Klaus Kinski

Kinski, Klaus

Schauspieler (1926–1991). Eigenh. Brief mit U. („Nikolaus“). Wien. 4 SS. auf 2 Bll. 4to.
$ 2,024 / 1.800 € (15046)

Klaus Kinski (1926–1991), Schauspieler. E. Brief mit U. („Nikolaus“). Wien, o. D. [um 1955/56]. 4 SS. auf 2 Bll. 4°. – An seine erste Gattin Gislinde Kühlbeck über einen noch immer ausstehenden Vertrag mit dem Wiener Burgtheater, um den er sich nun schon seit einem halben Jahr bemüht hatte: „[...] Dieser Verbrecher vom Burgtheater drückt sich jetzt seit einem halben Jahr um den Vertrag, den er mir schuldig ist! Sie haben alle Angst vor mir!! Denn ich bin der Messias, der dem Theater seinen heiligen Sinn zurückgeben wird.

Ich habe nicht umsonst so viel gelitten – Sie ahnen es und krümmen sich schon jetzt unter den Schmerzen – aber sie sind feige – und sie würden mich gerne töten – – – für mich ist jede Stunde hier wie eine Ewigkeit in der Hölle – diese Wohnung ist das Schlimmste, was ich in der Beziehung je ertragen habe – und ich brauche so sehr Ruhe! Meine Stimme wird immer größer und voller – und ich beherrsche die Technik mit jedem Tage mehr, an dem ich erwache – aber meine Nerven! Meine Seele!!!!!!!!! Meine Seele ist krank! ich weiß nicht, was aus meinem Leben werden soll wenn ich den Vertrag jetzt nicht bekomme [...]“. Bekäme er ihn endlich, dann könnte er „eine große Wohnung mieten oder ein Haus – und ich würde nur noch für meine Arbeit leben – wenn ich Geld habe, werde ich Dir einen Plattenspieler schenken und die schönsten Platten, die es gibt – Du kannst sehr viel lernen daran – ich habe auch sehr viel von den großen Sängern gelernt – Die Bilder von Politschka sind schön! Du mußt mir immer alle Bilder schicken – ich freue mich, daß Du begriffen hast wie man den Prinzen darstellen muß – geh nicht mehr in die deutsche Oper – der Lokusgeruch verdirbt den Instinkt! Wenn ich am Burgtheater spiele werde ich Dir das Fahrgeld bezahlen, damit Du mich sehen kannst [...]“. – Klaus Kinski hatte im Sommer 1955 unter der Regie von Fritz Kortner in Wien gedreht („Sarajevo“), im Oktober in München einen Selbstmordversuch überlebt und sollte schließlich 1956 von Adolf Rott – der aus Kinski einen neuen Josef Kainz formen wollte – ans Burgtheater verpflichtet werden, wo er unter der Regie von Raoul Aslan die Titelfigur in Goethes „Torquato Tasso“ verkörperte: „Doch Kinskis Traum am Burgtheater währte nur eine Vorstellung lang. Nach der Tasso-Premiere am 13. März 1956 setzte ihm der damalige Direktor Adolf Rott den Stuhl vor die Tür. Ursache dafür war wohl die Unfähigkeit des Individualisten Kinski, sich in ein Ensemble zu integrieren und den Regeln und Traditionen des altehrwürdigen Hauses am Ring zu genügen. So diente auch ein Tabubruch als offizieller Grund für die Trennung: Denn Kinski brach mit einer eisernen Regel aus dem 18. Jahrhundert, die es den Burgschauspielern untersagte, zur Entgegennahme des Applauses vor den Vorhang zu treten; er verteilte vielmehr eifrig Handküßchen an die Theaterbesucher“ (Oliver Bentz: Einer, der die Extreme liebte. Klaus Kinski zum 75. Geburtstag und zum 10. Todestag. In Wiener Zeitung, Extra-Lexikon, [2001], www.wienerzeitung.at). – Stärkere Faltspuren, sonst gut erhalten..

