Johann Nepomuk Hummel

Austrian composer, 1778-1837

Hummel’s music reflects the transition from the Classical to the Romantic musical era. Later 19th century pianistic technique was influenced by Hummel, through his instruction of Carl Czerny who later taught Franz Liszt. Czerny had transferred to Hummel after studying three years with Beethoven. Hummel's influence can also be seen in the early works of Frédéric Chopin and Robert Schumann, and the shadow of Hummel's Piano Concerto in B minor as well as his Piano Concerto in A minor can be particularly perceived in Chopin's concertos.

Source: Wikipedia

Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 10 eigenh. Briefe mit U. Dresden und (meist) Weimar. Zusammen 34 SS. auf 22 Bll. 4to. Meist mit eh. Adresse (Faltbriefe).
$ 17,091 / 15.000 € (72292/BN46074)

Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten, seine Klavierschule (die "Ausführliche theoretisch-praktische Anweisung zum Pianoforte Spiel"), ein Gastspiel in Dresden, einen Gesinnungswechsel in Sachen Engagement u. v. m. - I) "Hier übersende ich Ihnen das Manuscript des Rondo's, nebst dem darüber von mir ausgestellten Eigenthums Certificat. Daß ich mit dem Juden Schlesinger weder in Deutschland noch Paris nichts zu thun haben werde, können Sie sich ganz sicher verlaßen [...]" (15.

I. 1826). - II) "[...] Der Journal Nachricht zu Folge scheint in Wien die Musik zwar viel getrieben zu werden; allein von hervorstechenden Autoren und Künstlern scheint es anjetzo etwas geleert zu seyn gegen ehemals [...]" (28. II. 1826). - III) "Sie werden sich wundern von mir einen Brief aus Dresden zu bekommen, allein ich bin auf einer kleinen Kunstreise hier. Ich spielte Ostermontag hier bei Hofe, gab den 1t. Aprill [sic] [ein] Konzert in Leipzig, und da man mir keine Ruhe gelassen auch hier zu spielen, so gebe ich nächsten Freitag d. 7t. hier [ein] Konzert [...]" (5. IV. 1826). - IV) "[...] Ich gehe nicht nach Dresden, sondern bleibe hier; man hat mir alle Vortheile, die ich dort gehabt hätte, auch hier zugestanden, und so glaube ich wohlgethan zu haben in meinem ersten Verhältniß zu bleiben; überdieß ist der gute König todt; wer weiß was sich ändert! [...]" (28. V. 1827). - V) "[...] Sind Sie so gefällig und laßen Sie sich den alten Hugelmann [d. i. wohl der Pianist und Komponist Joseph Hugelmann, geb. 1768] (der Klaviermeister, der leider wie viele andre seiner Art nichts zu thun haben, und in Wien das liebe Brod betteln müßen) holen; sagen Sie ihm, ich hätte ihm nicht selbst schreiben können weil ich seine Adress nicht wußte, und sind Sie zugleich so gütig ihm 37 fl. 30 xr Conventions Münze, (die ich von unserer Großfürstinn [sic] erhielt) für seine mir übergebenen Musikalien auszuzahlen; da sie einige Zeit krank war, und die Hochzeit der Prinzeßin dazwischen kam, so hatte ich keine Gelegenheit seine Angelegenheit früher zu besorgen [...]" (2. VIII. 1827). - Der Brief v. 12. X. 1827 mit einem mehrseitigen eh. Vertragsentwurf über seine "Klavierschule", der im Folgebrief v. 28. X. noch spezifiziert wird. Unterm 22. XI. berichtet Hummel erfreut: "Ich melde Ihnen auch, daß der Kaiser v. Rußland die Dedication meiner Schule huldreichst angenommen hat". - Unveröffentlicht..

