Alfred Frh. v. Gutschmid

Gutschmid, Alfred Frh. v.

Historiker und Orientalist (1831–1887). Eigenh. Brief mit U. Tübingen. 2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 547 / 500 € (18021)

Alfred Frh. von Gutschmid (1831–1887), Historiker und Orientalist. E. Brief mit U. Tübingen, 14. November 1884. 2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten: „[...] Ihre Schrift habe ich mit großem Interesse gelesen, das von Anfang bis zu[m] Ende das gleiche blieb. Es fehlt noch ganz an geschichtlichen Darstellungen für diese Zeit: um so erfreulicher ist der Anfang, den Sie machen. Ihre Gesammtauffassung sagt mir sehr zu: gewiß ist das Interesse der Hoforthodoxie und des Hofs das ausschlaggebende; doch möchte ich die Einwirkung des Papstes Leo etwas zurücktreten lassen, den Gegensatz gegen Alexandria mehr in den Vordergrund rücken wie Sie.

Das alexandrinische Episkopat hatte seit Constantin unbestritten die Führung gehabt, in allen dogmatischen Fragen entschieden, unter einer langen Reihe ebenso hervorragender als ehrgeiziger Vertreter eine Stellung erobert, die an die Bedeutung der römischen Kirche im 12. Jahrh. erinnert, ja es war dreimal vom Oheim auf den Neffen weitergeerbt, praefectus Augustalis war kaum mehr als der Mitregent des allmächtigen Bischofs. Diese Macht wollte der Hof brechen [...]“. – Alfred von Gutschmid war Professor in Kiel, Königsberg, Jena und Tübingen. „Gutschmid hat sich namentlich der Geschichte des vorgriechischen und des hellenistischen Orients sowie der alten Chronologie und Annalistik zugewendet; in seinen zahlreichen Arbeiten überwiegt die kritische Richtung“ (Wikipedia, Abfrage v. 20. VII. 2009). „1888 erschien postum seine ‚Geschichte Irans und seiner Nachbarländer von Alexander dem Großen bis zum Untergang der Arsaciden’“ (DBE). – Mit kleinen Läsuren und Einrissen an den Rändern..

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