Franz von Holstein

Holstein, Franz von

Komponist (1826–1878). Eigenh. Brief mit U. Leipzig. 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 164 / 160 € (8366)

Franz von Holstein (1826–1878), Komponist. Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 31. XII. 1874. 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. – An den namentlich nicht genannten Museumsdirektor, Regierungsrat und Schriftsteller August Schricker (1838–1912): „Durch unseren Freund, Baron Hornstein, erhielt ich Ihr Opernbuch ‚Bertha die Spinnerin’ zugesandt, welches ich mit nicht geringem Interesse gelesen habe [...] Der ganze romantische Grundton des Stücks ist der Musik sehr günstig, und der volle lyrische Klang, den die Diktion an geeigneter Stelle anschlägt, nicht minder.

Ganz besonders hübsch finde ich den Ton der Jagd-Scene u. s. w. getroffen, wo Sie vermutlich alten Mustern gefolgt sind. Das ist alles sehr frisch u. eigenthümlich u. würde mich gleich zur Komposition locken, säße ich nicht bis an den Hals in angefangenen Arbeiten, so daß es leichtsinnig wäre, mit neuen Stoffen zu liebäugeln [...]“. – Holstein studierte Kontrapunkt bei Moritz Hauptmann und nahm Klavierunterricht bei Ignaz Moscheles; nach Aufenthalten in Rom, Berlin und Paris übernahm er in Leipzig die Leitung der Bach-Gesellschaft und war Gründungsmitglied des Bach-Vereins. Neben Opern schrieb er Ouvertüren, eine Kantate, kammermusikalische Werke und Klavierstücke; einen hervorragenden Ruf genoß er als Liedkomponist. In Leipzig gründete er das sog. Holstein-Stift, eine Stiftung zur Unterstützung unbemittelter Musikschüler. – August Schricker war als Geistlicher in Bayern und hernach als Redakteur der „Schwäbischen Volkszeitung“ tätig, gründete die „Sonntagsblätter der deutschen Partei“ und gab die illustrierte Wochenschrift „Kriegszeitung“ heraus; zudem war Schricker Senatssekretär der Universität Straßburg. – Mit alten, unbed. Montagespuren..

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Holstein, Franz von

Komponist (1826-1878). Eigenh. Brief mit U. Leipzig. 15.11.1877. 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 409 / 400 € (935412/BN935412)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Besten Dank für Ihre liebenswürdigen Zeilen. Meine Freude darüber, daß die Hochländer sobald in Rotterdam in Scene gehen, würde eine ungetheilte sein, könnte ich mit meiner Frau, wie ich so sehr wünschte, zu Ihnen kommen. Aber der Arzt u. mein Befinden verbieten es. Ich leide über 2 Monate an ganz entsetzlichen Magenkrämpfen. Reisen u. Aufregungen, so freudiger Art sie waren, machten das Übel nicht besser. Jetzt muß ich ruhig zu Haus sein, viel liegen u.

darf mich gar nicht beschäftigen, noch weniger Musik hören oder selbst ausüben [...]". - Der Sohn des herzoglich braunschweigischen Obersts und Kriegsrats Werner von Holstein kam 1853 nach Leipzig, wo er bei Moritz Hauptmann Kontrapunkt studierte und bei Ignaz Moscheles Klavierunterricht nahm. Nach Aufenthalten in Rom, Berlin und Paris übernahm er in Leipzig die Leitung der Bach-Gesellschaft und war Gründungsmitglied des Bach-Vereins. Neben drei Opern schrieb er zwei Ouvertüren, eine Kantate, kammermusikalische Werke und Klavierstücke und hatte einen hervorragenden Ruf als Liedkomponist..

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