Anton Lutterbeck

Lutterbeck, Anton

Theologe, Theosoph und Philologe (1812–1882). Eigenh. Brief mit U. („ALutterbeck“). Gießen. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 465 / 400 € (24770)

Anton Lutterbeck (1812–1882), Theologe, Theosoph und Philologe. E. Brief mit U. („ALutterbeck“). Gießen, 26. Februar 1849. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – An einen Herrn Prof. Schmid, „den Stellvertreter des Bischofs in der 1. Kammer“, in Darmstadt: „Was ich über Deine Wahl denke, brauche ich Dir nicht zu sagen – daß es Gottes Beruf ist, dem Du Dich gewiß auch unterziehen wirst, so schwer er auch erscheint, habe ich keinen Augenblick bezweifelt; das einzige Bedenken macht mir Deine Gesundheit; indessen hat diese sich doch in den letzten Jahren, wie Deine vielfachen Arbeiten beweisen, sehr gestärkt u.

das Übrige wird die Gewißheit thun, da zu stehen, wo man nach Gottes Fügung hingehört – darum, hoffe ich, wirst Du dieses einzige Bedenken nicht zu hoch anschlagen u. dagegen erwägen, was geschehen würde, wenn Du ablehntest. Über die allgemeine Freude, die Deine Wahl hier verursacht hat, brauche ich auch nichts zu berichten [...]“. – Anton Lutterbeck lehrte an der katholischen Fakultät in Gießen und wurde 1844 zum o.Prof. ernannt sowie zum Dr. theol. promoviert. „Nachdem der Lehrbetrieb in katholischer Theologie 1851 zum Erliegen gekommen war, begann Lutterbeck Philologie zu lesen, übernahm 1853 eine Honorarprofessur und wurde 1859 Ordinarius für klassische Philologie. Nach der Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit 1870 bekannte sich Lutterbeck als entschiedener Gegner zur altkatholischen Bewegung. Er veröffentlichte u. a. ‚Die neutestamentlichen Lehrbegriffe [...] Ein Handbuch für älteste Dogmengeschichte und systematische Exegese des Neuen Testaments’ (2 Bde., 1852)“ (DBE). – Das Respektblatt mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (dieses gut erhalten und monogrammiert); mit der Verso-Seite des Textblattes alt in einen Sammlungsumschlag montiert..