Wilhelm Georg Maxon

Maxon, Wilhelm Georg

deutscher Landschaftsmaler und Grafiker (1894-1971). Eigenh. Bildpostkarte mit Unterschrift. Weisham. 8vo. 1 p.
$ 85 / 80 € (75128)

An den deutschen Porträt- und Blumenmaler Anton Müller Wischin (1865-1949), dem er zu seinem 70. Geburtstag gratuliert. Die Bildseite zeigt den „Flügelaltar der Dorfkapelle von Weisham“ von Maxon. - Maxon stammt aus einem liberalen Elternhaus in Bayreuth. 1913 studierte er an der Kunstgewerbeschule München bei Fritz Helmuth Ehmcke und 1918 in München zunächst Theaterwissenschaften. In der von ihm 1919 gegründeten privaten Kunstschule in München-Schwabing, die „Vereinigten Ateliers“[1] war unter anderem 1938 die spätere Bildhauerin Marianne Lüdicke seine Schülerin.

Die Schule diente der Aufnahmeprüfungsvorbereitung für die Akademie der Bildenden Künste München. Maxon erhielt dort auch einen Lehrauftrag. Daneben veranstaltete er regelmäßig eine Sommermalschule in Weisham bei Prien. Die Stadt München bedachte ihn 1929 mit einem Reisestipendium. Von 1924 bis 1931 ist seine Teilnahme an den Ausstellungen der Münchener Neuen Secession belegt, bei der er als Gast ausstellte: 1924 mit zwei Gemälden,[2] 1927 mit einem Bild,[3] 1928 bereits mit drei Gemälden, 1929 mit einem Landschaftsgemälde, zuletzt 1931 ebenfalls mit drei Gemälden. Maxon war 1930 Mitglied der Ausstellungsgemeinschaft 7 Münchner Maler, die erstmals 1931 unter diesem Ausstellungstitel im Lenbachhaus gemeinsam auftrat. Im Sommer 1932 war er an der Kunstausstellung München 1932 im Deutschen Museum bei den Münchener Juryfreien mit drei Werken beteiligt. Vom 29. Oktober bis 18. November 1932 fand in der Münchener Galerie Heinemann die einzige Einzelausstellung Maxons unter dem Titel Kollektiv-Ausstellung W. Maxon statt, in der 37 Gemälde gezeigt wurden. In den 1930er Jahren galt Maxon als „entartet“, so wurde im Mai 1937 das Gemälde Gemüsegarten in Weisham aus der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Moorlandschaft aus der Bayerischen Staatsgemäldesammlung ausgesondert.[10] Allerdings konnte Maxon 1939, 1941, 1942 und 1943 in der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München sechs Zeichnungen ausstellen, die alle verkauft wurden, darunter zwei an Willy Messerschmitt. Nach der Zerstörung seines Münchner Ateliers durch eine Fliegerbombe zog er 1943 mit Frau Clara und Tochter an den Chiemsee. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Maxon 1945 Mitgründer des Kulturkreises Chiemsee. Im August 1945 veranstaltete Maxon in Prien eine der ersten freien Kunstausstellungen nach dem „Dritten Reich“. Maxon war 1967 bei der Großen Kunstausstellung in München vertreten..

buy now