Arthur Holitscher

Holitscher, Arthur

Schriftsteller (1869–1941). „Ein Kleiner Reif Von Hellem Gold“. Eigenhändiges Manuskript mit U. Paris. 1 Bl., Titel, 1 Bl., (26) SS. Gr.-8vo. Mit grünem Seidenband geheftet und in Papierumschlag. Gr.-8vo. Mit je einer blau-roten Federzeichnung auf dem Vortitel und auf S. 1. Mit eh. Begleitbrief mit U. Ebd., „3, rue de Louvois, Hôtel de l’Univers“, 2. Oktob.
$ 3,177 / 2.800 € (24681)

Arthur Holitscher (1869–1941), Schriftsteller. „Ein Kleiner Reif Von Hellem Gold“. Eigenhändiges Manuskript mit U. Paris, September 1896. 1 Bl., Titel, 1 Bl., (26) SS. Gr.-8°. Mit grünem Seidenband geheftet und in Papierumschlag. Gr.-8°. Mit je einer blau-roten Federzeichnung auf dem Vortitel und auf S. 1. Mit e. Begleitbrief mit U. Ebd., „3, rue de Louvois, Hôtel de l’Univers“, 2. Oktober 1896. 1 S. auf Doppelblatt. 8°. – Das Manuskript mit e. Widmung und ebenso wie der Brief gerichtet an Dagny Björnson-Langen, die Enkelin des norwegischen Dichters und Nobelpreisträgers Bjørnstjerne Bjørnson und Nichte des Verlegers Albert Langen, die später (1923) den Maler und Graphiker Olaf Gulbransson heiraten sollte.

– „Es ist kein Märchen. Denn die Menschen sind heutzutage viel zu gescheit und aufgeklärt, um an Elfen und Nixen und Kobolde zu glauben, die Menschengestalt angenommen und sich in ihre Mitte gemengt hätten. Heute weiß man: Du kommst von da her, Dein Vater heisst so, und Deine Mutter so. Und wenn mal einem etwas so Schönes widerfahren ist, dass er später nicht mehr recht weiss, ob es im Traume war oder am hellen Tag, dann grübelt und grübelt er und ruht nicht, bis er genau herausgebracht hat, an welchen Tage, um welche Stunde, an welchem Orte es geschah, und wer dabei war, und dann ist der Schleier in ganz kleine Stücke zerrissen, das arme Märchen aber steht nackt und zitternd da und heisst: Begebenheit. Drum beginnt diese kleine Geschichte nicht mit: es war einmal, und kommen keine guten und bösen Feen in ihr vor, sondern nur eine schöne, blonde Frau und ein junger Dichter [...]“. – Tadellos erhalten. – Von großer Seltenheit..

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Holitscher, Arthur

Schriftsteller (1869-1941). Eigenh. Brief mit U. London. 1½ SS. Gr.-8vo.
$ 567 / 500 € (33068/BN27835)

Von einer London-Reise an den Reiseschriftsteller Ewald Banse (1883-1953), der ihm ein Manuskript für eine von Holitscher geplante Reihe angeboten hat: "[...] Das Werk, das Sie so freundlich sind, mir für meine Sammlung anzubieten, kommt für die Zwecke meines Verlags sehr wo[h]l in Betracht u. [lä]sst auch die Kapitelfolge das Beste erwarten. Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie gelegentlich eines nächsten Aufenthaltes in Berlin mir im Verlage Fischer die Möglichkeit böten, mit Ihnen Näheres zu besprechen [...] Für die Aufforderung zur Mitarbeit an Ihrer Zeitschrift bestens dankend, erkläre ich mich sehr gerne bereit, Geeignetes im gegebenen Falle Ihnen vorzulegen".

- Arthur Holitscher hatte in diesem Jahr bei S. Fischer sein Buch "Amerika heute und morgen. Reiseerlebnisse" herausgebracht, das zu einem großen Erfolg wurde, weswegen er nun offenbar eine Serie mit Reisebeschreibungen vor Augen hatte. Bei S. Fischer ist von Banse, der sich später politisch nach rechts außen bewegte, allerdings nichts erschienen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf von "Cranston's Waverley Hotel"; im linken Rand gelocht (geringf. Textberührung); etwas lichtrandig..

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Holitscher, Arthur

Schriftsteller (1869-1941). Eigenh. Postkarte mit U. Berlin. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse verso.
$ 340 / 300 € (937084/BN937084)

An Adolf Dannegger (1880-1926), Redaktuer der "Freistatt" in München: "Lieber Herr Dannegger schreiben Sie mir doch, wie es mit Ihrer Militäraffaire abgelaufen ist? Hoffentlich haben sie Sie nicht 'behalten'? Obige Adresse ist meine ständige. Berlin ist ein Narrenmarkt, ein einziges Carroussel, es gibt schon Mühe, sich da nicht den Schwindel anzudrehen. Lassen Sie nun bald von sich u. München hören. Sehr freundlich wärs von Ihnen, wenn Sie mir möglichst bald je 5 Exemplare der beiden Nummern u.

den Honorarbetrag einsenden wollten […]". - Nach Stationen in Budapest, Fiume, Wien, Paris, Brüssel, Heidelberg, Rom und Florenz ließ sich Holitscher in Berlin nieder, wo er zunächst als Lektor im Verlag Cassirer tätig war. Seine gesellschaftskritischen Reportagen wurden von den Nationalsozialisten verboten, er selbst floh 1939 in die Schweiz..

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Holitscher, Arthur

Schriftsteller (1869-1941). Brief mit eigenh. U. Berlin. 1 S. Gr.-4to.
$ 136 / 120 € (6911)

Arthur Holitscher (1869-1941), Schriftsteller. Brief m. e. U., Berlin, 9. Juni 1926, 1 Seite gr.-4°. An Professor Boss, dem Vorsitzenden des Vereins für Literatur u. Kunst in Duisburg: „[…] ich habe für den nächsten Winter bereits mehrere Aufforderungen, über Indien, über das japanische u. chinesische Theater u. verwandte Themen zu sprechen u. müsste Sie bitten, mir die frühen Herbstmonate für eventuelle Vorträge zu bestimmen […] Meine Bedingungen sind: das Spitzenhonorar, das Sie an Vortragende vor Ihrem Publikum zu zahlen pflegen, für den Vortragsabend, ausserdem die Reise zweiter Klasse von Berlin nach dem entferntesten Vortragsort u.

zurück u. 35 Mark Diäten pro Tag […]“ – Reisen führten ihn nach Kanada (1911), in die Sowjetunion (1920 und öfter), nach Palästina (1921), Indien, China und Japan (1925/26), Südwesteuropa (1927) und in die USA (1929). Seine gesellschaftskritischen Reportagen zählen neben denen von Egon Erwin Kisch zu den herausragenden Werken dieser Gattung (u.a. Wiedersehen mit Amerika, 1930). Holitschers Bücher wurden 1933 von den Nationalsozialisten verboten und verbrannt. Er floh über Wien, Budapest und Paris – wo er versuchte, sich das Leben zu nehmen – 1939 in die Schweiz und starb dort fast blind, einsam und verarmt..

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