Hermann - Hesse Hesse

Hesse, Hermann - Hesse, Ninon

Schriftsteller und Nobelpreisträger (1877-1962). Eigenh. Aquarell über Feder auf einem eigenh. Brief seiner Gattin Ninon Hesse an Gertrud Hanßum-Gundert. Montagnola. 8vo. 3 pp. auf Doppelblatt.
$ 2,946 / 2.500 € (80751)

Unveröffentlichter Brief an Gertrud Hanßum-Gundert, die Adoptivtochter von Hesses Schwester Adele, bezüglich deren Vermählung: „Wer eine so gute Tochter war wie du (Du bist es noch!) wird gewiß auch eine gute Frau! Von Herzen wünsche ich dir Glück zu deinem neuen Leben, wünsche auch deinem Mann alles Gute! [...]“. Gertrud Hanßum, geborene Gundert, war eine Lieblingsnichte von Hermann Hesse. Sie besaß als einzige einen Schlüssel zur „Casa Rossa“, dem Wohnhaus des Schriftstellers in Montagnola/Tessin oberhalb des Luganer Sees.

Sie war es auch, die vier Wochen vor seinem Tod das letzte Foto von Hesse an der Steilküste des Luganer Sees gemacht hat - in schwarz-weiß, weil Hesse nie in Farbe abgelichtet werden wollte. Seit 1919 lebte Hesse in der Schweiz. Nachdem die erste Ehe geschieden wurde, heiratete Hesse 1923 Ruth Wenger. 1924 wurde er Schweizer Staatsbürger, 1927 erschien Der Steppenwolf. Eine dritte Ehe schloss Hesse 1931 mit Ninon Dolbin geb. Ausländer (1895-1966). Die beiden lernten sich 1922 kennen, 1927 zog Ninon Dolbin nach Montagnola zu Hesse, ab 1931 bewohnten die beiden die Casa Hesse. Noch während des Zweiten Weltkrieges erschien sein programmatisches Werk: Das Glasperlenspiel (1943). Bereits 1931 hatte Hesse damit begonnen, mit dem Glasperlenspiel eine Gegenwelt zur Ideologie des NS-Staates zu entwerfen. Die Niederschrift zog sich jedoch über elf Jahre hin, da sie ständig unterbrochen wurde durch seinen Einsatz für Flüchtlinge und Emigranten. 1946 wurde Hermann Hesse mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet..

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