André Masson

Masson, André

französischer Maler, Grafiker und Bildhauer (1896-1987). 6 eigenh. Briefe mit Unterschrift. Paris, Le Tholonet. 4to. 8 pp. Gelocht. Tlw. mit Eingangsstempel.
$ 4,061 / 3.500 € (80531)

An P.A. Ade, dem Ausstellungsleiter des Münchner „Haus der Kunst“. In dem Briefwechsel geht es um die Vorbereitung einer Ausstellung zum Thema Surrealismus. Die Ausstellung ist für 1972 geplant und der Briefwechsel zeigt, wie lange der Vorlauf und wie intensiv die Vorbereitungen für eine Ausstellung dieser Art waren: „Cher monsieur. Je vous remerci de votre aimable lettre. Ce Peuvent je crois pas j'ai commis une bévue en ne feuillets pas de différence entre les feuillets de différents couleurs.

je me suis aperçu trop tard. Est-ce grave? dans ce cas je poussan recommencer en vous dommant le souci de me remettre a nouveau les feuilles. Ceci dit je me rassure une peu pensque vous ne m'en avez pas fait la remarque. Je m'exuse de vous dérangé par cette lettre (d'le homme toujours anxieux: c'est moi) - veuillez recevou, cher monsieur, l'expression de mes sentiments les meilleurs. André Masson“ (Übersetzung: „[...] Ich kann nicht glauben, dass ich einen Fehler gemacht habe und bei den Blättern nicht zwischen den Farben unterschieden habe. Ich habe es zu spät gesehen. ist es schlimm? [...] Bitte entschuldigen Sie, dass ich Sie mit diesen Brief gestört habe (wenn es einen Mann gibt, der immer besorgt ist: Ich bin es) - Mit besten Grüßen. André Masson.“ (Die Durchschläge der Gegenbriefe liegen vor.) Die Ausstellung „Der Surrealismus 1922 - 1942“ fand vom 11. März bis 7. Mai 1972 in München statt und vom 26. Mai bis 23. Juli 1972 im Musée des arts décoratifs in Paris. Masson studierte Malerei in Brüssel und dann in Paris, kämpfte im Ersten Weltkrieg und wurde dabei schwer verwundet. Mitte der 1920er Jahre stieß er zu den Surrealisten, nachdem eines seiner Gemälde die Aufmerksamkeit von André Breton erregt hatte. Masson entwickelte das sogenannte automatische Zeichnen und automatische Schreiben (Écriture automatique). Dabei bewegt sich die Hand „zufällig” über das Papier - und die rationale Kontrolle wird ausgeschaltet. Zwar wurde die Technik von André Masson entwickelt, aber auch andere Künstler arbeiteten zur gleichen Zeit an dem Thema. Zu nennen sind Austin Osman Spare, Joan Miró, Salvador Dalí, Jean Arp und André Breton. In seinen späteren Arbeiten hat auch Pablo Picasso gerade in seinen Radierungen mit einer Art automatischer Zeichnung gearbeitet. Massons Gemälde und Zeichnungen aus den späten 1920er und den 1930er Jahren sind turbulente, suggestive Darstellungen von Gewalt, Erotik und physischer Verwandlung. Als gelernter Zeichner verwendete er ausdrucksstarke Linien, um Formen abzugrenzen, die an das völlig Abstrakte grenzen. Peter Ade (1913-2005) war seit 1950 Geschäftsführer der Ausstellungsleitung und Direktor des Hauses der Kunst. Er organisierte Ausstellungen mit einem Schwerpunkt auf die Klassische Moderne, aber auch kulturhistorische Themen. Ade organisierte ab 1955 nach amerikanischem Vorbild einen Mäzenatenkreis des Hauses der Kunst aus Industrievertretern..

buy now