Johann Wenzel Kalliwoda

Kalliwoda, Johann Wenzel

Dirigent und Komponist (1801–1866). Eigenh. Brief mit U. („J. W. Kalliwoda“). Donaueschingen. 1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 2,764 / 2.500 € (21585)

Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866), Dirigent und Komponist. E. Brief mit U. („J. W. Kalliwoda“). Donaueschingen, 25. Juli 1862. 1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-4°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – An den mit ihm befreundeten Schriftsteller und Juristen Ludwig Dill (1812–1887) in Stuttgart über den Besuch eines Sängerfestes in Chur. „[...] Die allgemeine Betheiligung der Schweitzer an eidgenössische[n] Sänger und Schützenfeste[n] ist unbeschreiblich, mann [!] sieht es daß derartige Feste tief in das Volk eingewurzelt sind.

– Die musikalischen Aufführungen waren ausgezeichnet, und an patriotischen, politischen Reden in allen Sprachen [...] hat es auch nicht gefehlt, kurz mit einem Wort, es war ein sehr gelungener Ausflug, aber doch ein bischen kostspielig. – Ich bin abermals genöthigt in einigen Tagen einen kleinen Ausflug zu machen, und zwar im Dienst der Kapelle, weil ich gerne für diesen Winter einige musikalische Kräfte erwerben möchte, um im nächsten Frühjahr nicht ganz so sang und klanglos von hier abziehen zu müssen [...]“. – Weiters über die Geburt einer Enkelin. In dem Jahr, aus dem der vorliegende Brief datiert, beging Kalliwoda sein 40jähriges Dienstjubiläum als Hofkapellmeister in Donaueschingen. – Bl. 2 mit kleinem Ausschnitt durch Siegelbruch (dieses sehr wohlerhalten)..

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Kalliwoda, Johann Wenzel

Dirigent und Komponist (1801-1866). Schriftstück mit eigenh. U. O. O. u. D. 1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to.
$ 442 / 400 € (31747/BN19863)

Betrifft ein am 29. Jänner 1836 stattfindendes Benefizkonzert im Stadtmusiksaal am Marienplatz. - Zu Kalliwodas 450 Nummern umfassendem Werk, das "von 1825 bis etwa zur Mitte des Jh. im Konzertrepertoire der deutschen Städte einen bedeutenden Platz [einnahm]" (MGG VII, 456f.), zählen zwei Opern, Symphonien, Ouvertüren, Konzerte sowie Kammer- und Klaviermusik, Messen, Chöre und Lieder.

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Kalliwoda, Johann Wenzel

Komponist und Violinist (1801-1866). Autograph letter signed. Donaueschingen. 2 SS. auf 2 Bll. mit eh. Adresse verso (Faltbrief). Gr.-4to.
$ 1,990 / 1.800 € (935637/BN935637)

To the German music critic, writer, poet, and amateur composer Richard Pohl (1826-96), discussing the musical arrangement of Carl Maria von Weber's festive cantata.

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Kalliwoda, Johann Wenzel

E. mus. Albumblatt mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866), Dirigent und Komponist. E. musikalisches Albumblatt mit U. („JWKalliwoda“). Leipzig, 28. Juni 1854. ½ S. Qu.-4°. – Fünf Takte aus einem nicht näher bezeichneten Klavierstück. – Von Karl Egon Fürst von Fürstenberg (1796–1854) nach Donaueschingen engagiert, gelangten an der Hofoper unter Kalliwodas Führung neben eigenen Werken auch Werke der von ihm zu Konzerten eingeladenen Zeitgenossen wie Clara und Robert Schumann sowie Franz Liszt zur Aufführung. Zu seinem 450 Nummern umfassenden Werk, das „von 1825 bis etwa zur Mitte des Jh. im Konzertrepertoire der deutschen Städte einen bedeutenden Platz [einnahm]” (MGG VII, 456f.), zählen zwei Opern, Symphonien, Ouvertüren, Konzerte sowie Kammer- und Klaviermusik, Messen, Chöre und Lieder.


Kalliwoda, Johann Wenzel

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Wenzel Kalliwoda (1801–1866), böhm. Komponist. E. Brief m. U., Donaueschingen, 19. Juli 1828, 2 Seiten gr.-4°. Minimal fleckig. Kleine Papierschäden. Mit Siegel und Adresse. Als Hofkapellmeister des Fürsten von Fürstenberg in Donaueschingen an den Wiener Cello-Virtuosen Josef Merk, für dessen Schüler Karl Leopold Böhm er sich beim Fürsten verwendet hatte. Detaillierte, sechs Punkte umfassende Auflistung der fürstlichen Ansprüche und Leistungen an einen Hofcellisten, von Kalliwoda ergänzend kommentiert. „[…] 1. Herr Böhm ist verpflichtet, sowohl bei der Kirchenmusik, als im Theater bei Schauspielen und Opern, wie bei Concerten Dienste zu thuen. | 2. Er übernimmt die Verpflichtung, ohne Anspruch auf besondere Bezahlung hiefür von Seite des Fürsten ein taugliches Subject auf dem Violoncell zu unterichten, und zu bilden dem er wöchentlich 4 Stunden zu geben hat […]“ Ferner über Fragen des Urlaubs, der Bezahlung, des Dienstantritts und der Kündigungsmodalitäten. „Ich habe diesen Punkten beizufügen, daß man hier für 3 bis 4 Louisdor ein recht hübsches Zimmer haben kann. Der Dienst ist nichts weniger als anstrengend, indem nur im Winter alle Wochen ein Konzert, nur etwa zwei o. dreimal Oper, und ungefähr eben so oft Schauspiel ist. Kirchenmusik machen wir keine wenn die Herrschaft abwesend ist […]“ – Böhm hat das Engagement angetreten. – Mit Erwähnung von Conradin Kreutzer, der von 1818–22 Hofkapellmeister in Donaueschingen gewesen war. – Kalliwoda wirkte nach dem Studium am Prager Konservatorium von 1815-21 als Violinist im Prager Theaterorchester, gab erfolgreiche Konzerte in Linz und München und wurde 1822 von Karl Egon Fürst von Fürstenberg als Hofkapellmeister nach Donaueschingen engagiert, wo er bis 1866 wirkte. Von 1824-66 unternahm er weitere Konzertreisen durch Deutschland, Holland und die Schweiz, auf denen er auch mit eigenen Werken auftrat. Sein kompositorisches Werk umfaßte zwei Opern, Symphonien, Ouvertüren, Konzerte sowie Kammer- und Klaviermusik, Messen, Chöre und Lieder.