Richard Lucae

Lucae, Richard

Architekt (1829–1877). Eigenh. Brief mit U. („RLucae“). Berlin. 3¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 543 / 500 € (15749)

Richard Lucae (1829–1877), Architekt. E. Brief mit U. („RLucae“). Berlin, 18. Mai 1872. 3¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – An den Architekten Gottfried Semper (1803–1879) über sein Hauptwerk, das Opernhaus in Frankfurt a. M.: „Gestern schrieb mir Herr Oberbürgermeister Mumm aus Frankfurt [d. i. Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein, 1818–1890], er hätte Ihnen ein photographisches Exemplar meines Theaterplanes mit der Bitte überschickt, noch einmal über das veränderte Project, das nunmehr zur Genehmigung der nöthigen Geldmittel endlich in die Stadtverordneten-Versammlung gelangen soll, Ihr Urtheil abzugeben.

Leider schreibt mir aber Herr Mumm nicht, ob er Ihnen auch meinen Erläuterungsbericht mitgeschickt hat [...] Ich habe mich übrigens bei dieser Theaterbauangelegenheit überzeugen können, daß der Neid eine der verbreite[t]sten Eigenschaften auf der Welt ist u. daß einem Künstler nicht[s] Schlimmeres begegnen kann, als wenn Laien – weil sie Geld haben – ihr unweises oder im besten Falle halbweises Urtheil mit in die Wagschale werfen dürfen [...]“. – Der Bruder des Otologen August Lucae studierte Architektur an der Berliner Bauakademie und wurde 1869 daselbst Professor, 1872 auch Direktor, als welcher er 1874/1875 die Umbaupläne für das Gebäude der Bauakademie sowie 1876/1877 die Neubaupläne der Technischen Hochschule Berlin in Charlottenburg erstellte. „Die Alte Oper in Frankfurt am Main, deren Wettbewerb zur Errichtung Lucae nach langem Anlauf gewann (Jurymitglied Gottfried Semper), lehnt sich im Stil an die italienische Hochrenaissance an“ (Wikipedia, Abfrage v. 27. XI. 2008)..

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