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Kinski, Klaus

Schauspieler (1926–1991). Eigenh. Brief mit U. („Nikolaus“). Wien. 8 SS. auf 4 Bll. 4to. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 2,811 / 2.500 € (15048)

Klaus Kinski (1926–1991), Schauspieler. E. Brief mit U. („Nikolaus“). Wien, [25. Mai 1957]. 8 SS. auf 4 Bll. 4°. Mit e. adr. Kuvert. – An seine erste Gattin Gislinde Kühlbeck, mit der er bis 1955 verheiratet gewesen war. Kinski, der von 1955 bis 1960 in Wien lebte, beklagt in diesem in großer Erregung verfaßten Brief seine Lebensumstände, berichtet von einem erfolglosen Theaterstück, in dem er zu dieser Zeit auftrat, und von drückenden Geldsorgen. Dennoch sei er zuversichtlich, seinen künstlerischen Durchbruch zu schaffen, und gibt sich überzeugt, daß es seine Bestimmung sei, als Künstler zu wirken: „Die Kunst macht mich stark – denn ich erkenne mit jedem Tag gewaltiger + klarer, daß sie das wahre Leben ist! Und daß ich in diesem Leben lebendig werde!“ – Ausbleibende Zahlungen (wohl der zugesagte Unterhalt für Gislinde und die gemeinsame Tochter Pola, die auch erwähnt wird) begründet er mit seinen Problemen im Umgang mit Geld: „Von der äußeren Not will ich Euch bewahren! Solange ich lebe will ich das! Ich weiß, ich bin ungeschickt im täglichen Leben und ich mache die groteskesten Verträge – aber ich bleibe ungeschickt und ich kann mit dem Geld, das ich verdiene, nicht umgehen – und dabei leiste ich mir so gut wie nichts [...] Dieses Stück, in dem ich jetzt auftrete [...], geht sehr schlecht – die Menschen die es gesehen haben, sind sehr erschüttert – aber es hat eine schlechte Presse gefaßt – vielleicht macht das doch sehr viel aus – diese Wiener verbringen die Hälfte des Tages mit Zeitunglesen und die meisten nehmen sich gar nicht die Mühe, sich selbst zu überzeugen [...] An einem Abend mußte die Vorstellung abgesagt werden, weil nur 6 Leute gekommen waren – ich bin selbst sehr betroffen davon – denn bis jetzt sind die Menschen immer gekommen, wenn ich aufgetreten bin! [...]“.

Bei dem besagten Stück dürfte es sich um Michael Clayton Huttons „Fortsetzung auf Seite 2“ gehandelt haben, das am 11. Mai des Jahres im Kleinen Theater in Konzerthaus Premiere gehabt hatte..

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Kinski, Klaus

Schauspieler (1926–1991). Autograph letter signed („Nikolaus“). Wien. 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
$ 1,687 / 1.500 € (18709)

To his first wife Gislinde Kühbeck: „I didn’t write yet because the shock I received on my way back to Vienna is still present. Imagine what happened to me! At the border with Salzburg the police officers, these pigs, got me to leave the train, as my name is in the “tracing book” because of the fine for the accident at Lake Starnberg, which I didn’t pay. They offered me the choice between paying the amount of money (300 Mark), or going to prison. I didn’t have that much money with me, so I called Erica Ramhof in Vienne in desperation and asked her to send the money by telegram – That happened at 3 am – The next morning I was allowed to drive on.

I spent nearly 9 hours at this stinky police station, and perhaps you can imagine how I felt […]” (transl. from German)..

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Kinski, Klaus

Schauspieler (1926–1991). Eigenh. Brief ohne U. [Wien. 6 SS. auf 3 Bll. Qu.-8vo.
$ 2,024 / 1.800 € (18710)

