Komponist (1883-1959). Eigenh. Brief mit Unterschrift als Nachschrift zu einem Brief von Franz Ertel. Wien. Folio. 1/2 p. Rautiertes Papier. Mit Umschlag.
$ 4,122 / 3.500 €
(100419)
Nachschrift zu dem Brief seines „langjährigen Freundes Franz Ertel“ vom 8.5.1949 an den Chordirigenten und Komponisten Viktor Keldorfer in Wien. „... Ich war über den Schwindel, über das ganze Lügengewebe so entsetzt, daß ich krank geworden bin und mich noch immer nicht erholen kann ...“ Ertel erwähnt in seinem Brief Hauers Schüler Victor Sokolowski, der zwei Jahre zuvor erstmals ein Zwölftonspiel öffentlich aufgeführt hatte, sowie die „Kontroverse Schönberg – Thomas Mann“: „...
Vor kurzem hörte ich im Sender München einen Vortrag von Dr. Hans Curjel über ‘Zwölftonmusik’ ... Curjel war so objektiv zu erwähnen, daß es in Wien einen Josef Matthias Hauer gibt, der unabhängig von Schönberg sein Zwölftonsystem schuf und theoretisch untermauerte. Er erwähnte auch die ‘Tropen’“ (die Tropenlehre Hauers) „ohne näher darauf einzugehen. – Was sollte er auch schon sagen, er versteht ja nichts davon ...“ – Im März 1948 war Mann in einer Kritik in der literarischen Zeitschrift „Unsere Meinung“ vorgeworfen worfen, dass er Arnold Schönberg und Josef Mathias Hauer, die Begründer der Zwölftonmusik, im „Doktor Faustus“ nicht genannt und deren Schöpfung zudem in abwertender Weise dargestellt habe..
Komponist und Musiktheoretiker (1883-1959). Autograph manifesto signed. "Während des zweiten Weltkrieges in Wien". 8 SS. Folio.
$ 16,486 / 14.000 €
(33620/BN29100)
The present ms., a telling example of Hauer's idiosyncratic tastes and style, discusses matters such as "Musico-Symbolism", "Absolute Music", "Is There Such a Thing as Religion?", "Musicians' Idea-Music", the "Composition Compost Heap of Judaeo-Greek-Latin-Christian Cultural Ideas", "Twelve-Tonal Playing", and "Plagi-au-thor Societies". - Multiply stamped; slightly browned due to paper, otherwise in perfect condition.
Komponist (1883-1959). Autograph quotation signed. Wien. 07.02.1956. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
$ 2,944 / 2.500 €
(34194/BN29983)
"Der Weltenbaumeister - hat von Ewigkeit her- die absolute Musik ein für alle mal komponiert, vollkommen, vollendet. Wir Menschenkinder bemühen uns im Laufe eines Kulturäons, diese göttliche Sprache zu erlernen [...]".
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E. Postkarte mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Josef Matthias Hauer (1883–1959), Komponist. E. Postkarte mit U. („J. M. Hauer“). Wien, 21. September 1929. 1 S. 8°. Mit e. Adresse. – An den Pianisten und Komponisten Paul Aron (1886–1955): „Bitte um Entschuldigung, war einige Tage verreist. Eine szenische Wiedergabe der ‚Wandlungen’ stelle ich mir ungefähr so vor wie die von ‚König Ödipus’ v. Strawinsky, bildhaft, in einem seltsamen modernen Stil, eigentümlich, mystisch. Mehr kann ich nicht sagen, alles andere müßte ein Maler erfinden. Auf die Uraufführung des Klavier-Konzertes freue ich mich schon lange. Vielleicht läßt sich da etwas machen. Sind Sie schon mit Scherchen in Verbindung getreten? Stefan Fränkel spielt unter ihm mein Violinkonzert in Berlin [...]“. – Papierbedingt etwas gebräunt und mit Absenderstempel; sehr selten.
2 eigenh. Musikmanuskripte mit jeweils eh. U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
The present, complete XVth "Zwölftonspiel" comprises: 1) Melischer Entwurf, captioned "J. M. Hauer XV. Zwölftonspiel. Hanns Blaschke 7. April 1944". 2 pp., notes in four colours (coloured pencil in blue, red, green, and orange). 2) Ms. score, captioned "Josef Matthias Hauer. XV. Zwölftonspiel für Orchester mit einer Zwölftonreihe, die vom Bürgermeister Dipl. Ing. Hanns Blaschke gewählt wurde, und die in sechs verschiedenen Tropen steht. Partitur/ Erster Teil im 2/4 Takt mit achttaktigen Perioden d=50, Dauer 10 Minuten". 119 pp., ink and pencil. 3) Ms. score, captioned "Josef Matthias Hauer XV. Zwölftonspiel für Orchester mit einer Zwölftonreihe, die von Bürgermeister Dipl. Ing. Hanns Blaschke gewählt wurde und die in sechs verschiedenen Tropen steht. Erster Teil im 2/4 Takt mit achttaktigen Perioden. Zweiter Teil im 3/4 Takt mit sechstaktigen Perioden. Partitur", 99 pp., ink and pencil. - Well-preserved fair copies.


