Otto Kratzky

Kratzky, Otto

Chemiker (1902–1995). 2 ms. Briefe mit eigenh. U. („O. Kratky“). Graz. Zusammen (1+¾=) 1¾ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to.
$ 300 / 250 € (17823)

Otto Kratky (1902–1995), Chemiker. 2 ms. Briefe mit e. U. („O. Kratky“). Graz, 1960 und 1961. Zusammen (1+¾=) 1¾ SS. auf 2 Bll. Gr.-4°. – An den Genetiker und Molekularbiologen Hans Ferdinand Linskens (1921–2007): „[...] Ich glaube nicht, daß die Röntgenkleinwinkelstreuung derzeit als Analysemethode der Pflanzenuntersuchung an irgend einer Stelle der Welt laufend Verwendung findet; aber es ist sicher richtig, daß wesentliche Erkenntnisse z. B. hinsichtlich des übermolekularen Aufbaues der Cellulose oder die Struktur der Chloroplasten der Röntgenkleinwinkeluntersuchung zu verdanken sind.

Als Forschungsmethode wird m. E. die Röntgenkleinwinkelstreuung in Zukunft verstärkten Einsatz finden. Vielleicht ist es aus diesem Grund berechtigt, zumindest einen kurzen Überblick des Verfahrens und seiner Anwendungen auf das Studium botanischer Forschungen zu geben. Ich bin gerne bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn es nicht allzu rasch sein muß [...]“ (Br. v. 18. Juni 1960). – Der Brief v. 28. Februar 1961 betr. „kleiner technischer Details“ seines Beitrages. – Otto Kratky war Ordinarius für Physikalische Chemie an der Universität Graz und Direktor des Instituts für Röntgenfeinstrukturforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie des Forschungszentrums Graz. Ende der 1950er Jahre hatte Kratky eine Kamera entwickelt, die mit Hilfe der Röntgenkleinwinkelstreuung erstmals eine auch praktisch anwendbare Analyse molekularer Strukturen in Festkörpern und Flüssigkeiten ermöglichte. – Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und im linken Rand gelocht (keine Textberührung)..

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