Klaus Kinski (1926–1991), Schauspieler. E. Brief ohne U. [Wien, Sommer 1956]. 6 SS. auf 3 Bll. Qu.-8°. – An seine erste Gattin Gislinde Kühbeck: „[...] ich kann nicht mehr! ich bin so verzweifelt und einsam! ich bin von allen Menschen verlassen und sie behandeln mich wie einen Aussätzigen! Vielleicht bin ich nichts wert! Vielleicht bin ich gar nichts wert! Vielleicht haben Sie recht! ich habe das Beste gewollt! ich habe versucht, rein zu bleiben! ich habe nie etwas Gemeines getan! ich habe nie einen Menschen verraten! ich bin diesem Leben nicht mehr gewachsen! Sie wollen mir den Vertrag nicht geben! Jetzt bin ich verloren! ich habe auch nicht mehr genug Geld! ich habe Angst Angst!!!!!!! was habe ich denn so Schlimmes getan??????? gehe zu dem Müller! zu dem Verwaltungsdirektor am Residenztheater! bitte! gehe zu ihm! rette mich! sage ihm, daß ich nicht schlecht bin! sage ihm, daß ich am Ende bin! Sage ihm, daß ich nur meine Pflicht getan habe und daß ich meine ganze Kraft gegeben habe! sage ihm, daß er den Direktor des Burgtheaters (Dr.

Rott) anrufen möchte! Er soll ihn anrufen und ihm sagen, daß ich meine Pflicht getan habe! Er soll ihm sagen, daß ich dafür lebe! Er soll ihm sagen, daß ich ihn niemals enttäuscht habe! bitte ihn darum! Es ist die letzte Chance! bitte ihn! Er ist leicht zu beeinflussen! ich flehe Dich an! gehe zu ihm! Du bist rein und unschuldig! Gott wird Dir die Kraft geben, ihn zu überzeugen! wenn er hier in Wien den Direktor anruft, dann wird vielleicht noch alles gut! sage ihm, daß mein armer Bruder [...] im Sterben liegt! sage ihm, daß unser Kind nichts zu essen hat, wenn ich kein Geld verdiene! Sage ihm, daß ich die Vorstellungen von Heinrich IV weiterspielen würde, wenn er will! Er wird mir helfen, wenn Du ihn bittest! Er kann es Dir nicht abschlagen! gehe hin! ich bitte Dich um Christi Willen! ich weiß nicht mehr was ich machen soll! ich bin am Ende! ich bin am Ende!!! ich liebe Euch – aber ich bin am Ende“. – Tatsächlich wurde das von Fritz Kortner inszenierte Stück, das am 6. Juni 1956 einmalig aufgeführt worden war, im November des Jahres wieder aufgenommen. – Papierbedingt etwas gebräunt..

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Kinski, Klaus

Schauspieler (1926–1991). Eigenh. Brief mit U. („Nikolaus“). Wien. 8 SS. auf 4 Bll. Gr.-4to.
$ 1,687 / 1.500 € (18711)

Klaus Kinski (1926–1991), Schauspieler. E. Brief mit U. („Nikolaus“). Wien, o. D. [März 1957]. 8 SS. auf 4 Bll. Gr.-4°. – An seine erste Gattin Gislinde Kühbeck: „[...] Heute abend ist es das 12. mal, daß ich hier den Villon vortrage – bis jetzt war es immer ausverkauft und die Leute sitzen 2 Stunden lang atemlos und wagen nicht sich zu rühren – ich bin sehr dankbar und froh darüber – Gestern haben Zuschauer gesagt, daß sie seit der Duse nichts derartiges mehr gesehen haben wie mich – ich bin natürlich unvergleichlich besser als früher – sprachlich viel reifer und souveräner geworden – und mein Ausdruck ist gewaltiger und tiefer als früher [...] Eine Schallplattenfirma wird jetzt Aufnahmen von mir machen und mich am Gewinn beteiligen! [...] Mit dem Burgtheater wird es nicht gut ausgehen jetzt – ich werde mit diesem Verbrecher nicht fertig – aber ich werde hier in Wien an diesem kleinen Theater jetzt ein Stück geben – und zu den Festspielen im Juni vielleicht den ‚Lebenden Leichnam’ von Tolstoi! auch den Oswald in ‚Gespenster’ will ich noch in diesem Jahr in Wien geben! [...] Du wolltest noch wissen, wie ich den Villon hier spreche – Die Bühne ist schwarz mit Vorhängen ausgeschlagen – ich selbst trage ein langes schwarzes kuttenartiges Gewand – sodaß das Schwarz des Kostüms in die dunklen Vorhänge übergeht und nur das Gesicht und die Hände die ganze Aufmerksamkeit auf sich lenken [...]“.

