Julius Heinrich Klaproth

Klaproth, Julius Heinrich

Orientalist (1783-1835). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Paris. 8vo. 1 1/2 pp. Mit Siegelspur und Adresse.
$ 539 / 450 € (81477)

An den Typographen Prosper Dondey-Durpé (1794-1834) in Paris wegen der Besorgung von Büchern aus London: „[…] J’ai bien un ami à Londres qui m’a offert de faire toutes mes commissions, mais ce n’est pas un negotiant; et Vous savez qu’un gentelman en Angleterre peut bien se charger d’un achat pour un autre gentelman, mais qu’on ne pourrait lui proposer des affaires que lui paroitraient tout-à-fait mercantiles. Je pousuis cependant Vous etre utile et Vous procurer les livres que Vous desirez à bon compte, si Vous voulez m’en donner le titre, et faire deposer à Londres chez Mr.

Rothschild ou tout autre banquier les fonds necessaires pur l’achat […]“- Beiliegt: 1 Portrait von Martin Heinrich Klaproth, seinem Vater (Kupferstich von Ambroise Tardieu). Julius Klaproth, Sohn des bekannten Chemikers Martin Heinrich Klaproth, widmete sich früh den asiatischen Sprachen, besonders der chinesischen. Er brachte ab 1802 das „Asiatische Magazin“ heraus und wurde darauf als Adjunkt (Assistent ohne Lehrtätigkeit) der Akademie für die asiatischen Sprachen nach Sankt Petersburg berufen. Er begleitete 1805 den Grafen Fjodor Alexejewitsch Golowin, der als Gesandter nach China gehen sollte, aber an der Grenze wieder umkehren musste, und setzte dann im Auftrag der Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg seine Forschungen über die Stammvölker Asiens in den Kaukasus-Gebieten fort. In Dresden lernte er die Brüder von Humboldt kennen, die den preußischen König Friedrich Wilhelm III. davon überzeugten, ihn 1816 zum Professor für Orientalische Sprachen und Literatur an der Universität Bonn zu ernennen. Allerdings trat von Klaproth diese Stelle nicht an, sondern erhielt einen unbegrenzten bezahlten Studienaufenthalt in Paris zugesprochen, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Julius von Klaproth veröffentlichte über 300 Werke und postulierte als erster eine wissenschaftlich fundierte Theorie der tibetobirmanischen Sprachfamilie. Sein wohl berühmtestes Werk ist der Sprachatlas „Asia polyglotta“, in welchem er 23 verschiedene Sprachfamilien postulierte und jede mit kurzen lexikographischen Beispielen erläuterte. Prosper Dondey-Dupré (1794-1834) war ein französischer Buchhändler und Drucker. Ambroise Tardieu (1788-1841) war ein französischer Kupferstecher, der als Kartograph und Illustrator arbeitete. Eines seiner Hauptwerke war die Iconographie universelle, ancienne et moderne, in der er zwischen 1820 und 1828 die Porträts von etwa 800 berühmten Personen veröffentlichte. (Quelle Wikipedia).

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