Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890–1928). „Das erfrorene Herz“. Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D. 1 S. 4to.
$ 862 / 800 € (16180)

Klabund (d. i. Alfred Henschke, 1890–1928), Schriftsteller. „Das erfrorene Herz“. E. Gedicht mit U. O. O. u. D. 1 S. 4°. – „Der Sperling pickt die letzten Vogelmieren | Schon läßt ein kalter Wind die Bäche frieren. | Ach, käme doch der Frühling bald! Die Quellen, | Wie würden hurtig sie zu Tale schnellen! | Die du mich doch nicht frieren sehen willst: | Komm, meine Sonne, daß mein Schneeherz schmilzt ... || # Unbekannter Dichter | (um 1000 n. Chr.) | Klabund“. – In schwachem Bleistift auf etwas gebräuntem und lichtrandigem, angestaubtem Papier; alt auf Trägerkarton montiert; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller 1890–1928). Eigenh. Manuskript mit wiederholtem Titel und Namenszug. O. O. 10 SS. auf 6 Bll. Gr.-8vo. Mit einem Deckblatt aus stärkerem Papier mit Japanpapierstreifen zu einem Heft gebunden. Mit 4 durchgepausten und ankolorierten Zeichnungen (je ein Akt auf dem Deckblatt und der ersten Seite sowie ein Putto und eine schwarze Kat.
$ 4,849 / 4.500 € (23210)

Klabund (d. i. Alfred Henschke, 1890–1928), Schriftsteller. E. Manuskript mit wiederholtem Titel und Namenszug. O. O. u. D. [Um 1920]. 10 SS. auf 6 Bll. Gr.-8°. Mit einem Deckblatt aus stärkerem Papier mit Japanpapierstreifen zu einem Heft gebunden. Mit 4 durchgepausten und ankolorierten Zeichnungen (je ein Akt auf dem Deckblatt und der ersten Seite sowie ein Putto und eine schwarze Katze als Schlußvignetten im Text). – Am Deckblatt und auf dem ersten Blatt leicht von einander abweichend bezeichnet „Die heimlichen Lieder für Mimi, ihr [leise] ins Ohr gesungen von Klabund“.

Eine Liebesgabe von sechs teils erotischen Gedichten an eine Mimi; zwei davon (das dritte und das fünfte) dürften unveröffentlicht sein: „Ich möchte dich auf einem Pferd lieben, | Wenn wir im Jagen durch die Steppe stieben. | Ich möchte dich umarmen, wenn gesenkt | Dein Kopf an einem tiefen Abgrund hängt. | Ich möchte, Nymphe, dich im Flusse lieben, | Wenn uns die Wogen auseinander trieben. | Im Totenbett selbst sollst du nicht erlahmen | Dein letztes Wort sei: Liebe mich! Und: Amen ...“ (Nr. 5). – Bei „Mimi“ wird es sich um die Maler- und Dichterfreundin Mimi aus Karlsruhe gehandelt haben, die Klabund im Sommer 1920 in Heidelberg kennengelernt haben dürfte, wo „zu Ehren des schwedischen Villon, Carl M. Bellman“, am Wolfsbrunnen ein Bellman-Abend veranstaltet worden war, bei dem eine Szenenfolge um Bellmans Leben vorgetragen wurde, die von dem Kunsthistoriker Wilhelm Fränger (1890–1964) und einem jungen Studenten verfaßt worden war. „Der Student hieß Carl Zuckmayer. Er schrieb in seinen Erinnerungen über diesen Abend: ‚Unsere Hauptdarstellerin, als Bellmans ›Ulla Winblad‹, war ein Malermodell, eine Maler- und Poetenfreundin aus Karlsruhe, namens Mimi, von uns die ›badische Aspasia‹ genannt. Sie trug zum ersten und vermutlich einzigen Mal in ihrem Leben einen nicht allzu umfangreichen Reifrock, und wenn sie sich setzte, klappte er zum Vergnügen der Zuschauer jedesmal in die Höhe. Darunter trug sie nichts als ihre schönen Beine’“ (Christian von Zimmermann, s. u.). – Die Gedichte 1 („Mimi II“), 2 („Mimi III. Trinklied“), 4 („Trinklied“) und 6 („Der zahme Vogel“) sind gedruckt in: Klabund. Sämtliche Werke. Hrsg. v. Hans-Gert Roloff. Band 1 Lyrik (1. und 2. Teil). Amsterdam u. a., Rodopi u. a., 1998. – Christian von Zimmermann: Klabund. Vom expressionistischen Morgenrot zum Dichter der Jazz-Zeit. Eine biographische Skizze. In: Klabund. Werke in 8 Bänden. Bd. 8: Aufsätze und verstreute Prosa. Hrsg. v. Joachim Grage und Christian von Zimmermann. Berlin, Elfenbein, 2003, SS. 411–464, S. 438. – Etwas angestaubt, gebräunt, knittrig und fleckig sowie stellenweise mit kleinen Papierdurchbrüchen; das Titelblatt war einst auf das Deckblatt aufgeklebt; beide weisen Leimspuren auf, das Titelblatt auch kleine Löcher. Knickfalten..

