Friedrich Heinrich Jacobi

Jacobi, Friedrich Heinrich

Schriftsteller und Philosoph (1743–1819). Eigenh. Schriftstück mit Unterschrift. München. 8vo. 1 p.
$ 3,106 / 2.800 € (61462)

„Unterzeichneter hat vor geraumer Zeit ein Verzeinis [von] Büchern, die er zu erhalten wünschte […] an die Herrn Mohr u Zimmer gelangen laßen, und ist bis zu dieser Stunde ohne Nachricht darüber geblieben. Er bittet den bestellten Büchern noch folgende beyzufügen. - Alle Schriften von Heeren, nebst einer besonderen Note darüber. - Ueber die Schulbildung zur Bestialität, ein Programm zur Eröffnung des neuen Lehrcurses in der Cantonsschule zu Aarau, von Herrn Rector Evers .. - Schützens Elementarbuch.“ - Es folgen noch zwei, möglicherweise von fremder Hand gestrichene Titel.

- Abschließend bittet Jacobi um weiter Nachricht. - Bei der ersten Bestellung handelt es sich wohl um die Schriften des Historikers Arnold Hermann Ludwig Heeren (1760-1842). - Oberrand mit zwei kleinen Ausrissen..

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Jacobi, Friedrich Heinrich

Schriftsteller und Philosoph (1743-1819). Eigenh. Brief mit U. ("Fr. Heinr. Jacobi"). München. 2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 8,875 / 8.000 € (941089/BN941089)

An Friedrich August Carus, dem er vor fünf Wochen durch den Verleger Göschen hat ausrichten lassen, daß er "spätestens in 8 Tagen" antworten wolle: "Daß ich nicht Wort gehalten habe, daran ist Fichte Schuld. Ich erhielt erst 6 Tage nach Ihrem Briefe die Anweisung zum seligen Leben. Nach dem Lesen schien es mir unmöglich zu thun, was Sie von mir verlangten. Die Gründe, warum es mir unmöglich sey, wollte ich Ihnen ausführlich darlegen; und nun, um dieses recht gründlich zu thun[,] zuvor auch noch die zwey andern neuen Fichteschen Schriften lesen.

Mit diesem Lesen bin ich bis auf den heutigen Tag noch nicht ganz fertig [...] Wenn es sich mit meinen Augen, die seit 3 Wochen in einem ungewöhnlich hohen Grade krank sind, nur ein wenig beßert, so sende ich Ihnen meinen Aufsatz in der nächsten Woche. Ich setze mich, um diesen Aufsatz zu schreiben, auf den ganz neuen Zweig der dem Fichteschen Baume der Erkenntniß gewachsen ist, und rede von da herunter. Dieser Zweig neuert sich in dem Fichteschen Werke, Trieb oder Standpunkt der wahren und höheren, auch politischen Sittlichkeit. Er hat aus jenem Stamme nicht hervorgehen können; kann sich von seinem Safte nicht nähren und gesunde Früchte bringen. Am merkwürdigsten ist mir gewesen die Ursache, welche Fichte angiebt, warum sein Baum diesen Trieb habe machen müßen. Sie steht in meinem gedruckten Briefe an ihn, wo sie beweist, daß sein Baum nur dürres Holz sey, weil er diesen Trieb nicht mache. Das giebt Fichte gegenwärtig zu; er gesteht, sein Baum wäre allerdings nur dürres Holz, wenn er diesen Trieb nicht machte; aber er mache ihn, und da sey er! - Weiter will ich mir heute nicht vorgreifen, sondern Ihnen nur noch erzählen, daß wir eine Reihe von Schlachten zu erwarten haben zwischen Schelling und Fichte [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (dieses erhalten)..

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Jacobi, Friedrich Heinrich

E. Brief mit U.
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Friedrich Heinrich Jacobi (1743–1819), Schriftsteller und Philosoph. E. Brief mit U. („Jacobi“). „Wandsbek près de Hambourg“, 15. Dezember 1796. 3 SS. auf Doppelblatt. 4°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – An den befreundeten Verleger H. J. Jansen in Paris, bei dem im gleichen Jahr die erste französische Übersetzung von Jacobis Roman „Woldemar“ erschienen war: „[...] Si Vous aviez rempli la premiere condition que je Vous ai faite en Vous envoyant le 1r volume de Woldemar francais; c’est à dire, si Vous l’aviez fait examiner par un literateur francais en etat d’en juger, notre entreprise auroit été arrettée dès le premier pas, et il n’y auroit en ny perte, ni chagrin pour personne. – Mais ne parlons plus d’un malheur qui est devenu faux remede. Je suis persuadé que Vous avez pensé bien faire [...] J’habite depuis le mois d’Octobre le Chateau du Comte Schimmelmann, qui est allé à Coppenhague avec tout son monde. J’ai donc mon petit menage à moi, ce qui me fait grand plaisir. Mon second fils, le même qui à été à Paris l’année passée, est venu me trouver avec sa femme, et passera l’hiver avec moi [...] J’ai un très grand desir de lire cette histoire secrete de la revolution française dont Vous me parlez. Je vais prier Mr. Sieveking de Vous faire indiquer par Mr. Seguier de quelle manière Vous pourriez m’en faire parvenir promptement un exemplaire. Adieu, mon ami; écrivez moi bientot une seconde lettre, et donnez moi quelques details sur la mauvaise reception qu’on a fait à Woldemar [...]“. – Bl. 2 mit einem kleinen Ausriß am oberen Rand durch Siegelbruch (dieses tlw. erhalten), Bl. 1 etwas knittrig.