Erzherzog von Österreich Johann

Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich (1782-1859). Autograph letter signed. Wien. 8vo. 3 pp.
$ 2,047 / 1.800 € (60460)

To Franz Xaver von Peball, the custodian of his steel works in Vordernberg (Styria) with a detailed description of weather conditions and matters of the financial budget.

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Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich (1782-1859). Autograph letter signed. Düsseldorf. 8vo. 4 pp.
$ 2,274 / 2.000 € (60461)

To Franz Xaver von Peball, the custodian of his steel works in Vordernberg (Styria) with a detailed description of weather conditions and matters of the financial budget.

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Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich (1782-1859). Autograph letter signed. Frankfurt. 4to. 2 pp.
$ 2,274 / 2.000 € (60462)

To Franz Xaver von Peball, the custodian of his steel works in Vordernberg (Styria) with a detailed description of weather conditions and matters of the financial budget.

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Johann, Erzherzog von Österreich

Erzherzog von Österreich, in der Revolutionszeit 1848/49 Reichsverweser, (1782-1859). 4 Briefe mit eigenh. Unterschrift „Johann mp.“. Innsbruck, Marburg und Vorderaberg. 5 Doppelblätter 4to und gr.-4to, davon 14 Seiten beschrieben. Papier brüchig und mit Sporflecken, der Brief von 1846 mit starken Randschäden; einige Risse und Randverstärkungen.
$ 2,843 / 2.500 € (61363)

Inhaltsreiche Briefe an den bernischen Staatsmann und Historiker Johann Anton von Tillier (1792-1854), dem er jeweils für die Zusendung von historischen Werken aus dessen Feder sowie für Mitteilungen über die Entwicklung in der Schweiz dankt. Johann erweist sich dabei als wohlinformierter Kenner der schweizerischen Verhältnisse. Immer wieder gibt er seinem Kummer Ausdruck über die wachsenden Spannungen in der Schweiz, die im Sonderbundskrieg kulminieren sollten, vor welchem Johann mit Nachdruck warnt. Innsbruck 10.VIII.1838: „[…] Die heutigen Wirren in der Schweiz werden, wie Ich hoffe, sich geben, dieselben sind nur vorübergehend, und dürfen Forschungen weder hindern noch entmuthigen.

Ihre Mir über die von der Schweiz handelnden neuen Werke gegebenen Andeutungen werde Ich benützen, und die bezeichneten Bücher Mir beischaffen und lesen. Mehrere derselben waren Mir bekannt, von einigen andren sind es Mir wenigstens die Namen der Schriftsteller, so Zellweger’s, dessen Eltern und Großeltern Ich sehr gut gekannt. Von den erwähnten Werken kenne Ich z.B. Kopp’s Schrift;“ – Joseph Eutich Kopp – „dessen Absicht ist allerdings löblich, aber die Sache hat auch eine Kehrseite. Es herrschen bei den Völkern allenthalben Sagen, Ueberlieferungen, besonders ist dies der Fall im Hochgebirge – Ich selbst kenne mehrere – diese lassen sich freilich nicht beweisen, und können eine scharfe Kritik nicht aushalten. Wenn aber auch durch ihren Fall die Geschichte nichts verliert, so ist es ganz etwas anders rücksichtlich des Volkes; fällt die Sache, so haben die Denkmäler keinen Werth mehr; fällt Tell’s Geschichte so ist der Brunnen in Altorf und der Platz wo der Meisterschuß geschah, Kapelle auf der Platte, jene in Küßnacht und das Haus in Bürglen nichts mehr – was hat dann Uri noch für Erinnerungen? Und werden nicht mehrere Sagen in der Schweiz welche im Volke leben, an welche dasselbe hänget, gleiches Schicksal haben? Allerdings bleiben die Thaten Arnold Winkelrieds, die der Männer bei St. Jakob, und noch viele der Schweizer Geschichten herrliche Erinnerungen, aber die andern Erinnerungen sind einmal da, Ich möchte sie nicht berühren, das Volk hängt einmal daran […]“ Marburg 3.XI.1840: „[…] Aus dem unerwartet friedlichen Ausgange der […] Krise in Wallis geht zur Genüghe hervor wie bald sich die Gemüther eines – wenn auch zuweilen durch Verschiedenheit der Ansichten und Interessen gespalteten, doch biederen und von Vaterlandsliebe beseelten Volkes – versöhnen […] Zu wünschen wäre es sehr, daß bald in der ganzen Schweiz eine aufrichtige Versöhnung der verschiedenen Parteien geschähe; ohne offenes Entgegenkommen von den Männern der verschiedensten Meinungen kann dieselbe nicht statt finden. Sollte vielleicht die jetzige bedenkliche Aufregung in der europäischen Politik für die Schweiz die leicht mögliche Folge haben die Gemüther durch Anregung der Vaterlandsliebe einander näher zu bringen und zu versöhnen, so dürfte dieselbe als für das Land sehr wohlthätig betrachtet werden […]“. Vorderaberg 18.X.1846: „[…] Den Verhandlungen der Tagsatzung habe ich mit großer Aufmerksamkeit gefolget. Ich klage keine Parthei an, und vertheidige keine, allein die Quelle alles Uebeln liegt in Ersten begangenen Unrechte und im schroffen Beharren auf demselben von der Einen Parthei, und von der anderen auf sture Forderungen die kaum zu erfüllen sind. Es gehet da wie im gewöhnlichen Leben, Eintracht kann nur auf Gerechtigkeit beruhen, ist diese nicht vorhanden so ist jene zerstöret […]“.

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