Johann Georg I.

Johann Georg I.

Fürst von Anhalt-Dessau (1567-1618). Brief mit eigenh. U. ("Hans Georg F. z. Anhalt manu ppria."). Dessau. 2¼ SS. Folio. Mit hs. Adresse (Faltbrief).
$ 1,556 / 1.500 € (88183/BN56094)

An die Dechanten und die Kapitelgemeinschaft des Doms von Magdeburg mit der Bitte um Bereinigung eines Vorfalls zwischen dem fürstlichen Rat Sigismund von Lattorff zu Quast (1538-um 1606) und dem Kämmerer Heinrich Albrecht Münsinger von Frundeck (1564-1613), Sohn des Juristen und Schriftstellers Joachim Münsinger. Münsinger beschuldige Lattorff zu Unrecht, im Amt Möckern Pachten vorenthalten zu haben. Münsinger solle abgemahnt werden und von seinen Beschuldigungen absehen, ansonsten würde gegen Münsinger und dessen Familie auf Dessauischem Gebiete eine Acht verhängt: "Sollte aber gedachter Minsinger in seinem Trotze und ubermuthe beharren, wurden wir uff den Vahle unns der gegenschantze zugebrauchenn, unnd uff Ihn unnd die seinen, in Unnsernn gebiete wieder achtung gebenn zulaßen [...] Sintemahll wir sambtt denn Unnserenn, wieder die Reichsordtnung unndt Abschiede von Münsingernn wollen unnbeschwerett seinn [...]".

- Johann Georg I. war als "Der Wohlriechende" das Mitglied Nr. 9 der "Fruchtbringenden Gesellschaft". - Mit Wasserzeichen ("Mond" im Kreisring), Siegelrest, teilweise mit geringfügigen Randläsuren, kurzen Einrissen entlang der Faltlinie, kleinen Papierdurchbrüchen durch Brieföffnung und kleinen parallelen Einschnitten durch Briefverschluss. Papierbedingt etwas gebräunt und leicht braunfleckig..

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