Alfred Firmin Loisy

Loisy, Alfred Firmin

katholischer Theologe und Historiker (1857–1940). Eigenh. ausgefüllter Fragebogen mit Namenszug. O. O. 1 S. Gr.-8vo.
$ 209 / 180 € (19598)

Alfred Firmin Loisy (1857–1940), katholischer Theologe und Historiker. E. ausgefüllter Fragebogen mit Namenszug. O. O. u. D. [Wohl vor bzw. um 1909]. 1 S. Gr.-8°. – „Hauptgesichtspunkte für die biographischen Daten“ mit vorgedruckten Fragen und eigenhändig ausgefüllten Antworten zu Herkunft, Werdegang, bedeutsamen Erlebnissen und Hauptschriften. – A. F. Loisy war Professor für orientalische Sprachen und Bibelwissenschaften am Institut Catholique, wurde aber 1893 seines Amtes „vor allem deswegen enthoben, weil er die exklusive Inspirationslehre und damit die absolute Irrtumslosigkeit der Bibel bestritt“ (BBKL, s.

v.). Er „gilt als Begründer und führender Vertreter des von seinen Gegnern so genannten Modernismus, da seine Hypothesen der Hauptgegenstand der lehramtlichen Verurteilungen waren, die Papst Pius X. im Jahr 1907 im Dekret Lamentabili und mit der Enzyklika Pascendi vornahm“ (Wikipedia, Abfrage v. Wikipedia, Abfrage v. 26. I. 2010). „Loisy kann als ein Wegbereiter der heutigen katholischen Theologie gelten, nachdem der Modernismus innerhalb der reformkatholischen Bewegungen seit dem Vatikanum II wieder an Bedeutung gewonnen hat. Das exegetische Werk Loisys und dessen Bestreben, die historische Kritik methodisch dem Glauben vorzuordnen, greifen der seitdem in der katholischen Exegese erreichten Freiheit der Bibelauslegung weit voraus“ (BBKL, s. v.). – Der Adressat war der evangelische Theologe und Kirchenhistoriker Gustav Krüger (1862–1940), der das Blatt namens des Bibliographischen Instituts an Firmin Loisy gesandt hatte, um für die siebente Auflage von „Meyers Kleinem Konversations-Lexikon in 6 Bänden“ aktuelle Daten einzuholen..