Ignaz Lachner

Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Eigenh. Brief in Form eines Manuskriptes. München. 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 891 / 800 € (33982/BN29655)

An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884) in Wien: "Münchener Neuigkeiten. || Vor einigen Tagen speisete ich beym Minister mit dem Baron [Saint-]Prieli. Man sprach viel von Theodor, von unserer Oper, die immer schlechter wird, von dem unversäglichen Verlust, den wir an unserer angebeteten Nany erlitten haben, man tadelte den Intendanten, welcher daran schuld ist, und wünscht sie wieder zurück. Prieli lobte sie ausserordentlich und erzählte von ihrem glänzenden Succes in Wien, von wo er wöchentlich Briefe erhält.

Er sagte, daß Sie in Berlin und Paris weit mehr als die Sontag gefallen werden. Was Italien betrifft, so könnten Sie besonders als Musico dort Ihr Glück machen, doch habe er Ihnen selbst in Wien den Rath gegeben, Sich dahin nicht durch Dupont engagieren zu lassen, weil dieser ein eigennütziger und karger Mann wäre, sondern unmittelbar mit Barbaja selbst, welcher sehr generös und liberal ist und Ihr Verdienst gemäß zu schätzen wissen wird, da er diesen Winter nach Wien kömmt [...] Vorige Woche hat man hier die Vestalin aufgeführt, wo die Stern die Rolle der Oberpriesterin abscheulich verhunzte [...] Nächsten drohet man uns mit dem Barbier von Sevilla im Deutschen [...]". - Weiter mit hochinteressanten Theaterneuigkeiten und kollegialem Tratsch. - Papierbedingt etwas gebräunt..

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Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Eigenh. Brief mit U. München. 2 SS. 4to.
$ 891 / 800 € (33983/BN29656)

An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884) in Darmstadt: "Dein Brief, no der hät mi weiter nöt gfreut, i hab Alles lesen könna namentlich dös woaßt was't ma von Frankfurt g'schrieb'n hast, nemli z'weg'n die 50 fl. [...] i wir a Quittung drüber schreib'n und's dir beileg'n, bist halt nacha so gut und gibst es der Hofmusik-Intendanz [...] I Ignaz Lachner i sag weiter nix als dös daß das gschicht und gescheg'n muß: Der Mathias (geborener Cramolini) hat a's Recht meine Fensterln [seine Alpenszene 'Das letzte Fensterl'n'] überall z'singa wos ihn g'freut und wo'n er mag, aber nur oamal verstandn'n, singt er's zwoamal, so muaß er mir dafür stehn daß i 50 fl.

krieag. So ! ... dös is gwiß gscheid [...] Jetzt sag mar nur was soll i denn mit Frankfurt macha? soll i d'Musi und d' Bücherln abschreibn lassen und hinschickn? [...] Halt, itzt fallt ma no was ei, i moan das war s'oanfachst wennst d's ts's in Darmstadt abschreiben ließtst und nach Frankfurt schickast, s'Geld für mi in Empfang nahmatst, d Abschreibgebühr abziagst und d's übrige mir nacha schickast [...]". - Horizontal durchgerissen; mit kleinen Randläsuren..

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Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Eigenh. Brief mit U. München. 3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 1,671 / 1.500 € (33984/BN29657)

Hochinteressanter Brief über das München der Lola Montez an den Sänger Ludwig Cramolini (1805-84) in Darmstadt: "Die Frankforter, die verteufelten Frankforter lassen halt noch immer nichts von sich hören, geschweige denn daß sie mir mein Honorar geschickt hätten. Die Zeit meines Urlaubs beginnt mit Ende dieses, da möchte ich gerne eine kleine Reise ins Gebirge machen, und dazu wäre mir die Frankforter 50 fl. unumgänglich notwendig, sonst muß ich in München sitzen bleiben und das Gebirg von den Frauenthürmen aus betrachten [...] Bei uns in München gehts halt recht schön spanisch zu; es kommt freilich jedem rechtlich denkenden spanisch vor wie z.

B. ein großer Theil des Adels, welcher Anfangs Gift u. Flamme spie sich jetzt in das spanische Joch schmiegt und kriecht - wir haben sogar die Inquisition, zwar nicht die geistliche aber doch die spanische und weh dem welcher ihr verfällt; keiner traut dem anderen mehr aus Furcht verrathen zu werden; denn in allen Ständen gibt es Denunzianten um sich bei der Donna beliebt zu machen; es ist eine schwere Zeit und Gott weiß wohin das noch führen wird; kein Angestellter ist sicher wenn er sich des Abends in's Bette legt ob er am anderen Morgen noch in seiner Stellung ist; Absetzen, Versetzen, in Ungnade kommen, Strafenvertheilung ist so zur Tagesordnung geworden daß man sich allmählich daran gewöhnt, und wenn nicht etwas außerordentliches geschieht, kaum besprochen wird. Vivat Justizia! [...]". - Horizontal sowie im Mittelfalz durchgerissen; Falteinrisse..

