Ewald Hering

Hering, Ewald

Physiologe (1834–1918). Eigenh. Brief mit U. Leipzig. 2 SS. 8vo.
$ 94 / 80 € (10257)

Ewald Hering (1834–1918), Physiologe. E. Brief mit U. Leipzig, 24. September 1861. 2 Seiten 8°. – Einer von fremder Hand stammenden Bleistiftnotiz am unteren Rand der Recto-Seite zufolge an einen Professor Winter, wohl der Mediziner und Bibliothekar Johann Adolf Winter (1816–1901): „Beifolgend empfängst Du einen Bericht über die Verhandlungen der dritten Jahresversammlung deutscher Zahnärzte, mit der Bitte, denselben in den medicin. Jahrbüchern einen Platz zu gönnen. Solltest Du nicht geneigt sein, denselben aufzunehmen, so schicke mir ihn bald zurück, damit ich anderweit darüber disponi[e]ren kann [...]“.

– Hering wurde 1865 Nachfolger Carl Ludwigs auf dem Lehrstuhl für Physiologie der Medizinisch-Chirurgischen Josephs-Akademie in Wien, wo ihm 1868 zusammen mit Josef Breuer die Aufdeckung der „Selbststeuerung der Atmung“ durch sensible Nerven des Lungenvagus gelang, „womit er die Entwicklung der Biokybernetik einleitete. 1870 übersiedelte [er] als Prof. der Physiologie an die Deutsche Universität in Prag, war dort 1882 erster Rektor und wirkte seit 1895 an der Universität Leipzig. Er veröffentlichte Untersuchungen über die gegenseitige Beeinflussung von Atmung und Kreislauf, über Morphologie und Physiologie der Leber, befaßte sich bei seinen psychophysikalischen Forschungen u. a. mit den optischen Täuschungen und stellte eine Vierfarbentheorie auf“ (DBE). – J. A. Winter war als Arzt und Dozent für Augenheilkunde, seit 1850 auch für Ohrenheilkunde, Rezeptierkunde und Geschichte der Medizin in Leipzig tätig, wurde 1853 a.o.Prof. und war von 1859 bis 96 zudem Bibliothekar an der Universitätsbibliothek. Er schrieb u. a. „Beiträge zur Geschichte der Entwicklung des Medizinalwesens im Königreich Sachsen“ (1893) und war seit 1876 alleiniger Herausgeber von „Schmidts Jahrbüchern der in- und ausländischen gesammten Medizin“. – Mit von fremder Hand stammendem Vermerk zum Verfasser am oberen Rand der Recto-Seite und alter Sammlungsbeschreibung..


Hering, Ewald

Physiologe (1834–1918). Eigenh. Briefkarte. Prag. 2 SS. Qu.-12mo. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 70 / 60 € (10258)

Ewald Hering (1834–1918), Physiologe. E. Briefkarte. Prag, 28. Oktober 1891. 2 Seiten Qu.-12mo. Mit e. adr. Kuvert. – An Benno Schmidt (1826–1896) in Leipzig: „[...] Es hat mich sehr gefreut, Ihren lieben Sohn kennen zu lernen als vielmehr nach vielen Jahren einmal wiederzusehen u. von ihm zu hören, daß es Ihnen gut geht. Ich denke noch oft, gern u. dankbar an die Vorlesungen, die ich bei Ihnen gehört. Wenn Ihr lieber Sohn Ihr Lehrtalent geerbt hat, so hat er eine schöne Mitgabe für seine akademische Laufbahn [...]“.

– Hering wurde 1865 Nachfolger Carl Ludwigs auf dem Lehrstuhl für Physiologie der Medizinisch-Chirurgischen Josephs-Akademie in Wien, wo ihm 1868 zusammen mit Josef Breuer die Aufdeckung der „Selbststeuerung der Atmung“ durch sensible Nerven des Lungenvagus gelang, „womit er die Entwicklung der Biokybernetik einleitete. 1870 übersiedelte [er] als Prof. der Physiologie an die Deutsche Universität in Prag, war dort 1882 erster Rektor und wirkte seit 1895 an der Universität Leipzig. Er veröffentlichte Untersuchungen über die gegenseitige Beeinflussung von Atmung und Kreislauf, über Morphologie und Physiologie der Leber, befaßte sich bei seinen psychophysikalischen Forschungen u. a. mit den optischen Täuschungen und stellte eine Vierfarbentheorie auf“ (DBE). – Schmidt studierte u. a. bei Johann Rt. von Oppolzer, habilitierte sich für Chirurgie und wurde 1865 Professor für Medizin und 1869 Direktor des chirurgisch-poliklinischen Instituts in Leipzig. Von seinen zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind besonders verdienstlich „die Untersuchungen über die engl. Krankheit, seine ‚Anatomie am Lebenden’ und die Arbeiten zur Pathologie des Darms und der Harnorgane“ (Pagel, Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts, zit. n. DBA I 1114, 316). – Das Kuvert mit kl. Ausschnitt..


Hering, Ewald

Physiologe (1866-1948). Gedruckte Visitenkarte mit eigenh. Zusatz. Leipzig. 2 SS. Visitkartenformat.
$ 59 / 50 € (5533)

Ewald Hering (1866-1948), Physiologe. Gedruckte Visitenkarte m. e. Zusatz, Leipzig, 18. April 1905, 2 Seiten Visitformat. Bedauert einen Besuch nicht erwidern zu können, „weil ihn sein Mittelohrkatarrh und das schlechte Wetter“ daran hindern.

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Hering, Ewald

Physiologe (1834-1918). Eigenh. Brief mit U. Prag. 2 SS. 8vo. Beiliegend Zeitungsausschnitt.
$ 211 / 180 € (936244/BN936244)

Da ich bei meiner letzten Anwesenheit in Wien leider nicht das Vergnügen hatte, Sie anzutreffen, so erlaube ich mir eine briefliche Anfrage. Hr. Prof. Stricker frug mich, ob es gestattet sei, gewisse aus dem Prager physiologischen Institut hervorgegangenen u. in den Sitzungsberichten veröffentlichte Abhandlungen in der von ihm redigierten medizinischen Zeitschrift wieder abzudrucken. Da ich ihm diese Frage nicht beantworten konnte, so versprach ich ihm, bei Ihnen deshalb anzufragen […]". - Hering veröffentlichte Untersuchungen über die gegenseitige Beeinflussung von Atmung und Kreislauf, über Morphologie und Physiologie der Leber, befasste sich bei seinen psychophysikalischen Forschungen u.a.

mit den optischen Täuschungen und stellte eine Vierfarbentheorie auf..

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