August Ludwig Gottlob Krehl

Krehl, August Ludwig Gottlob

Theologe (1784-1855). Eigenh. Empfehlungsbrief mit U. Leipzig. 1 S. 4to. Mit rotem Lacksiegel.
$ 264 / 220 € (79293/BN51352)

Als Referenz für den Antrag auf die Zuerkennung eines Stipendiums: "Dass der Studios. theol. Herr Friedrich Theodor Eissner der Unterstützung sehr bedürftig und zugleich auch sehr würdig ist, bezeuge ich hierdurch auf Grund der genauesten Kenntniß sowohl seiner ökonomischen Verhältnisse als seiner moralischen Vorzüge. Derselbe bekommt von Hause gar nichts, weil sein Vater sieben Kinder und ein jährliches Einkommen von höchstens 400 Thlr hat. Er steht am Schlusse seiner akadem. Laufbahn, u.

die bisherigen Zuschüsse an Stipendien und anderen Beneficien sind erschöpft. Da er nun durch Geist, Fleiss u. Kenntniss vor vielen ausgezeichnet ist, u. sich nie einer Unsittlichkeit schuldig gemacht hat, so fühle ich mich verpflichtet [...] für ihn um Gewährung seines bescheidenen Gesuches ehrerbietigst zu bitten [...]". - Der in Eisleben als Sohn des bekannten Predigers Gottlieb Ludolph Krehl geborene August Ludwig Gottlob Krehl studierte in Wittenberg und Leipzig Theologie. Von 1814 bis 1821 unterrichtete Krehl an der Ritterakademie in Dresden, 1834 folgte sein Ruf als Professor für praktische Theologie an die Universität Leipzig, wo er bis 1853 lehrte. - Leicht knittrig mit Sammlervermerk in Blei (recto)..

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Krehl, August Ludwig Gottlob

Theologe (1784-1855). 2 eigenh. Briefe mit U. O. O. (Leipzig). (¾+¾ =) 1½ SS. auf 2 Bll. 8vo und 4to.
$ 539 / 450 € (79294/BN51353)

An Adolph Barth und die "Barthsche Verlagsbuchhandlung" in Bezug auf ein ausstehendes Buchhonorar. Brief vom 16. IX.: "Der verstorbene Herr W. A. Barth übertrug mir schon vor mehreren Jahren die zweite Auflage des dritten Theiles von Schotts Theorie der Beredsamkeit. Es wurde zwischen Herrn Barth u. mir kein darauf bezüglicher Contract abgeschlossen, sondern der Erstere versprach für jede der beiden Abtheilungen, aus denen der 3te Theil des genannten Werkes besteht, 60 Th. Honorar zu zahlen, u.

sechs Freiex. (zur Hälfte auf besserem Papier) abzuliefern. In Beziehung auf die erste Abtheilung sind diese Bedingungen vollständig erfüllt worden; dagegen ist mir für die zweite Abth. weder das versprochene Honorar gezahlt, noch sind die stipulirten Freiex. geliefert worden; selbst die Correcturbogen fehlen [...]". - Brief vom 19. IX.: "Ew. Wohlgeb. danke ich nicht blos für die gefälligst übersandten Freiex., sondern auch für die Art u. Weise Ihrer Anerkennung meiner, in der That, durchaus begründeten Anforderung. Bei den freundschaftlichen Verhältnissen zwischen Ihrem verst. Herrn Vater u. mir konnte ich es in keiner Weise über mich gewinnen, ihn an diese Schuld zu erinnern. Daher die lange Verzögerung. Schillings Kunst des äusseren Vortrags erhalten zu haben, bekenne ich ganz. Ob aber nicht entweder noch der Rabatt von 3 Th. abzuziehen, oder das Ganze wegen der langen Verzögerung der Honorarzahlung mir zu erlassen ist, das überlasse ich ganz Ihrem Ermessen [...]". - Der bis 1999 bestehende Verlag war 1780 von Johann Philipp Haug in Leipzig gegründet und 1789 von Johann Ambrosius Barth übernommen worden. Nach dem Tod des Vaters 1813 leitete Wilhelm Ambrosius Barth den Verlag und entwickelte diesen zu einem bedeutenden Wissenschaftsverlag. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nahm sich Wilhelm Ambrosius Ende 1851 das Leben. Seinem Nachfolger Adolph Barth gelang die Sanierung des Verlags. Die im Brief erwähnten Bände der von Heinrich August Schott (1780-1835) begonnenen, mehrbändigen "Theorie der Beredsamkeit" sind 1846 und 1849 bei Barth erschienen. - Der in Eisleben als Sohn des bekannten Predigers Gottlieb Ludolph Krehl geborene August Ludwig Gottlob Krehl studierte in Wittenberg und Leipzig Theologie. Von 1814 bis 1821 unterrichtete Krehl an der Ritterakademie in Dresden, 1834 folgte sein Ruf als Professor für praktische Theologie an die Universität Leipzig, wo er bis 1853 lehrte. - Mit Spuren alter Montage, Empfängernotizen in Tinte und Sammlernotiz in Blei. Gefaltet..

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