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Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 19 autograph letters signed. Carlsbad, Warschau und Weimar. Zusammen 44 SS. auf 31 Bll. 4to. Teils mit eh. Adresse (Faltbriefe).
$ 28,485 / 25.000 € (72293/BN46075)

Extensive, interesting correspondence with his friend and publisher Tobias Haslinger concerning matters of contracts and publication, in particular about his piano instruction book ("Ausführliche theoretisch-praktische Anweisung zum Pianoforte Spiel"), for which he sends the corrections to part one (June 14), about his travel plans ("I will be travelling to Carlsbad with my family on the 24th to take the waters and rid myself of all the old waste"; ibid.), negotiations with his French publisher Aristide Farrenc (who had requested Hummel "to send him a manuscript of mine, which he has announced as a facsimile for the instruction book and wishes to include", June 20), preparations for the funeral of the Grand Duke (Weimar, July 16), corrections for part three of the instruction book (October 23), book requests ("Would you be so kind as to obtain for me from Wallishauser the printed textbooks of the following operas and send them to me by stagecoach at your earliest convenience", November 17), and about his disdain for Paganini: "Paganini's dirtiness is little surprise to me; he is, after all, an Italian; but for all that and because he is not German, he has been created a knight and a chamber virtuoso by the Emperor - indeed, soon I shall be ashamed of my fatherland.

Were he a German, such a distinction would never have been conferred on him, even if he were possessed of Paganini's virtuosity three times over" (18 August 1828). - Unpublished..

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Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 8 eigenh. Briefe mit U. Carlsbad und Weimar. Zusammen 13 SS. auf 13 Bll. 4to. Meist mit eh. Adresse (Faltbriefe).
$ 13,673 / 12.000 € (72294/BN46076)

Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten betr. seiner Klavierschule ("Von Farrenc [d. i. sein Pariser Verleger] höre ich kein Wort; - vom Engländer erhielt ich vor einigen Tagen die Correctur", 22. I.), mit Dank für eine Lebensmittelsendung ("Mitten in meinem Jammer kommen zum Glück die steyrischen Kapaune ganz wohlbehalten an, und sie haben mir wieder Stärkung gegeben und waren ganz delicat; ich danke Ihnen recht sehr für diesen haut gout", 7.

II.), mit einer Empfehlung für die junge Pianistin Caroline Perthaler (9. III., mit deren montierter Visitenkarte), mit der Bitte, ihm doch unverzüglich das Mozartsche Konzert für zwei Klaviere in Es-Dur zukommen zu lassen, da er es "sehr nöthig und dringend" brauche (16. VII.; mit einer kleinen Notenskizze daraus), mit der Mitteilung, daß er "seit 3 Monaten sehr fleißig" gewesen sei und "bereits 4 Manuscripte liegen habe; nähmlich: das Conzert in As dur; ein Septett militair; eine fantasie mit Orchestre-Begleitung [sic]; ein Gesellschaft[s] Rondo brillant; und Mehrere Kleinigkeiten werden noch bis dahin [d. i. seine geplante Reise über Paris nach London] fertig" (15. XII.), und mit einer launigen Schelte: "Es ist recht edel von Ihnen daß Sie die ganze Schuld des Nichtkommens nach Weimar auf Ihre Schultern allein geladen haben; allein hinterm Berge wohnen auch noch Leute die solche Pfiffe weg haben und wohl wißen, wo der Hase im Pfeffer sitzt. Ja, ja, wenn der Stephansthurm in Weimar gestanden und Herrn Müller's Korpus in Baumwolle dahin hätte transportirt werden können, so hätte man vielleicht das Glük [sic] gehabt, die commoden Hrn. Wiener bei sich zu sehen, aber so - - - blieben sie weg. - Ist das erlaubt, das ganze liebe Eßen, die schöne Gabe Gottes 3 Stunden lange versieden und verbraten zu laßen und dennoch nicht nur an dem besprochenen Tag, sondern gar nicht zu kommen; aber wartet nur Ihr lieben Herrn, wenn Ihr mich einmal nach Eurer vollkommenen Bequemlichkeit in Weimar besucht, so sollt Ihr dafür büßen und auf das Allerschlechteste aufgenommen und bedient werden; Strafe muß seyn!!! - Auch meine Frau war [...] so böse, daß sie gar nichts von Ihnen wißen wollte; - doch nun bin ich mit der Strafpredigt fertig [...]" (5. VII.). - "[...] Nun eine Bitte! Der Intendant hat mir aufgetragen an Sie zu schreiben und mich wegen der jungen Grünbaum [d. i. die Sängerin Caroline Grünbaum, 1814-1868] zu erkundigen; Sie hatten mir damals über diesen Punkt meines Briefes nichts mehr gemeldet, ob sie [d. i. wohl deren Mutter] uns die Tochter wohl anvertrauen möchte. Hier würde sie offenbar viel mehr geschont seyn als auf jedem andern Theater, da wir nur einmal die Woche Oper haben; auch würde sie hier in Hinsicht ihrer Bildung nur gewinnen können. Wie alt ist sie? wie ist ihre äußere Gesichtsbildung und Gestalt? [...]", 29. III.). - Unveröffentlicht..

