Herbert Ihering

Ihering, Herbert

Journalist und Theaterkritiker (1888-1977). Brief mit eigenh. U. Berlin. 1 S. 4to. Mit gedrucktem Briefkopf „Deutsches Theater“. Leicht gebräunt.
$ 295 / 250 € (5894)

Herbert Ihering (1888-1977), Journalist u. Theaterkritiker. Brief m. e. U., Berlin, 2. Februar 1951, 1 Seite 4°. Mit gedrucktem Briefkopf „Deutsches Theater“. Leicht gebräunt. An den Regisseur, Schauspieler u. späteren Theaterleiter Reinhold Rüdiger (1926-1998) in Hannover, dem er für die Einsendungen seiner Besprechungen dankt, aber nicht in allen Punkten einverstanden sei: „[…] z.B. verstehe ich nicht, daß Sie sich für Paul Fechters ‚Der Zauber Gottes’ besonders einsetzen und der Theaterleitung sogar einen Vorwurf machen, daß sie das Stück nicht gespielt habe.

Auch Ihre Stellungnahme zu der Tatsache einer Aufführung von ‚Faust II’ ist, wenigstens für den, der die Aufführung nicht gesehen hat, nur schwer zu verstehen […]“ – Ihering wurde 1942 als Dramaturg an das Wiener Burgtheater berufen. Von 1945-54 wirkte er als Chefdramaturg am Deutschen Theater Berlin. Seit 1955 leitete er das Theater- und Filmreferat von „Sinn und Form“, gab dieses jedoch nach dem Mauerbau und der Revisionismusdebatte um diese Zeitschrift auf, schrieb aber noch bis in die siebziger Jahre für verschiedene ost- und westdeutsche Periodika. Er war zusammen mit seinem Kontrahenten Alfred Kerr der bedeutendste Theater- und Filmkritiker der Weimarer Republik. Als Anhänger des Neuen Realismus und der Neuen Sachlichkeit förderte er junge Dramatiker, darunter Bertolt Brecht und Ernst Barlach..

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