August Friedrich Ernst Langbein

Langbein, August Friedrich Ernst

Schriftsteller (1757–1835). Eigenh. Brief mit U. Berlin. 2 SS. 8vo.
$ 293 / 250 € (10939)

August Friedrich Ernst Langbein (1757–1835), Schriftsteller. E. Brief mit U. Berlin, 8. November 1810. 2 Seiten 8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „Ich war gestern eben mit der Abschrift beyliegender Gedichte beschäftiget, als ich Ihren freundschaftlichen Brief vom 5ten d. M. erhielt. Sie stellen unter den Aufmunterungsgründen, die Sie mir wegen des Taschenbuchs ans Herz legen, unsere alte Freundschaft auf den letzten Platz: ihr gebührt aber billig der erste, und das nächste Taschenbuch verdankt auch wirklich ihr einzig und allein mitfolgende zwey Erzählungen, so frühzeitig ehe noch irgend ein anderes einen Buchstaben für’s künftige Jahr von mir erhalten hat.

Der steinerne Freund wird Ihnen doch wohl nicht anstößig seyn? – Wäre das wider Vermuthen der Fall, so bitte ich um Rücksendung, und ich leiste Ihnen innerhalb vierzehn Tagen durch andere Gedichte Ersatz. Die mit Bleystift angestrichenen Schlußscenen beider Erzählungen lassen sich, meines Dafürhaltens, sehr gut in Bildern darstellen. Auch die Ankunft der vorgeblichen Heiligen. Hauptsächlich aber die komische Scene, da der alte Doctor Anselmus dem Perückenstocke seine Liebe erklärt, und hinterm Rücken von dem schönen Mühmchen ausgelacht wird. Mit einer scherzhaften prosaischen Erzählung, die nur ungefähr einen Druckbogen betragen soll, will ich Ihnen gerne dienen, und verspreche sie, wenn Sie Sich bis zum Februar k. J. gedulden wollen [...]“. – Weiters über kleine Details seiner „Gesellschaftslieder (Des Pförtners Bericht)“. – Langbein war, obgleich „nicht frei von Neigung zum Frivolen und Lüsternen“ (Meyers Konversations-Lexikon, 6. A., s. v.), preußischer Zensor der „schönwissenschaftlichen Schriften“. Besonders erfolgreich war er mit seinen humoristischen Romanen wie „Thomas Kellerwurm“ oder „Magister Zimpels Brautfahrt“. – Mit kl. Randläsuren und einrissen; ohne die erwähnten Beilagen..

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Langbein, August Friedrich Ernst

Erzähler und Lyriker (1757–1835). Eigenh. Brief mit U. Berlin. 2 SS. 4to.
$ 468 / 400 € (7229)

August Friedrich Ernst Langbein (1757–1835), Erzähler und Lyriker. E. Brief m. U., Berlin, 26. Dezember 1814, 2 Seiten 4°. – An seinen Vater mit Dank „für die vielen Beweise Ihres väterlichen Wohlwollens, dessen Sie meine Frau, während ihres letzten Aufenthalts in Radeberg, gewürdiget haben“ und einer umständlichen Schilderung seiner augenblicklichen Beschäftigung: „Unter die mir aufgedrungenen Arbeiten [...] gehört, zum Beyspiel, die Ausfeilung der hier beiliegenden, Ihnen zum Eigenthum dargebothenen Gedichte, wofür mich der Herr Autor, nach zahllosen Conferenzen und mühsamen Umänderungen, mit sechs Flaschen Wein beschenkte.

Wenig genug! Doch immer noch mehr, als ich bis jetzt für ein langes Gedicht erhielt, welches ich für einen Sohn des Königs, auf Verlangen seines Gouverneurs, verfaßte. Ich stellte das Honorar dem eigenen Ermessen anheim; es vergingen aber beynahe vier Wochen, ohne daß etwas erfolgte. Endlich ward Jemand an mich abgeschickt, gegen den ich mich bestimmt erklären sollte, was ich verlange. Ich forderte aus Bescheidenheit nur halb so viel, als ich mir dafür von einem Buchhändler hätte bezahlen lassen; aber auf diese Kleinigkeit erwarte ich schon seit mehreren Tagen vergebens! So geht es mir häufig, daß ich für Leute, die ich nicht durch abschlägige Antworten vor den Kopf stoßen will, umsonst arbeiten muß. Auch Moritz Zeller erbat sich neulich in dem ersten Briefe, den er an mich schrieb, ein Hochzeitgedicht, weil einer seiner Prinzipale heirathet. Ich erfüllte, wiewohl recht ungern, seine Bitte. Aber dergleichen unfruchtbare Zumuthungen stören mich in meinen Hauptarbeiten, von welchen ich lebe, gar zu oft, und ich werde daher bald den festen Entschluß fassen müssen, alle solche Anforderungen, sie mögen kommen von wem sie wollen, standhaft zurück zu weisen [...]“..

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