Louis-Jean Paul Malvy

Malvy, Louis-Jean Paul

französischer Politiker (1875-1949). Albumblatt mit eigenh. Unterschrift. Paris. 8vo. 1 p.
$ 169 / 150 € (76877)

Namenszug unterhalb seines Portraits. - Der Jurist Malvy war in der Dritten Französischen Republik Innenminister vom März bis Juni 1914 unter Gaston Doumergue, vom Juni 1914 bis Oktober 1915 unter René Viviani, vom Oktober 1915 bis März 1917 unter Aristide Briand[A 1], vom März bis August 1917 unter Alexandre Ribot und vom März bis April 1926 wiederum unter Briand. Zuvor war er im Frühjahr 1911 Staatssekretär im Justizministerium unter Ernest Monis, anschließend ein halbes Jahr Staatssekretär im Innenministerium unter Joseph Caillaux und vom Dezember 1913 bis März 1914 in Personalunion Post-, Wirtschafts- und Industrieminister unter Doumergue gewesen. Der Radikale Clemenceau war bereits 1906–1909 Ministerpräsident gewesen.

Am 16. November 1917 wurde er wiederum Regierungschef. Clemenceau regierte mit harter Hand. Ein Frieden mit Deutschland kam für ihn nicht in Frage. Ein Franzose, der solchen Frieden wollte, wurde – selbst wenn es einer seiner Freunde war wie zum Beispiel Joseph Caillaux – zum Gegner von „dictateur“ Clemenceau abgestempelt. 1917 wurde Malvy des Verrats militärischer Geheimnisse an den Feind bezichtigt und 1918 zwar als Hochverräter freigesprochen, doch wegen Verletzung gewisser Dienstpflichten als Innenminister in den Kriegsjahren 1914–1917 für fünf Jahre ins spanische San Sebastián verbannt..

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