– Geringe Faltspuren; Bl. 3 mit einem kleinen Ausriß am oberen Blattrand (geringf. Buchstabenbeschnitt)..

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Kinski, Klaus

Schauspieler (1926-1991). Autograph letter signed ("Nikolaus"). [Wien. 2 SS. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 900 / 800 € (32024/BN22367)

To his first wife Gislinde Kühbeck in Munich, about the difficulties to get a job at the Viennese Burgtheater. - Some traces of folding and slightly browned; hardly stained.

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Kinski, Klaus

Schauspieler (1926-1991). Autograph letter signed ("Nikolaus"). [Wien. 4 SS. auf 2 Bll. Gr.-8vo.
$ 1,574 / 1.400 € (32025/BN22368)

To his first wife Gislinde Kühbeck, towards whom he complains bitterly about (alleged) intrigues of the Viennese Burgtheater, and asking to call Thomas Harlan (son of the German director Veit Harlan), with whom Kinski should establish the "Junge Ensemble" at Berlin in tzhe year after.

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Kinski, Klaus

Schauspieler (1926-1991). Eigenh. Brief mit U. ("Nikolaus"). [Wien. 2 SS. 4to. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 1,125 / 1.000 € (32026/BN22369)

An seine erste Gattin Gislinde Kühbeck, die er einige Anrufe zu tätigen ersucht: "[...] Bitte rufe diesen Journalisten an, der den großen Artikel über mich schreiben wollte (oder schon geschrieben hat) - auch er hat mir auf 2 Briefe keine Antwort mehr gegeben! Bitte frage ihn, ob er die Briefe bekommen hat! Sage ihm, daß ich unbedingt aus bestimmten Gründen Antwort haben möchte - ich habe ihm doch fast 60 Bilder zur Verfügung gestellt - ich begreife nicht, warum auch er mir nicht antwortet! Bitte, rufe ihn an! Die Nummer ist [...] Sein Name ist [...]".

- Was die ersehnte Anstellung am Wiener Burgtheater betrifft, so hoffe er bald Bescheid zu bekommen, und schließlich möge sie auch Thomas Harlan anrufen, Veit Harlans Sohn, mit dem Kinski 1958 in Berlin das "Junge Ensemble" gründen sollte, "er hat mir versprochen, ein bestimmtes Manuscript zu schicken!" - Mit kleinen Faltspuren. - Das Kuvert mit Absenderadresse "Kinski, Wien, XIII, Steckhovengasse 9"..

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Kinski, Klaus

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Klaus Kinski (1926–1991), Schauspieler. E. Brief mit U. („Nikolaus“). O. O. u. D. [Wohl Wien, ca. Januar/Anfang Februar 1955/56]. 5 SS. auf 5 Bll. 4°. – An seine erste Gattin Gislinde Kühlbeck: „Eben ist Dein Brief gekommen – ich bin rasend vor Wut!!!!! Das ist ja keine Neuigkeit für mich, daß ich das Geld bis zum 1. II. bezahlen soll!! Das hast Du mir ja schon vor 3 Wochen geschrieben! Ich hatte Dich doch aber gebeten, diesen Kanaillen zu sagen, daß ich das andre Geld nicht vor Mitte Februar schicken kann! Warum tust Du niemals aus eigener Initiative etwas für mich?! Warum kämpfst Du nicht für mich?! Warum sagst Du diesen deutschen Nazi-Aasgeyern nicht ins Gesicht, daß sie mich in Ruhe lassen sollen! Daß ich 14 Stunden täglich schufte, damit ich dieses Scheißgeld bezahlen kann! [...] Naziland! Mörderland!!!! Deutsche Kloakenschweine! [...]“ – Die zu begleichende Schuld bezieht sich möglicherweise auf zwei Unfälle, die Kinski 1955 verursacht hatte. – Sehr wohlerhalten.