Künstlerstammbuch

Künstlerstammbuch

der Jahrhundertwende. Baden, Wien, Pilsen, Pressburg, Franzensfeste, Innsbruck u. a. O. 80 zumeist einseitig beschriebene Bll. (num. 14-96 und einige nn., die ersten Bll. fehlen) mit 87 Eintragungen. Lederband der Zeit mit metallener Monogramm-Emblem am Deckel ("RP" [?] mit 5-zackiger Krone) und intakter Schließe. Umlaufender Goldschnitt. 8v.
$ 0 / 2.500 € (79127/BN51060)

Bemerkenswertes Stammbuch der Jahrhundertwende, in der sich annähernd alles findet, was vornehmlich an Wiener Sprechbühnen Rang und Namen hatte, darunter Rosa Albach-Retty, Werner Alberti, Hermine Albrecht, Friedrich Ludwig Arnsburg, Anna Bahr-Mildenburg, Agathe Barsescu, Friedrich Basil, Carl Blasel, Hedwig Bleibtreu, Carl William Büller, Rudolf Christians (Eintrag und sign. Rollenfoto "als Clavigo"), Poldi Deutsch, Max Devrient, Babette Devrient-Reinhold, Siegwart Friedmann, Alfred Gerasch, Alexander Girardi, Pepi Glöckner-Kramer, Arthur Guttmann, Marie Halton (Ps.

f. Marie Prendergast), Anna Haverland, Amalie Heppner, Laura Hilgermann, Stella Hohenfels-Berger, Robert Hübner, Josef Josephi, Anna Judic, August Junkermann, Josef Kainz, Anna Kallina, Ilka Gräfin Kinsky Pálmay, Julie Kopacsy-Karczag, Hermine Körner, Leopold Kramer, Fritz Krastel, Jan Kubelik (mit einer Notenzeile), Rafael Kubelik (mit einer Notenzeile), Margarete Langkammer, Else Lehmann, Lilli Lehmann, Claire Liesenberg, Lotte Medelsky, Wilhelmine Mitterwurzer, Rosa Nordmann, Helene Odilon, Ilka Pálmay, Maria Pospischil (mit Portraitpostkarte), Clara Rabitow, Else von Ruttersheim, Adele Sandrock, Fritz Schrödter, Philipp Stätter (Ps. für Filipp Achtelstätter), Caroline Stelzer, Betty Stojan, Margarethe Swoboda, Franz Tewele, Willi Thaller, Mila Theren, Otto Tressler, Louis Treumann, Rudolf Tyrolt, Lucie Vierna, Carl Josef Wagner, Fanny Walbeck, Gustl Waldau, Mia Werber, Lotte Witt, Gusti und Julius Wittels, Charlotte Wolter, Carl von Zeska und Mizzi Zwerenz. - Einer beiliegenden Notiz neueren Datums zufolge solle das Stammbuch aus dem Besitz der Sängerin Rosa Papier stammen, was jedoch nicht der Fall sein dürfte: zum einen, weil die Halterin an einer Stelle als "Frau Henriette" apostrophiert wird, und zum andern, weil Anna Bahr-Mildenburg sie als "meine Tante" anspricht. Einigen Eintragungen nach zu schließen dürfte die Halterin allerdings selbst auf der Bühne gestanden haben. - Beiliegend ein Brief von Josef Lewinsky an die "gnädige Frau", der sie ebenfalls als "Collegin" (wenn auch indirekt) anspricht (Wien, 15. IX. 1889, 2 SS. 8vo), und ein Brief von Lewinskys Witwe Olga (Wien, 4. V. 1914, 1 S., 8vo, mit eh. adr. Kuvert) an den Rechts- und Sozialwissenschaftler Rudolph Bischoff in Graz, in dem sie ihm dankt, ihr den Inhalt von ihres Gatten Brief zur Kenntnis gebracht zu haben. - Die ersten Blatt lose, Innengelenk vom Buchblock gelöst; stellenweise leicht fleckig; der Einband etwas berieben und beschabt..

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