Egon von Komorzynski

Komorzynski, Egon von

deutscher Musikkritiker (1878-1963). Eigenh. Brief u. U. [Wien]. 14.02.1905. 1 S. 8to.
$ 85 / 80 € (48630/BN29493)

An einen unbekannt Andressaten schreibt Egon von Komorzynski: "Sehr geehrter Herr! Nehmen Sie herzlichen Dank entgegen für die Erfüllung meiner Bitte. Das Aufsätzlein ist bereits fertig u. tritt morgen die Reise nach Stuttgart an. Ich habe mich kürzer, als mir lieb war halten müssen; allein längere Sachen können nicht gar bald erscheinen; ich liege ohnehin stets mit der Redaktion der "N.M.Z." wegen des Raummangels im Hader. Darum hab ich auch auf das Sextett verzichtet - es ist viel besser, wenn ich es später einmal bei Gelegenheit für sich allein analysiere.

Die mir überlassene Komposition stelle ich Ihnen anbei dankend zurück, es hat mich ehrlich erfreut, Sie jetzt genau kennen zu lernen!".

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Komorzynski, Egon von

deutscher Musikkritiker (1878-1963). Eigenh. Brief u. U. [Wien]. 07.02.1905. 2 SS. 8to.
$ 85 / 80 € (48631/BN29518)

An einen unbekannt Andressaten schreibt Egon von Komorzynski: "Sehr geehrter Herr! Von Herzen bedauere ich, dass der unwichtige Vormann Sie vielleicht geärgert oder aufgeregt hat. Wie die Sache eigentlich passiert ist, zu erkennen war mir - ich hab den Fehler ja natürlich sofort bei Erscheinen der Nr. bemerkt - nicht möglich, da die NMZ in Stuttgart gedruckt wird; ebensowenig konnte ich den Fehler verhülen (!), da mir wegen des damit verbundenen Zeitverlustes keine Korrektur meiner Briefe geschickt wird.

Ich glaube nicht, dass ich "Josef" schreib. Die beste u. richtigste Lösung ist wohl die, anzunehmen, dass meine insbesonders bei großer Eile schwer leserliche Schrift an dem Übel schuld sei. Eine Richtigstellung habe ich natürlich sofort beschlossen u. bin durch Ihren Wunsch in diesen Beschluss bestärkt worden. Dass ich sie noch nicht verfügt hatte, hat einen andern Grund: ich hatte, wie ich ja in der betr. Beschreibung ausgebrütet, vor, Ihnen meine Kompositionen einen eigenen kleinen Aufsatz zu widmen, u. da es ein, besonders aber nicht bei einem Unternehmen, das nicht festen Fuß fassen will, angenehm ist, einen Fehler einzugestehen, so wollte ich die Richtigstellung mit diesem Aufsatz verbinden. Der durch Ihren Brief geschlossenen Kontakt gibt mir nun erwünschte Gelgenheit, Sie zu fragen: möchten Sie mich die damals aufgeführten Werke durchsehen lassen? Die bloße Erinnerung bewahrt - bei der Sturmflut von Konzerten u. Musik aller Art, die so ein Winter bringt - die Bilder nicht so scharf, wie es in diesem Fall nötig wäre. Wollten Sie mir die Sache auf irgend eine Weise ganz kurze Zeit zur Durchsicht überlassen, so ist der Aufsatz dann sogleich geschrieben u. erscheint in kürzester Zeit. Ihr Zweck ist dadruch vielleicht noch besser erreicht, als es durch eine nackte Berichtigung geschehen würde!.

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Komorzynski, Egon von

deutscher Musikkritiker (1878-1963). Eigenh. Brief u. U. [Wien]. 05.11.1905. 4 SS. 8to.
$ 85 / 80 € (48632/BN29521)

An einen unbekannt Andressaten schreibt Egon von Komorzynski: "Sehr geehrter Herr! Zürnen Sie mir nicht, dass ich die Kompositionen wieder in Ihre Hände zurück gebe. Ich habe sie - so weit meine Klimperei ausreicht - gespielt u. bin von ihnen entzückt; es sind prächtige u. sehr ernst zu nehmende Sachen. Aber ich habe meine Gründe, wenn ich nicht selbst die Kompositionen nach Stuttg. schicken will. Ich meine, es wäre am besten so: ich schreibe deswegen an den Redakteur der N M Ztg., mit dem ich ziemlich gut stehe, u.

Sie senden Ihrerseits an ihn die Noten - vielleicht mit einem ganz kurzen Begleitschreiben, in dem Sie sich auf mich berufen. Das ist viel besser; der Redakteur, ein überaus freundlicher u. wohlmeinender, charaktervoller Herr, setzt dann schon durch, was durchzusetzen möglich ist. Ich bin wie immer in Eile u. gehetzt mit grässlich viel Arbeit. Dadurch diese Kürze. Bei Gelgenheit werd ich Ihnen meine Gründe mündlich besser klar machen können. Sie wissen ja wohl ebenso gut wie ich: Verleger wollen behandelt werden, u. das kann besser einer, der mit ihnen täglich zu tun hat. Wegen sicheren Aufbewahrens u. Verlorengehens schreibe ich eigens, Sie brauchen sich nicht zu fürchten. Nur wirds gut sein, wenn die rekommandieren. Komme ich noch dazu, so schreibe ich früher noch; sonst aber jedenfalls morgen.".

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Komorzynski, Egon von

Musikwissenschaftler (1878-1963). Eigenh. Brief mit U. Wien. 18.02.1906. 2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 213 / 200 € (935129/BN935129)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für die Übersendung eines Aufsatzes: "[...] Ich habe ihn mit größtem Interesse gelesen - wie schon so vieles von Ihnen, was mich all die Jahre her, während deren ich Revue-Macher der 'Musik' war, entzückt u. begeistert hat! Leider aber ist der mir übersandte Artikel der erste, den ich nicht mehr in der verzeichnen kann, denn Schuster & Loeffler haben mir diese vor kurzer Zeit unerwartet gekündigt [...]". - Egon von Komorzynski war drei Jahrzehnte lang Professor für Deutsch und Geschichte des Altertums an der Handelsakademie in Wien.

Daneben als Musikreferent der Wiener "Volkszeitung" tätig, trug er zur Aufklärung der Entstehungsgeschichte der "Zauberflöte" bei und schrieb u. a. "Emanuel Schikaneder" (1951), "Mozarts Kunst der Instrumentation" (1906) und ‘Mozart’ (1941). Vgl. Kosch IX, 209..

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