Wolf Adolph August von Lüttichau

Lüttichau, Wolf Adolph August von

Generalintendant des Hoftheaters in Dresden (1786-1863). 4 eigenh. Briefe mit U. Dresden. Zusammen 8 SS. auf 8 (= 4 Doppel-)Blatt. Ein Br. mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.).
$ 2,285 / 2.000 € (44233/BN30319)

An Pius Alexander Wolff (1782-1828), Hofschauspieler am Königl. Theater in Berlin, der sich im Jahr zuvor einige Wochen in Dresden aufgehalten hatte. Wie schon zur selben Zeit Ludwig Tieck, so hatte damals auch Lüttichau, der neuernannte Generaldirektor des Königlichen Hoftheaters in Dresden, mit Wolff Kontakt aufgenommen und ihm die "Leitung des Artistischen" der Dresdner Bühne, später dann auch die der Regie, angeboten. "Ew. Wohlgebohren erlauben mir, schriftlich mit Ihnen in Verbindung zu treten, ohnerachtet ich noch nicht die Ehre habe von Ihnen persönlich gekannt zu seyn.

S. Maj. der König haben mir die durch den Abgang des Hl. von Könneritz erledigte Generalidirection des hiesigen Hoftheaters und der Musikalischen Kapelle übertragen, und da ich den Wunsch habe, das hiesige Theater zur möglichsten Vollkommenheit zu bringen, solches mir aber nur dann erreichbar scheint, wenn wir darauf rechnen können Sie und Ihre Gemahlin [d. i. die Schauspielerin Amalie Wolff-Malcomi] in unserer Mitte zu besitzen, so gebe ich mir hiedurch die Ehre Ew. Wohlgebohren ergebenst zu ersuchen, im Fall es Ihren Plänen nicht entgegen, und Sie mit der hiesigen Bühne in Verbindung treten wollten, um hier die Leitung des Artistischen zu führen, mir die Bedingungen baldgefälligst bekannt zu machen, unter welchen Sie Sich dazu entschließen würden [...]" (a. d. Br. v. 4. X.). - Die Daten der einzelnen Briefe: I) 4. X. - II) 25. X. - III) 17. XI. - IV) 13. XII. Alle Briefe links oben mit späterer Numerierung. - Beiliegend ein eh. Briefkonzept mit U. von P. A. Wolff (dat. 8. XI. 1824, 1½ SS. auf Doppelblatt, folio) in Beantwortung von Lüttichaus Schreiben v. 4. X.; grundsätzlich stimme er einem Wechsel nach Dresden zwar zu, stelle aber doch fünf Vertragsbedingungen. In Berlin sollte man jedoch an den Wolffs festhalten, ein Entlassungsgesuch wurde vom König abgeschlagen und Wolff wurde bedeutet, er würde unter keiner Bedingung entlassen werden und sich durch erneute Gesuche nur der Ungnade des Königs aussetzen..

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