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Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 14 eigenh. Briefe mit U. London, Weimar und [Paris]. Zusammen 28 SS. auf 23 Bll. 4to. Meist mit eh. Adresse (Faltbriefe).
$ 22,788 / 20.000 € (72295/BN46077)

Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten sowie über u. a. die Widmung seiner dritten Messe (1), mit der Ankündigung der Zusendung eines neuen Werkes (2), mit einem Resümee seines Aufenthaltes in England (3), über Familienangelegenheiten (4), betr. der Zusendung von bzw. der Arbeit an Variationen, Rondo, Fantasie und Septett (7. IX.) und mit der Empfehlung eines jungen mährischen Musikers mit Namen Benedict (18.

XII.) sowie des Komponisten Hippolyte Chelard (26. XI.). - 1) "[...] Was die 3t. Messe betrifft, so will ich sie dem jetzigen König Anton zu Sachsen / da der vorige König nicht mehr lebt / dediciren, und somit die frühere Bestimmung erfüllen. Wegen der Titulatur erhalten Sie leicht in Wien die sicherste Auskunft" (17. I., s. auch 24. II.). - 2) "Ich zeige Ihnen an, daß Sie durch Farrenc über Paris durch die Briefpost (der Schnelligkeit wegen) ein ganz nagelneues Produkt von mir aus London erhalten werden, nähmlich: 'ein von mir eigens für Mad.me Malibran-Garcia komponirtes Tyrollerlied mit Variazionen für den Gesang'. Sie sang sie in meinem Konzert zum 1ten mal und seitdem in den meisten Konzerten wo sie singt wiederholt. - Es ist in Partitur mit Orch. Begleitung geschrieben, und auch die Begl. für Pianoforte hinzugefügt [...] Ich melde Ihnen zugleich, daß Mess.rs Cramer, Addison & Beale in London, und Farrenc in Paris alle Manuscripte gekauft haben [...] (5. VI.). - 3) "[...] Ich bin mit England sehr wohl zufrieden und werde wahrscheinlich wieder bald hingehen, da mich die gegenwärtigen Majestäten eingeladen haben wieder dahin zu kommen. Ich habe meinen Ruhm da nun festgestellt und bin fashionable geworden [...]" (12. VI.). - 4) "[...] Nun etwas in meiner eigenen Familienangelegenheit! - Sie wißen, mein älterer Sohn will Musikhändler werden; er ist nun 16½ Jahr alt und groß; mit 18 Jahren soll er Hand ans Werk legen und seine Lehre antretten. Er spricht und schreibt bereits französisch, redet auch etwas englisch [...] Können Sie ihn dann einstens vielleicht als Ihren Kompagnion brauchen, so bin ich's sehr wohl zufrieden. Er spielt auch ziemlich Klavier und ich fange jetzt die Harmonielehre mit ihm an, damit er bei seinem Geschäft auch etwas zu beurtheilen im Stande ist, und nicht blos ein kaufmännischer Rechenmeister wird [...]" (3. IX.). - "Also der letzte Tag in diesem Jahr wo ich Ihnen schreibe, um Ihnen Alles Gute fürs Neuejahr zu wünschen, und mir zugleich auch was davon. Wir sind Alle wohl und wünschen Ihnen ein Gleiches. - Ich meldete dem Chelard, daß Sie selbst an ihn nach München schreiben würden. - Den Abnehmer auf die zwei Kleinigkeiten, die er hier für die Milder [d. i. die Sopranistin Anna Milder-Hauptmann (1785-1838)] schrieb, hab ich ihm in London schon verschafft. Die mitgetheilte Nachricht, daß Sie keine Zahlung für mich an Herrn v. Beer leisten könnten, kommt mich recht der Quere; ich dachte wenigstens daß Sie 4- bis 500 fl 20 gr für mich erlegen würden; - wenn es mich auch gerade nicht so sehr genirt, so ist es mir doch höchst unangenehm, Geld dahin schiken [sic] zu müßen, wo ich welches zu erhalten hoffte. Es geht mich zwar nichts an, allein ich habe bemerkt, daß Sie seit einiger Zeit entsetzlich viel auf Einmal verlegen und in allen Fächern; sollte das vortheilhaft für Sie seyn? [...]" (31. XII.). - Unveröffentlicht..

