Burschenschaft Braune Arminia. In den Jahren 1884 bis 1889 war er an der Universitätsbibliothek in Wien tätig und kam 1889 an die Graphische Sammlung der Albertina, deren Direktor er von 1905 bis 1923 war. Meder setzte eine bereits von seinen Vorgängern begonnene Umgestaltung der Albertina von der alten fürstlichen Privatsammlung in eine moderne Forschungsstätte weiter um. Durch seine hauptsächlich auf die Handzeichnungen konzentrierte Arbeit mit Untersuchungen und Materialproben entstanden Grundlagen für die moderne Restaurierung und Konservierung von graphischen Blättern. Meder erstellte einen in der Kunstforschung häufig zitierten wissenschaftlichen und kritischen Katalog der Handzeichnungen Albrecht Dürers..

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