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Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Eigenh. Brief mit U. München. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 668 / 600 € (33985/BN29658)

An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884) in Darmstadt: "Bin ich nachlässig, so bist Du's noch mehr! Ist das schön, mir mit keiner Zeile Nachricht zu geben ob Du das erste Busserl pp erhieltst; ob es recht ist; ob es gegeben wurde; ob es angesprochen? es liegt mir sehr viel daran in kürzester Zeit darüber bestimmte Nachricht zu erhalten, denn ich will es auf die hiesige Bühne verpflanzen; da man hier aber weiß, daß es zuerst in Darmstadt gegeben wird od. worden ist, so ist man natürlich auf den Erfolg daselbst gespannt.

Ich sagte hier und zwar nach Deiner Aussage, daß es am 14. März zur Namensfeyer der Großherzogin gegeben würde, nun sind 3 Wochen verflossen, ohne daß ich hierüber auch nur das mindeste erfahren könnte. Ist's vielleicht noch gar nicht gegeben? [...]". - Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch..

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Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Eigenh. Brief mit U. München. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 724 / 650 € (33986/BN29660)

An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884) in Darmstadt: "Vor ein paar Tagen von einer kleinen Reise zurückgekehrt fand ich Deinen Brief; Du kannst Dir denken daß ich bemüht war Deinem Wunsche so schnell wie möglich zu entsprechen. Wie aber der Teufel gerad sein Spiel treibt, bekomme ich keinen einzigen Copisten der mir die Partitur schnell und gleich abschreiben konnte, nun machte ich mich selbst darüber, schrieb Tag und Nacht und brachte sie so eben zu Ende. Ich will sie sogleich packen und Dir übersenden, nur mußt Du so gut seyn die fehlenden Strophen ergänzen die Du ja haben mußt.

Der Preis für diese Partitur 1. u. 2. Theil ist 3 Louisdor (33 fl.) kannst im schlimmsten Fall herunterhandeln lassen auf 25 fl. weniger aber keinen Kreuzer; ich habe von den kleinsten Provinzbühnen 33 fl. recht gerne bekommen [...]"..

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Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Eigenh. Brief mit U. Mannheim. 2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 724 / 650 € (33987/BN29662)

An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884): "Hätte ich nur einige Wochen früher erfahren, daß Du nicht mehr in Darmstadt Lust zu bleiben hast, so hätte ich mich mit der nemlichen Frage an Dich gewendet, die Du jetzt an mich stellst. Mittlerweilen sind aber zwei Tenoristen auf Gastrollen und Engagement eingeladen worden [...] Wir haben ein eigenes Unglück mit unserem Tenoristen. Ist einmal einer da, der gefällt, so lauft er entweder fort oder er verliert seine Stimme [...] Bei erprobt guten Tenoristen kommen wir entweder zu früh oder zu spät und so leidet die hies.

Oper schon seit Jahren an diesem wunden Fleck. Übrigens ist ein Engagement wie in Darmstadt nicht leicht wieder gefunden, wegen des unschätzbaren Vortheils durch 4 od. 5 Monate hindurch sein eigener Herr zu seyn. Unannehmlichkeiten gibts an jedem Theater und ich glaube an sehr vielen mehr als in Darmstadt [...]". - Vinzenz Lachner, der Bruder Franz und Ignaz Lachners, wurde 1831 Organist in Wien, 1836 Hofkapellmeister in Mannheim. - Etwas fleckig und gebräunt; im Mittelfalz annähernd durchtrennt; Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch..

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Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Autograph musical quotation signed. Hannover. 1 S. 107 x 240 mm.
$ 835 / 750 € (935604/BN935604)

2 staves. - Although primarily known as a conductor, Lachner composed a considerable amount of music in almost every genre. Among his best known and most successful compositions was his Alpine Scenes, "Das letzte Fensterln".

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Lachner, Ignaz

Dirigent und Komponist (1807-1895). Eigenh. Musikzitat mit U. Frankfurt am Main. 1 S. Qu.-8vo. Auf Trägerkarton.
$ 613 / 550 € (935605/BN935605)

3 Notenzeilen. - Ignaz Lachner lebte von 1824 bis 1831 als Organist und Geiger in Wien, danach als Hofmusikdirektor in Stuttgart. 1836 ging er nach München, wo er 1842 zweiter Kapellmeister neben seinem Bruder Franz Lachner wurde. Seine weitere Tätigkeit als Kapellmeister führte ihn an das Stadttheater in Hamburg (1853) und das Kgl. Theater in Stockholm (1858), ehe er 1861 leitender Dirigent in Frankfurt/Main wurde, wo er bis 1875 wirkte. Lachner komponierte romantische Opern sowie Orchester-, Kammer- und Kirchenmusik.

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