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Frankfurt a. d. Oder. 8vo. 1 p. Bleistift.
$ 700 / 650 € (89277)

An den Schriftsteller und Journalist Karl Wilzinski (1884-1959) in Berlin: „Lieber Doktor Wilzinski, bin in Frankfurt, nächste Woche aber wieder in Berlin. Haben Sie gut meine Manuskripte der Dramen recht [?]!“ In den 1920er Jahren war Karl Wilzinski als Autor von Schlagertexten erfolgreich und rief mit Klabund das erste deutsche Radiokabarett ins Leben.

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Ms. Nachricht mit Unterschrift. Berlin. Quer-8vo. 1 p. Bleistift.
$ 700 / 650 € (89278)

„Ich komme Ihrer Aufforderung nach und sende Ihnen zwei Manuskripte. Ich bitte um baldigen Bescheid. - Ich lege zwei Neuerscheinungen bei. Für gelegentliche Recension wäre ich Ihnen verbunden. […]“

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Portraitpostkarte im Oval ohne Unterschrift. ohne Ort und Datum [ca. 1913]. Quer-8vo. 1 p. Bleistift.
$ 485 / 450 € (89279)

Der Schriftsteller mit 2 Damen an der Isar [?]. Auf der Rückseite einer an ihn adressierten Karte, deren Schreiber wir nicht identifizieren konnten.

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Eigenh. Gedichtmanuskript mit Unterschrift. ohne Ort und Datum. 4to. 1 p.
$ 2,694 / 2.500 € (89281)

Klabunds Gedicht „Altes Strassenmädchen“. Drei Strophen [davon die erste Strophe durchgestrichen] à sechs Zeilen, beginnend: „Nun bin ich ganz verdorrt, Mutter war nicht mein Hort - Wo ist sie? Liebe ging über meinen Leib Meiner Lippen Zeitvertreib - Wer küßt sie? ... aber im Frühlingslicht, Wenn Sonne zu mir spricht, Steig ich aus meinem Sarg. Lächle die Straße an. Ein alter Mann Schenkt mir drei Mark. Weil ich ihn herzen darf, Werde ich wieder scharf - O! nicht auf ihn! Nein, auf die Welt, Die mich in Krallen hält, Und der ich dien!...“

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Eigenh. Brief mit Unterschrift. München, Herzogstraße 42. 4to. 1 p.
$ 700 / 650 € (89282)

An einen namentlich nicht genannten Empfänger: „[…] ich danke Ihnen für den Betrag und teile Ihnen mit, daß eine kleine Sammlung meiner Kriegslieder unter dem Titel ,Klabunds Soldatenlieder’ im Gelben Verlag, Dachau-München erschienen ist. Vielleicht können Sie daraus für die zweite Auflage etwas unternehmen. Ich würde vorschlagen: ,Dragoner und Husaren’ und ,Siegeslied’. Ich bitte Sie auch, mein ,Kriegsfreiwilligenlied’ in einer neuen Auflage nach der verbesserten Form aus Klabunds Soldatenlieder abzudrucken.

Ferner bitte ich Sie, […] um Anführung dieser Quelle. - Beifolgendes kleines Gedicht ist nicht in den Soldatenliedern’ enthalten. […]“ - Ohne das erwähnte Gedicht..

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). "Weibertreu. Eine indische Anekdote, erzählt von Klabund". Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel. O. O. u. D. 4 SS. auf 4 Bll. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 2,694 / 2.500 € (32225/BN23165)

"Meine Damen! Ich hoffe, daß Sie mir die folgende kleine Geschichte nicht übelnehmen werden; denn sie ist ziemlich leichtfertig. Aber ich möchte Ihnen zur Beruhigung mitteilen, daß sie sich im fernen Indien zugetragen hat, und daß in Europa derartige Frauen nicht vorzukommen pflegen. In Europa gilt, wie bekannt, die Ehe als Sakrament, und noch niemals hat in Europa eine Frau ihrem Gatten die Ehe gebrochen. Es war einmal ein Herr, namens Viradhara, und eine Dame, namens Kamadamini. Letztere war ein junges, zartes und fröhliches Geschöpf, während ihr Gatte Viradhara bereits jenes Alter erreicht hatte, von dem es im indischen Sprichwort heißt: ein alter Esel zieht nicht mehr am Korbwagen.

