Martin Kessel

Kessel, Martin

Schriftsteller (1901-1990). Eigenh. Briefkarte mit U. sowie eh. Postkarte mit U. Bad Nauheim. Zusammen 2 SS. Qu.-8vo.
$ 211 / 180 € (15625)

Martin Kessel (1901-1990), Schriftsteller. E. Briefkarte mit U. sowie eigenh. Postkarte mit U. Bad Nauheim, 27. Juli und 3. August 1926. Qu.-8°. Zus. 2 Seiten. An den Sammler Paul Hirsch in Frankfurt. - I. (27. VII. 1926): "[...] Zittert Ihnen nicht die Antenne, da wir ja doch seit einigen Tagen in Nauheim sind und andauernd an unsere 'ruhmvolle' Vergangenheit denken? Da wir in Frankfurt zu tun haben, irgendeines Tages, kämen wir, wenn es Ihnen passt, gern mal auf einen Katzensprung zu Ihnen, wobei wir, zeitlos wie wir die kurzen 14 Tage sind, uns gänzlich nach Ihren Uhrverhältnissen, statistischen Tageseinteilungen und offiziellen Atempausen richten würden, vorausgesetzt, daß Sie und Ihre werte Frau Gemahlin nicht verreist sind.

Ach bitte, antworten Sie doch mal sachgemäß und renken Sie das Gespritze dieser Frage in ordentliche Bahnen! [...]" - II. (3. VIII. 1926) Postkartenansicht vom Teichhaus, Bad Nauheim: "Lindenhof; ... sollte die Strecke gesperrt sein, so werden wir, wie Lohengrin, mit umseitig beiden Schwänen die Nidda hinabgondeln und, Ihren freundlichen Brief bestens erwidernd, am Donnerstag im Osthafen einlaufen [...]" - Kessel ließ sich als freier Schriftsteller in Berlin nieder und veröffentlichte 1926 die Gedichtsammlung "Gebändigte Kurven" und den Novellenband "Betriebsamkeit"..

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Kessel, Martin

Schriftsteller (1901-1990). Brief mit eigenh. U. Berlin. 1 S. 4to.
$ 94 / 80 € (4238)

Martin Kessel (1901-1990), Schriftsteller. Brief m. e. U., Berlin, Januar 1970, eine Seite 4°. An den Autographensammler Otmar Meisel: „[…] obwohl ich kein Freund von Widmungen in Büchern bin, solche Widmungen sehen später oft recht merkwürdig aus, will ich Ihnen den Gefallen tun, zumal ich annehme, daß Sie die zwei Bände aus dem Müllkasten des Antiquariats herausgefischt haben, denn sie sind seit über zwanzig Jahren vergriffen. Mit dem Gedichtband bin ich übrigens nicht ganz zufrieden, ich musste Rücksicht auf die Zensurbehörde nehmen; er ist zehn Jahre später, 1950, unter dem Titel ‚Gesammelte Gedichte’, etwas verbessert und ergänzt, nochmals erschienen […] Im Buchhandel ist wohl nur die ‚Lydia Faude’, […] zu haben.

An dieser ‚Lydia’ könnten Sie ein Jahr lang lesen und wohl auch wieder lesen. Sie hat’s in sich. Im Augenblick bin ich mit Korrekturen an einer Ausgabe eines Bandes ‚Ironische Miniaturen’ beschäftigt […]“ – Kessel veröffentlichte 1926 die Gedichtsammlung ‚Gebändigte Kurven’ und den Novellenband ‚Betriebsamkeit’. Seine bedeutendsten Romane ‚Herrn Brechers Fiasko’ (1932) und ‚Lydia Faude’ (1965) zeigen Individualisten in der Auseinandersetzung mit der genormten, materiell orientierten Umwelt. Beeinflusst von L. Sterne, N. Gogol und E.T.A. Hoffmann, schrieb Kessel ferner Künstlerromane (‚Die Schwester des Don Quichote’, 1938) und literarische Essays sowie Aphorismen..

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