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Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 9 eigenh. Briefe mit U. London, Stuttgart und Weimar. Zusammen 17 SS. auf 16 Bll. 4to. Meist mit eh. Adresse (Faltbriefe).
$ 15,952 / 14.000 € (72296/BN46078)

Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten sowie über finanzielle Fragen im Familienkreis (1), Reisepläne (2), die zur Zeit wütende Cholera (3), ein Beethoven-Arrangement (4) und seinen Aufenthalt in London (5). - 1) "Ich habe Ihren letzten Brief (aber mit Schre[c]ken) erhalten; denn ich sah daraus, daß Sie meiner Schwiegermutter [...] 100 fl. C. M. gegeben haben. Lieber Freund, Sie wissen nicht wie sehr ich von der Famillie [sic] gemißbraucht werde, und was ich bereits seit vorigem Jahr für Rechnungen bei Beer und andern zahlte; das Ding kann nicht länger so fort gehen denn es wäre nur unmöglich so leichtsinnige Wirthschaft zu unterhalten und meine eigene Famillie [sic] darum zu bestehlen.

Meine Schwiegermutter ist alt und schwach; diese leichtsinnigen Menschen wissen ihre Schwäche zu benutzen, und mißbrauchen dadurch meine Güte aufs Höchste [...]" (16. II.). - 2) "[...] ich und mein Eduard gehen den 20tn. d. weg, über Frankfurth wo ich mich nicht aufhalte, villeicht [!] ein paar Tage in Man[n]heim, 8 Tage in Stuttgardt, ein paar Tage vielleicht in Carlsruhe, einige Tage in Straßburg, 8 Tage in Paris; und so gedenke ich circa 20t. April in London zu seyn [...]" (11. III.). - 3) "[...] Es freut uns zu hören, daß Ihre liebe Frau und viele Ihrer Freunde die Madame Cholera glücklich überstanden haben; überhaupt scheint es, daß die Wiener Ärzte in ihrer Praktik mehr taugen als die Berliner gelehrten Ärzte, die sich heute noch herumzanken ob sie anste[c]kend sey oder nicht? [...]" (2. XI.). - 4) "[...] Die Cholera will nichts von uns wissen, dagegen tormentirt mich wie gewöhnlich der böse Novemb. u. Dec. - ich hatte einen Schnupfhusten wie ich in meinem ganzen Leben noch keinen hatte, und nun leide ich an Brustschmerzen von der heftigen Anstrengung [...] Was das Arrangiren der Beethovenschen Sinfonie zu 4 Händen anbelangt scheint mir weniger zweckmäßig, da sie od. wenigstens die Meisten meines Wissens schon von Czerny u. and. à 4 m. arrangirt sind, und ich die brauchbarsten davon schon selbst auf die Art wie die Haydn u. Mozartischen für Schultz arrangirt habe [...]" (4. XII.). - 5) "[...] Die Geschäfte gehen dieß Jahr weniger als voriges Jahr in London; die Auflösung des Parlaments hat die ganze Season verdorben. Auch Paganini, der einen großen Schlag zu machen beabsichtig[t]e, hatte doppelte Preise angesetzt und wurde dermaßen in allen hiesigen Zeitungen dieserwegen heruntergerissen, daß er (um nicht den höchsten Skandal zu erleben) auf die einfachen Preise zurückgehen mußte bevor er auftratt [!]; er wird zwar noch immer keine schlechten Geschäfte machen, doch nur halb so gut als er sich's erwartet hat. Daß er große Sensation machen würde und mußte war natürlich; doch zweifle ich sehr daß er es über 6 Konzerte bringen wird und davon dürften die Letztern schon ziemlich schwach ausfallen, denn man ist Hier [sic] im Ganzen viel zu unmusikalisch, und die Zahl der Liebhaber ist zu klein [...]" (6. VI.). - Unveröffentlicht..