Kamadamini fand nun, daß es noch genug junge Esel gäbe, die ihren kleinen Korbwagen gerne ziehen möchten, sofern sie sie nur einspanne. Solches tat Kamadamini und geriet in einen Ruf, der selbst bis zu ihrem alten Gatten drang [...]". - Die Erzählung wurde erstmals und mit zahlreichen Abweichungen abgedruckt in "Kunterbuntergang des Abendlandes", 1922 im Münchner Roland Verlag erschienen (SS. 143-148), an dessen Inhaber Albert Mundt das Kuvert auch adressiert ist. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit einer zeitgenöss. Bleistiftnotiz von fremder Hand; papierbedingt stärker gebräunt und mit kleinen Randläsuren..

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Collection of 3 autograph poems, 2 autograph letters, 1 autogr. postcard, 1 telegram draft, and 1 autogr. note, all signed. Verschiedene Orte. Zusammen 8 Bll. Verschiedene Formate. Mit einem eh. adr. Kuvert.
$ 4,849 / 4.500 € (44202/BN30267)

Comprises: I: "Der Dichter". Autogr. poem (8 lines) signed ("Alfred Henschke"). N. p. o. d. Oblong 4to. 1 p. In ink. - II: "Mädchen und Madonna". Autogr. poem (12 lines) signed ("Klabund"). Berlin, n. d. 4to. 1 p. Signature crossed out twice and repeated below. In pen. - III: Autogr. poem (6 Zeilen) signed ("Klabund"). Breslau, 7. IX. 1925. Large 4to. ¾ p. In pen. - IV: Autogr. letter signed ("Klabund"). Breslau, "Pension Quisana | Heiliggeiststr. 20", n. d. 4to. ¾ p. To an unnamed addressee, stating his willingness to participate in a newspaper project.

In copying pencil. - V: Autogr. letter signed ("Klabund"). Munich, 29. IV. n. J. 8vo. 1 p. To one Dr. Ullrich, by sending some articles. In pen; somewhat spotty; left edge with punched holes (not touching text). - VI: Autogr. postcard signed ("Alfred Henschke | Klabund"). [Berlin], 17. I. 1925 [postage stamp: 20. 1. 1925]. Oblong 8vo. 1 p. To one Hans Fischer, on the mistaken identity of a man named Eduard Tolle, who, in fact, had never been in his service. In pencil. - VII: Autogr. telegram draft signed ("Klabund"). N. p., c. 1920. Oblong 8vo. 1 p. To his friend, Moritz Lederer. - VIII: Autogr. note signed. Apparently Munich, 17. VIII. 1914. Large 8vo. ½ p. Gr.-8vo. - Partly with insignificant traces of time..

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Eigenh. Gedichtmanuskript (16 Zeilen) mit U. O. O. u. J. [Davos. 1 S. Gr.-4to.
$ 1,616 / 1.500 € (49662/BN34073)

"Wenn ich gehe zu Gott, | Trag ich in Händen das Wort. | Nimm es zurück! Ich tat, | Was du erwähltest, mit ihm: | Tötete mit dem Wort, | Zeugete mit dem Wort. | Nimm es zurück! Und schaff | Leicht mir die Hände und leer [.]" - Das Gedicht in Bleistift, Unterschrift in Tinte. - Druck unter Nr. XLIII in Klabunds Gedichtband "Irene oder die Gesinnung" (1918). - Aus der Sammlung Ernst Levy.

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Klabund (d. i. Alfred Henschke)

Schriftsteller (1890-1928). Eigenhändige Sentenz, das Gedicht "Neue Jugend", mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Davos. 1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). In Bleistift.
$ 916 / 850 € (84824/BN55363)

"Das Wort sie sollen lassen stehn / Von unsrer neuen Jugend, / Die wird kein grauer Wind verwehn / Und keine Greisentugend. / Wir glauben Gott und unsrer Welt / Und unsren Blutes Feuern. / Uns ist die Zukunft aufgestellt / Zu heiligen Abenteuern. / Dass keiner uns zu nahe komm / Mit goldnem Gängelbande, / Wir neigen unsre Kniee fromm / Nur unsrem Vaterlande. / Doch sei verflucht der alte Zopf, / Verflucht die dürre Krücke. / Deutschland hat einen Knabenkopf / und braucht keine Perrücke! [...]".

Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Der jung an Schwindsucht verstorbene Klabund errang zu Lebzeiten größte Erfolge auf den deutschen Bühnen mit dem Stück "Der Kreidekreis" (1924), nach einer Dichtung Li-Hing-Toas, das bekanntlich Brecht zum "Kaukasischen Kreidekreis" inspirierte..

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