Ludwig II of Bavaria

King of Bavaria, 1845-1886

Ludwig II succeeded to the throne aged 18. Two years later Bavaria allied with Austria in a war with Prussia, which they lost. Following the Franco-Prussia war, in which they sided with Prussia, they became part of the new German Empire. Ludwig remained King of Bavaria, but withdrew from many federal state affairs as remained to Bavaria in favor of extravagant artistic and architectural projects. He commissioned the construction of two lavish palaces (Herrenchiemsee and Linderhof) and the Neuschwanstein Castle, and was a devoted patron of the composer Richard Wagner. Today, his legacy of architecture and art includes many of Bavaria’s important tourist attractions.

Source: Wikipedia

Ludwig II.

König von Bayern (1845-1886). Sammlung von 2 eigenh. Instruktionen mit U. ("Ludwig"). O. O. [wohl Hohenschwangau?]. 1ı SS. sowie 1 S. Tinte auf Briefpapier mit blindgepr. königlichem Wappen. 8vo.
$ 28,428 / 25.000 € (74449)

Bislang unveröffentlichte Schreiben an seinen engsten Vertrauten, den Marstallfourier Karl Hesselschwerdt, mit detaillierten Anweisungen hinsichtlich amouröser Zusammenkünfte Ludwigs mit begehrten jungen Männern: "Lieber Karl! Nachts gedenke ich zur Burg zu fahren, besorge dort Alles wie sonst, ich will aber mit Dir sprechen; sorge für Beleuchtung, Champagner, Vanille, Getränke, Musikkästen, auch muß es warm dort sein; wenn ich ankomme, muß die Laterne am Fuß der Treppe stehen, Du aber bleibe im Vorzimmer vor dem Arbeitszimmer (wo die Anderen stets warten), bis ich Dich vom Arbeitszimmer aus rufe.

Auf dem Toilettetische im Schlafzimmer soll ein mit Wasser gefülltes Glas stehen [...]" (9. Januar 1884). Das undatierte Schreiben lautet: "Sage Ihm, daß ich Ihn so liebe, so an Ihm hänge, daß ich im Stande wäre Ihm einen Fußfall zu machen, wenn es gelten würde Ihn zu bitten, mir Seine Gesinnungen u. Gefühle immer treu zu bewahren u. damit stets Sein Herz mir zugewendet bleibt. Ich sende Ihm tausend Grüße [...]". - Hesselschwerdt (1840-1902) war schon 1864 in den königlichen Hofmarstallstab eingetreten; als Günstling des Königs avancierte er bald zu seinem De-facto-Haushofmeister. Trotz des in ihn gesetzten Vertrauens, an dem Ludwig bis zuletzt festhielt, bewahrte er dessen belastende Dokumente auf, paktierte mit den Kräften, die den König zu entmachten strebten, und war den Ärzten, die per Ferndiagnose dessen Regierungsunfähigkeit bescheinigen sollten, einer der wichtigsten Belastungszeugen. Die delikaten Handschreiben allerdings blieben im Familienbesitz: "Bis 1930 gehörten sie [Hesselschwerdts] Sohn Ludwig [...], dann bis 1942 seiner Tochter Josepha Kress, welche die Briefe - es waren über hundert - ihrer Enkelin vermachte. In den achtziger Jahren veräußerte die Urenkelin Karl Hesselschwerdts die Schriften an verschiedene Erwerber, unter anderem an einen Autographensammler, der 1996 verstarb" (Holzschuh, S. 137). Erst 1999 gelangte aus dieser letzteren Erbmasse ein Teil der Korrespondenz des Märchenkönigs mit seinem Faktotum in den Handel: Das vom Erwerber publizierte Konvolut von 27 Briefen belegte erstmals öffentlich die intime Rolle Hesselschwerdts nicht nur hinsichtlich Einrichtungsplänen, Geldsachen und anderen offiziösen Angelegenheiten, sondern auch bei der Orchestrierung der königlichen Erotik. - Spuren senkrechter Mittenfaltung. Wohlerhalten..

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Ludwig II.

Großherzog von Hessen und bei Rhein (1777-1848). Handschreiben mit eigenh. U. Darmstadt. ½ S. 4to. auf Doppelblatt.
$ 455 / 400 € (937214/BN937214)

"Ich habe mit vielem Vergnügen Ihre Mir mit Ihrem Schreiben vom 8. November vorigen Jahres übersandte Allgemeine ausgleichende Handels- und Gewerbs-Geographie und Statistik empfangen, und danke Ihnen verbindlichst für die Mittheilung dieser Ihrer verdienstlichen Arbeit, die Mir jetzt erst nach dem Ableben Meines Finanzministers von Kopp zugekommen ist, an den Sie Ihr Werk zu einer Zeit überschickt hatten, als seine letzte Krankheit schon bedeutende Fortschritte bei ihm gemacht hatte. Sehr angenehm ist es Mir übrigens Ihnen bei dieser Veranlassung die Versicherung Meines Wohlwollens und der vollkommenen Hochachtung geben zu können […]". - Die U. ausgeschnitten und wieder einmontiert.

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Ludwig II.

Eigenh. Anordnung mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Ludwig II. (1845–1886), King of Bavaria. Autograph order signed („Ludwig“). N. p. o. d. Large 8°. ½ p. on double leaf. – To an unnamed recipient, advising him to prepare an extensive extract from some letters on Arabia, and on some matters of the Archbishop. – On stationery with embossed vignette.


Ludwig II.

Handschreiben mit eigenh. U. ("Ludwig").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

To the Royal Bavarian Director of the Court Gardens, Carl von Effner (1831-84) in Munich, thanking him for his New Year's wishes and assuring him of his favour: "Mein lieber Hofgärtendirektor von Effner! Zum Jahreswechsel brachten auch Sie Mir den Ausdruck Ihrer aufrichtig gemeinten Glückwünsche in Vorlage und bereiteten Mir hiedurch große Freude. Ich danke Ihnen für diese Kundgabe treu ergebener Gefühle und gebe Ihnen die Versicherung, daß Mein Wohlwollen Sie auch in das neue Jahr, welches für Sie ein gesegnetes sein möge, begleiten wird. Mit huldvollen Gesinnungen / Ihr / wohlgewogener König [...]". Effner, descended from a long line of gardeners in the service of the Bavarian royal court, designed the gardens for King Ludwig's famous castles, Neues Schloss, Herrenchiemsee, and Linderhof.