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Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 7 eigenh. Briefe mit U. Carlsbad und Weimar. Zusammen 13 SS. auf 10 Bll. Meist 4to. Jeweils mit eh. Adresse (Faltbriefe).
$ 11,964 / 10.500 € (72297/BN46079)

Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten (1) sowie sehr ausfürhlich und umfassend über die berufliche Ausbildung seines Sohnes Eduard, der eine Laufbahn als Musikhändler einschlagen wolle (2). - 1) "Ich habe Ihren Brief erhalten und daraus ersehen daß Sie mir anjetzo keine Zahlung machen können, welches mir sehr lieb gewesen wenn es angegangen wäre, weil ich Hrn. v. Beer die Jahresrechnung meiner Famillie [sic] in Wien zu zahlen habe.

- Was die Nichtannahme der Haydn'schen Sinf. Sammlung betrifft stand es ganz in Ihrem Belieben; - indeßen dürfte vor der Hand eine geraume Zeit nicht von Originalwerken von mir erscheinen, weil ich sie wenn ich etwas Neues mache (welches jetzo nach Muße geschieht) gleich ins Portefeuille lege bis auf für die Musik und den Handel günstigere Zeiten [...]" (18. I.). - 2) "[...] Es ist meine Absicht daß er das Geschäft von der Pique auf kennen lernen soll. Er spielt ziemlich Klavier, spricht und schreibt französisch und englisch; schreibt und rechnet; kurz, Vorbereitungen zum Geschäft. Ich wünsche jedoch, daß er ganz in Ihrem Haus und bei Ihnen aufgenommen seyn möchte, weil ich ihm [!] nicht unter fremden Leuten und allein zu haben wünsche; er ist ein guter Zeuge und von angenehmen Äußerem; dabei nicht heiklich und würde sich gern in Allem nach Ihnen und Ihren häuslichen Einrichtungen fügen [...]" (ebd.). - Kurz vor der geplanten Abreise Eduards nach Wien, was sich in Anbetracht der herrschenden Cholera als kein einfaches Unterfangen darstellt - "[...] allein nun erfahren wir mit Schre[c]ken, daß, wer zurück ins Ausland wieder reißt und Prag und Wien berührt hat, entweder hier (als einen noch bis dato krankheitsfreien Ort [d. i. Carlsbad]) oder an der sächs. Gränze quarantaine halten muß!" (26. VII.) -, spezifiziert Hummel seine Vorstellung von Eduards Ausbildung: "Auch wünschte ich daß er wenigstens 1 mal die Woche und zwar Sonntags Lection im Generalbaß entweder von meinem Freund Seyfried od. von Seger erhalten könnte; ebenso würde es mir lieb seyn, wenn er auch wöchentlich ein paar Stunden, nämlich Sonntag und noch einen andern Wochentag im Klavier Unterricht von C. Czerny bekäme" (ebd.), und ersucht Haslinger um ein ernstes Wort von Mann zu Mann: "Auch würden Sie mich sehr verbinden, wenn Sie ihn nach und nach über die Gefahren großer Städte und besonders in puncto des schönen Geschlechts gemeiner und öffentlicher Art ins Vertrauen zögen, und ihm warnende Beispiele aufstellten; Sie wissen, ein Freund zu dem ein junger Mann Vertrauen hat, kann oft Mehr wirken als die Eltern selbst, obgleich er Verstand genug hat, Manches was ich ihm darüber schon früher sagte, zu begreifen; auch im gegenwärtig an ihn geschriebenen Briefe erzählte ich ihm, was einem jungen Mann (den er ebenfalls kennt) hier geschehen ist und wie er dadurch dem Tode nahe ist" (12. VIII.; tls. harmonisierte Umschrift). - Der Brief v. 28. VI. an den Leipziger Buchhändler und Verleger Carl Cnobloch betr. mehrerer musikalischer Bestellungen, die dieser an Haslinger weitergeleitet hat. - Unveröffentlicht..

