Louis Lübeck

Lübeck, Louis

Cellist (1838–1904). Eigenh. Brief mit U. Ruhrort (d. i. Duisburg). 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 301 / 250 € (15365)

Louis Lübeck (1838–1904), Cellist. E. Brief mit U. Ruhrort (d. i. Duisburg), 31. August 1866. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. der Rücksendung von Notenmaterial: „Wie gerne ich auch am 1 September nach Frankfurt zurückkommen möchte, so ist mir dieses durch Unwohlsein unmöglich. Jedoch hoffe ich Mitte nächster Woche abreisen zu können. Ich glaube nicht, daß dieses eine Störung sein wird für unsere Quartettproben [...]“ (diplomatische Transkription, im Original in höchst fehlerhafter Grammatik).

– Louis Lübeck studierte am Pariser Konservatorium bei Leon Jean Jacquard und unternahm anschließend einige Konzertreisen als Virtuose durch Frankreich und sein Heimatland Holland, ehe er sich in Kolmar niederließ. „Von dort aus sind einige Kammerkonzertreisen in Gemeinschaft mit Clara Schumann und dem Sänger Julius Stockhausen überliefert, die zeigen, daß Lübeck bereits über ein gewisses Renommee verfügt haben muß. Ab 1866 bekleidete Lübeck einige herausragende Stellungen in führenden deutschen Orchestern, so war er Solo-Violoncellist in Leipzig (am Gewandhaus/dort konzertierte er ebenfalls mehrmals mit Clara Schumann), Frankfurt a. M., Sondershausen (Fürstliche Kapelle) und zuletzt Berlin (Berliner Hofkapelle und Königliche Hofoper). Zwischen den Engagements unternahm er immer wieder hoch dotierte Tourneen, die ihn für einige Jahre durch Nordamerika und England führten. Aufgrund der zahlreichen Reisen und Konzerte ist Lübeck nur wenig Zeit zum Unterrichten und Komponieren geblieben [...] An Kompositionen sind ein technisch anspruchsvolles Konzert-Allegro op. 4 für Violoncello und Orchester überliefert sowie 14 schwelgerische Solo-Vortragsstücke mit virtuosem Anstrich“ (http://www.die-tonkunst.de/dtk-archiv/pdf/0310-Louis_Luebeck.pdf). – In sehr blasser Tinte..

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