Wilhelm Mangold

Mangold, Wilhelm

deutscher evangelischer Theologe (1825-1890). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Darmstadt. 13.7.1860. 4to. 1 p.
$ 489 / 450 € (74813)

An das „Fest Comité des vierten mittelrheinischen Musikfestes zu Mainz“, dessen Einladung er leider absagen muss. - Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte Mangold ab 1845 evangelische Theologie in Halle. Dort wurde er 1845 Mitglied der Burschenschaft Joachimsthal. Ab Ostern 1847 wechselte er nach Marburg und wurde 1848 Mitglied des Corps Teutonia. Er schloss sein erstes Examen im Herbst 1848 mit großem Erfolg ab. Anschließend studierte Mangold noch zwei Semester in Göttingen. Da er keine Professur an der theologischen Fakultät in Marburg bekam, wurde er Repentent an Seminarum Philippinum in Marburg und stand in Diensten des Kurfürsten in Kassel.

1857 wurde er außerordentlicher Professor an der Theologischen Fakultät in Marburg und 1863 ordentlicher Professor. 1864 heiratete er Rosa Küchler aus Gießen. 1867 war er Dekan der Theologischen Fakultät und 1870 Rektor der Universität Marburg. Daneben war er hessischer Konsistorialrat. Von 1871 bis 1872 saß Mangold als Abgeordneter des Wahlkreises Kassel 10 (Marburg) im Preußischen Abgeordnetenhauses. Er gehörte der Fraktion der Nationalliberalen Partei an. Am 6. September 1872 verlor er sein Mandat durch Berufung zum ordentlichen Professor an der Universität in Bonn. Als er Marburg verließ, bekam er wegen seiner Verdienste, erworben durch langjähriges Wirken als Vorsteher des Gesellenfortbildungsvereins und Vorsitzender des Privat-Armenvereins, am 28. Dezember 1872 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Marburg verliehen. In Bonn las er bis zu seinem Tod 1890 Evangelische Theologie. Im akademischen Jahr 1876/77 war er Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn..

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