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Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 12 eigenh. Briefe mit U. Weimar. Zusammen 23 SS. auf 20 Bll. Meist 4to. Meist mit eh. Adresse (Faltbriefe).
$ 18,800 / 16.500 € (72298/BN46080)

Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten sowie über die erfreuliche Entwicklung seines Sohnes Eduard hin zum Musialienhändler (1), mit einer Empfehlung seines damaligen Schülers Adolf Henselt (2), über den Auftrag für 12 neue Etüden zu den bereits 12 existierenden von op. 125, die Erscheinungstermine von op. 123 und 124 samt Honorarvorstellung (7. VII.), zur Übersendung von Korrekturen zu 4 neuen Etüden aus op.

125 (diese ganzseitig und mit den betreffenden Stellen im Notenzitat, beiliegend ein Blatt mit eh. Korrekturen zu op. 123; 20. IX.), über den Tod seines Schülers Karl Eduard Hartknoch (3) und mit Mißtrauen gegenüber seinem Pariser Verleger Schlesinger und auch gegenüber Haslinger selbst (5). - 1) "[...] Es freut mich lieber Freund von Ihnen zu hören daß Eduard Fortschritte in seinem Geschäftsberuf macht und Sie mit ihm zufrieden sind; ich bitte Sie, sehen Sie nur soviel wie möglich auf die Erhaltung seiner Gesundheit, daß er sich nicht ruinirt [...]" (17. II.). - 2) "Überreicher dieses ist einer meiner vorzüglichsten Schüler, H. Henselt aus München. Er wendet sich nach Wien um dort viel Gutes u. Schönes zu hören und so sich auszubilden. Er spielt ausgezeichnet und zeigt viel Talent auch in der Composition. Nur fehlt es ihm an Subsistenzmittel; er beabsichtigt daher in Wien ein paar gute Lectiones zu finden [...]" (ebenfalls 17. II.). - 3) "[...] Sagen Sie auch Eduarden, daß mein Schüler Hartknoch in Moskau am 13t. Octob. gestorben ist, an Brustübel und Luftröhren Schwindsucht; es thut mir sehr leid [...]" (19. XI.). - 4) "Eben meldet mir mein Sohn, daß Sie Nachricht von Schlesinger aus Berlin erhalten hätten: Daß die Etuden nebst op. 127 (welches gar nicht existirt) bereits schon am 16t. Nov. aus London bei ihm angekommen wären. Von irgend einem andern würde ich es eher glauben als von Schles. Er ist ein intriguanter Jude, und unsere bisherige Verbindung ist ihm längst ein Dorn im Auge. Gesetzt aber es wäre wirklich der Fall, so hätte der Engländer unrecht gehandelt und gegen die Übereinkunft [...] Indessen halte ich Schlesingers Worte für faule Fische! - Übrigens lieber Freund kömmt mir vor, als nähmen Sie an den Producten anderer Autoren ein größeres Interesse als an den Meinen! - ob Sie Ihre Rechnung bei denen besser finden als bei mir, kann ich nicht beurtheilen [...]" (1. XII.). - "[...] Ich habe Ihnen schon vor längerer Zeit betreff meines Großen Rondo brillant (le Retour de Londres) unter Beifügung mehrer Bemerkungen geschrieben, erhielt bis jetzt aber keine Antwort von Ihnen; ich weiß daher nicht, wie ich Ihr Stillschweigen zu nehmen habe. - Da ich dieß Frühjahr selbst nach Wien zu kommen beabsichtige und die Herausgabe dieses Werkes wohl um diese Zeit am zweckmäßigsten für Sie fallen dürfte, so frage ich Sie hiermit, ob Sie das Rondò zur Vorhand haben wollen, weil von mehren Seiten bei mir Nachfrage darnach geschehen ist [...]" (27. XII.). - Dem Br. v. 19. VII. ist ein ganzseitiger Brief von Eduard Hummel an Haslinger beigebogen. - Unveröffentlicht..

