Theodor Körner

Körner, Theodor

deutscher Dichter und Dramatiker (1791-1813). Eigenh. Manuskript „Hoch lebe das Haus Österreich“ mit Unterschrift. o. O. u. D. 4to. 3 pp. Doppelblatt.
$ 2,953 / 2.500 € (76682)

„Hoch lebe das Haus Österreich. Aus der Geschicht der Schlacht von Aspern. Es schweigt die Nacht, die Erde träumt, Und bleich der Mond die Wolken säumt. Was bist du, Welt, so still, so leer! Was lauerst du wie ein falsches Meer? Es saust so öde durch dein Reich, Und Schauder faßt die Seele gleich, Als wolltest du mit leisem Beben Des Morgens blut'gen Schleier heben. Noch schlummert's tief in Lagers Raum, Die Sterne steigen auf und nieder, Die Totenstille regt sich kaum! O laß der Welt den schönen Traum – Der nahe Tag verscheucht ihn wieder! In Osten graut's, es sinkt die Nacht. Gottlob! der Morgen ist erwacht! Gottlob! der neue Tag bricht an! Seht euch noch 'mal die Sonne an! Wohl viele, die jetzt rüstig stehn, Sehen sie nie wieder untergehn. In manchen Herzen pocht das Blut Nach raschen Streites Übermut; Und eh' die nächsten Stunden tagen, Hat manches Herz schon ausgeschlagen. Die Sonne kommt, der Nebel reißt, Ein stumm Gebet den Vater preist. Nun lebt und regt sich alle Welt, In blanken Waffen glänzt das Feld. Der Jüngling schreitet kühn hinaus, Er schaut hinauf ins Vaterhaus, Und leise Ahnung füllt sein Herz Und zieht ihn dämmernd himmelwärts. Da trägt der tiefbewegte Sinn Die Träume zu der Liebsten hin. Sie weinte, als er scheiden mußt' – Und Wehmut haucht in seine Brust, Und er gedenkt der schönen Zeiten! Er fühlt's, es war ein ewig Scheiden! Die Sonne steigt, der Lärmschuß kracht, Laut jubelnd zieht das Heer zur Schlacht. ,Seht ihr den Stephan herüberwinken Und dort die fränk'schen Adler blinken? Auf, Brüder! stürzt euch mutig drein, Die Adler müssen unser sein! Lebt wohl, lebt wohl, ihr meine Lieben, Weint nicht, ich wollt' euch nicht betrüben!’ Es wogt der Kampf, es brüllt der Tod, Die Wunden klaffen blutigrot. ,Mir nach! mir nach! dort ist der Ruhm, Ihr kämpft für euer Heiligtum!’ Und neben ihm und unter ihm Würgt rasch des Todes Ungestüm, Und Mann und Roß zusammenbrach; Er aber jauchzt: »Mir nach! mir nach!’ Da pfeift eine Kugel durch seine Brust, Daß gleich das Auge brechen mußt'; Doch hat er mit der letzten Kraft Den letzten Atem zusammengerafft Und ruft und stürzt zu Boden gleich: ,Hoch lebe das Haus Österreich!’ Der Adler sinkt, die Fahne fliegt. Heil dir, mein Volk, du hast gesiegt!“ Wohlerhalten..

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Körner, Theodor

Schriftsteller (1791-1813). Eigenh. Gedicht. O. O. u. D. 18 und eine gestrichene Zeile auf 1 S. 4to.
$ 1,122 / 950 € (33222/BN28128)

Epilog zu einer Harlekinade: "Es sollte nun der Vorhang fallen | Einleuchten wird es aber allen | Daß keiner fällt, wo keiner ist | Diß man in vielen Büchern liest | Daß das Stück sein Ende nahm | Ich euch anzukünd'gen kam [...]". - Etwas fleckig.

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Körner, Theodor

Eigenh. Manuskript "Die heilige Dorothea" mit U.
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