David Hilbert

Hilbert, David

deutscher Mathematiker (1862-1943). Eigenh. Brief mit Unterschrift „Ihr Hilbert“. Göttingen. Folio. 1/2 p. Am Unterrand gelocht.
$ 17,407 / 14.500 € (81519)

„Lieber Herr Kollege“ (der Physiker Max von Laue). „Ich hätte mir gern von neuem Arbeiten Vahlens angesehen, um Ihnen ausführlich zu berichten; coh habe ich selbst meine Separate sämmtlich fortgegeben und im Augenblick auch von hiesigen Kollegen keine erhalten können. Bedeutendere Abhandlungen von Vahlen habe ich gegenwärtig nicht in Erinnerung, doch möchte ich durch diese Bemerkung keine ungünstige Meinung über Vahlen hervorrufen […]“ - Theodor Vahlen (1869-1945), Vertreter der antisemitschen „Deutschen Mathematik“, seit 1934 Professor für Mathematik in Berlin.

Beiliegt: 1 Brief mit Unterschrift von Max von Laue an den ihm befreundeten Textilfabrikatnten und Autographensammler Reinhold Maute in Hechingen: „[…] der Brief rührt her von David Hilbert, dem anerkannt größten Mathematiker der letzten 100 Jahre, der nur deswegen keinen Nobelpreis erhielt, weil es für Mathematik keinen gibt […]“ (Dahlem, 1951). Hilbert gilt als einer der bedeutendsten Mathematiker der Neuzeit. Viele seiner Arbeiten auf dem Gebiet der Mathematik und mathematischen Physik begründeten eigenständige Forschungsgebiete. Mit seinen Vorschlägen begründete er die bis heute bedeutsame formalistische Auffassung von den Grundlagen der Mathematik und veranlasste eine kritische Analyse der Begriffsdefinitionen der Mathematik und des mathematischen Beweises. Diese Analysen führten zum Gödelschen Unvollständigkeitssatz, der unter anderem zeigt, dass das Hilbertprogramm, die von ihm angestrebte vollständige Axiomatisierung der Mathematik, nicht gänzlich erfüllt werden kann. Hilberts programmatische Rede auf dem internationalen Mathematikerkongress in Paris im Jahre 1900, in der er eine Liste von 23 mathematischen Problemen vorstellte, beeinflusste die mathematische Forschung des 20. Jahrhunderts nachhaltig..

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