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Hummel, Johann Nepomuk

Komponist (1778-1837). 8 eigenh. Briefe mit U. Weimar. Zusammen 14 SS. auf 12 Bll. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbriefe). Mit 21 Beilagen, darunter Gegenbriefe Haslingers, Briefe von Hummels Sohn Eduard, Empfangsscheine von Haslinger und Elisabeth Röckel, Briefe Dritter, Quittungen u. s. w.
$ 21,079 / 18.500 € (72299/BN46081)

Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten und zur Übersendung eines "Neuen Rondo", das dem Grafen Wass gewidmet ist (9. X. und 5. XI.), sowie des "Grand Rondo brillante mit Orch. Begl. op. 127" (29. XI.), für das er zu Beginn des Jahres 1835 noch immer kein Honorar erhalten habe: "Ich habe bisher vergebens auf die Übersendung meines Honorars von 80# gewartet; ich liebe die Ordnung und liebe richtig zu empfangen wie zu zahlen.

- Ich muß Ihnen bei dieser Gelegenheit auch mittheilen, daß ich mit allen meinen Verlegern die Einrichtung getroffen habe, 'daß jedesmal bei Abgang des Manuscripts auch der auf den Verleger trassirte Wechsel über die Honorarssumme mit-abgeht' weil ich auf andere Art nichts verabfolge als gegen gleich baare Bezahlung, es wären denn Summen von mehreren Tausenden [...]" (30. I. 1835). - Schon im Brief v. 1. IX. beklagt er, daß er "seit länger als einem Monat keinen Brief von Eduard erhalten habe"; und im Monat darauf dürfte eine Reihe von Haslingers Briefen zusammen eingetroffen sein, in denen er Hummel Bericht von Eduard erstattet, der zu dieser Zeit bei Haslinger eine Lehre zum Musikalienhändler absolvierte: "Ich kann nicht anders als Ihnen sehr dafür danken; obgleich es für mich wünschenswerther gewesen wäre, diese Briefe statt auf Einmal, in ordentlicher Monatsfrist wie sie datirt sind zu erhalten [...] Ich habe auch Eduarden heute einen Brief geschrieben und ihm befohlen mir augenblicklich zu schreiben und mir über alle Ihre Punkte eine wahre Erklärung und Grund anzugeben. - Sie können nicht glauben wie weh es mir thut, dieß alles von Eduard's Leichtsinn zu hören. - Ich wünsche, daß Sie keine so traurige Erfahrung an Ihrem Sohne, der nicht minder Hang zum Verschwenden Anlage zu haben scheint als der Meinige, machen mögen; denn glauben Sie sicher, fremde Augen sehen oft besser als die der Eltern [...]" (28. X.). - Beiliegend u. a. 1 eh. Schriftstück mit U. von Hummel an Haslinger betreffs einer Geldüberweisung von Haslinger an Hummels Sohn für dessen Auslagen (1834), 4 eh. Briefe mit U. von Eduard Hummel an Haslinger (der v. 26. VII. 1833 mit halbseitiger eh. Nachschrift von Hummels Vater) und 5 (davon 2 eh.) Briefe Haslingers an Hummel, darunter einer, in dem er von einem exquisiten Erwerb berichtet: "Händels Werke [...] habe ich, unter uns gesagt, in der Beeth. Versteigerung, durch ein ausserordentliches Zusammentreffen von für mich günstigen Verhältnissen, um den Preis von f. 102. C.M. erstanden. Ich werde Ihnen nicht zu sagen brauchen, daß mir alsbald darauf, und von mehreren Seiten mehr als das Doppelte dafür gebothen worden [...]" (eh. Brief v. 2. XII. 1827). - Unveröffentlicht..

