genannt Jan von Werth und auch Jean de Werth Johann (Reichs)freiherr von Werth

Johann (Reichs)freiherr von Werth, genannt Jan von Werth und auch Jean de Werth, Jean de Weert oder Johann von Weerth

bekannteste deutsche Reitergeneral im Dreißigjährigen Krieg (1591-1652. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Benatek. Folio. 2 pp.
$ 5,230 / 4.500 € (83946)

Seltener eigenhändiger Brief an einen Fürst „Durchlauchtiger Fürst genediger Herr“: „habe derselben mit diesem vorigen zweier obligenden Schuldigkeit nachgehen semblich auf Anrathen sollen den ob Jeder persöhnlich diß einrichten herzlich Verlangen, so thut doch jener main Schuld mich solcher Discomodiren, daß eines Rittwachen Egger, samb alder mich deß Sauerbrunn Jungsbrauchen auf etliche Wochen habe ... selb Bemerkung müssten, welch so dann geschehener ... Zurückweiß meinem schulidgen oblige nach Eur Fürstl.

selbst die feindt zu küssen mich treu ... In dessen derselbe den obristen Leutenant Rambstirr auf sein an mich so instudigres ansuchen nochmahls dahin recomendire, damit ... Er so in den ... Krieg so grossen Lust hat, und ohne drum ein gutter Soldat ist, möchte doch accomodirt ... sonsten dürfte Er Vermuttlich Groll andrerwerthes Dienst nehmen, geträffe mich aber […]“ Johann (Reichs)freiherr von Werth, genannt Jan von Werth und auch Jean de Werth, Jean de Weert oder Johann von Weerth (* 1591 in Büttgen; † 12. September 1652 auf Schloss Benatek) war einer der bekanntesten deutschen Reitergeneräle im Dreißigjährigen Krieg. Von Weerth stammte aus einfachen Verhältnissen und erlebte den Krieg von der Schlacht am Weißen Berg 1620 bis zur Schlacht bei Dachau 1648. Seit den 1630er Jahren prägte er ihn als Heerführer, zunächst auf spanischer bzw. kurkölnischer, dann auf bayerischer, zuletzt auf kaiserlicher Seite auch bedeutend mit. Nachdem sein Dienstherr, der bayrische Kurfürst Maximilian I. am 14. März 1647 den Ulmer Waffenstillstand zwischen Frankreich, Schweden und Bayern ohne Absprache mit dem Kaiser geschlossen hatte, wechselte Johann von Werth mit Teilen seiner Truppen in den Dienst des Kaisers. Maximilian I. belegte Johann von Werth daraufhin mit der Reichsacht und zog die ihm verliehenen Güter ein. Kaiser Ferdinand III. erklärte jedoch in Wien die von Maximilian verhängte Acht für nichtig und erhob Johann von Werth in den Grafenstand. Außerdem belehnte er ihn als Ersatz für die eingezogenen kurbayrischen Lehen mit der Herrschaft Benatek in Böhmen..

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