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Hummel, Johann Nepomuk

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Nepomuk Hummel (1778-1837), österr. Komponist und Pianist. E. Brief mit U., Weimar, 1. November 1821, 1 Seite 4°. An die Verleger Artaria in Wien. „Hier erhalten Sie den thematalischen (sic) Katalog meiner Werke; einige Plätze davon gegen Ende sind […] noch auszufüllen; die Werke […] sind noch unter der Presse, und werden hoffentlich bald erscheinen. – Die Geschichte hat mir Mühe gemacht, um selber wieder zu collectiren; um so mehr da ich den Catalog schon zum 2ten mal machen mußte, da der erste in Verluhr (sic) geraten ist.- Ich hätte ihn Ihnen früher geschickt, allein meine Frau ist Ende August entbunden worden […] und ist seither mit einer bösen Brust behaftet […]“ – Beiliegend eine alte, französische Übersetzung dieses Briefes.


Hummel, Johann Nepomuk

E. Brief mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Nepomuk Hummel (1778-1837), österr. Komponist und Pianist. E. Brief mit U., Weimar, 11./13. März 1829. 1 Seite Folio. Mit Adresse und Siegel auf der Rückseite und kleinem Randloch vom Erbrechen des Siegels. Notiz von fremder Hand am Unterrand. An den Musikhändler Whistling in Leipzig. „Es ist beinahe 4 Wochen daß mir mein Freund Haslinger anzeigte, daß einige Schinken für mich unter Ihrer Adresse abgegangen sind. Es ist mir unbegreiflich daß ich dieselben nach so langer Zeit noch nicht erhalten habe, und es steht bei anwährender schönern und mildern Jahreszeit zu erwarten ob sie nicht verdorben sind wann sie ankommen.“ – Die Notiz am Unterrand besagt, dass die Sendung am 17. Januar abgegangen und am 7. Februar weiter befördert worden ist.


Hummel, Johann Nepomuk

E. Albumblatt mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Johann Nepomuk Hummel (1778–1837), Komponist und Musiker. E. Albumblatt mit U. („J. N. Ritter Hummel“). Weimar, 14. März 1832. 1 S. Qu.-gr.-8°. – „Ihrem Wunsch zu entsprechen einige Zeilen von meiner Hand zu besitzen, theile ich Ihnen der Kürze der Zeit wegen gegenwärtiges Blatt mit, und bitte Sie sich meiner auch in der Ferne freundlichst zu erinnern“. – Alt auf Trägerpapier montiert, dieses etwas wellig und mit zwei kleinen Randeinrissen. – Aus dem Album des Kaufmanns Carl Künzel (1808–1877), einem Kunst- und Autographensammler in Heilbronn; vgl. Emil Michelmann: Carl Künzel. Ein Sammler-Genie aus dem Schwabenland. Stuttgart, Cotta, 1938, Nr. 181.


Hummel, Johann Nepomuk

4 hs. Titelblätter, alle mit mehrzeiliger eigenh. Widmung des Komponisten.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Drafts for the title pages of "Großes Konzert in As-Dur" (op. 113), "Große Varationen über ein Thema aus dem Berliner Local-Singspiel Das Fest der Handwerker" (op. 115), "Oberons Zauberhorn" (op. 116) and "Gesellschafts-Rondo" (op. 117) which were up to be published by the Viennese publisher Tobias Haslinger. Hummel's autograph dedications are addressed to the Grand Duchesses of Saxe-Weimar-Eisenach, the wife of one army general Albrecht, Eugenie Beer, and Madame Dorothea Wertheim at Warsaw (op. 117).


Hummel, Johann Nepomuk

Eigenh. Brief mit U. ("JHummel").
Autograph ist nicht mehr verfügbar

To the Italian tenor Marco Bordogni, requesting that he sing in a future production. - Addressed to Bordogni in Hummel's hand on the verso of the final leaf; slightly spotty and slight damage to edges; Property from a Private Chicago-area Collector.